Ratgeber

Preiswert, einfach und bequem Bis zu acht Prozent Rendite leichtgemacht

imago54726831h.jpg

Mit den Pantoffel-Portfolio kann sich der Anleger über satte Renditen freuen.

(Foto: imago stock&people)

Wer es bei der Geldanlage bequem, rentabel und vergleichsweise sicher mag, liegt mit den von Finanztest entworfenen Pantoffel-Portfolio richtig. Das gibt es seit fünf Jahren zum Selberbasteln - mit großem Erfolg und für jeden Anlegertyp.

Wie funktioniert erfolgreiche Geldanlage? Wenn es nach Finanztest geht, zum einen mit Gelassenheit. Und zum anderen mit der richtige Mischung im Depot. Genauer: der Balance zwischen Aktien und Tages- oder Festgeldanlagen. Denn Aktien gehören dazu, um in Zeiten niedriger Zinsen mit seiner Anlage noch Geld zu verdienen.

Wer es dabei bequem, rentabel und vergleichsweise sicher mag, liegt mit den von Warentest entworfenen Pantoffel-Portfolios genau richtig. Hier setzt sich grundsätzlich jede "Pantoffel" aus einem sicheren und einem riskanten, chancenreichen Teil zusammen: einer Anlage in Aktien und einer Anlage in festverzinsliche Wertpapiere und gegebenenfalls noch einer Anlage in Rohstoffe. Realisiert wird diese Strategie durch den Kauf von meist nur einem Aktien-Indexfonds (ETF) und Tages- und/oder Festgeld oder auch einem europäischen Renten-ETF.

Lediglich das Mischverhältnis variiert zwischen den jeweiligen Anteilen. Für die defensive Variante liegt der Aktienanteil bei 25 Prozent, in Renten werden hingegen 75 Prozent investiert. Wer es ausgewogen mag, wählt den 50:50-Mix. Der mutigere Anleger legt 75 Prozent in Aktien und nur 25 Prozent in Tages- und/oder Festgeld an. Dabei ist zu beachten, dass die Aufteilung von Aktien- und Zinspapieren einen größeren Einfluss auf den Erfolg der Geldanlage hat als die Auswahl einzelner Produkte.

Pantoffeln für jeden Geschmack

Zudem kann der Aktienanteil auch über die entsprechenden ETFs auf verschiedene Weltregionen verteilt werden. Als da unter anderem wären:  

  • Der Weltpantoffel – der chancenreiche Teil besteht aus einem Aktien-ETF Welt
  • Der Europapantoffel enthält Aktien-ETF Europa
  • Der Deutschlandpantoffel besteht aus einem DAX-ETF
  • Der Tigerpantoffel besteht aus einem Aktien-ETF All Country World

Vor fünf Jahren wurde die Pantoffel-Methode erstmals vorgestellt und hat sich seitdem - je nach gewählter Depotmischung und Anlageform - prächtig entwickelt. So kann, wer einmalig 100.000 Euro in das ausgewogene Welt-Portfolio investiert hat, sich heute über 147.979 Euro freuen. Das entspricht einer Rendite von 8,2 Prozent pro Jahr, nach Kosten. Wobei zu beachten ist, dass der sichere Bauteil der Pantoffel aus einem Euro-Staatsanleihen-ETF bestand. Wer stattdessen lieber auf Tagesgeld gesetzt hat, muss sich mit 135.393 Euro begnügen (6,2 Prozent p.a.). 

Ähnlich fiel die Rendite bei der Europapantoffel aus (MSCI Europe-ETF und Euro-Staatsanleihen-ETF). Hier gab es in fünf Jahren 6,1 Prozent p.a. zu holen. Wer mit dieser Anlagemischung auf den Dax gesetzt hat, bekam 134.121 Euro heraus (6,0 Prozent Rendite p.a.). Glatte zwei Prozent mehr war hingegen mit der Tiger-Pantoffel drin. Auch sie wurde mit dem Renten-ETF gekoppelt.     

Für welchen Pantoffeltyp sich Anleger auch immer entschieden haben: Durch die zu erwartenden unterschiedlichen Entwicklungen der beiden Anlageklassen sollten sie das Depot nicht ganz aus dem Blick lassen. Deshalb sollte dieses einmal jährlich durch Zu- oder Verkäufe wieder in die gewählte Balance gebracht werden. Darüber hinaus sorgt dieses antizyklische Anpassung für eine zusätzliche Risikominimierung der Anlage.

Quelle: n-tv.de, awi

Mehr zum Thema