Ratgeber

Herren-Nass­rasierer im Test Die besten Rasierer für Männer

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Wer sich täglich rasiert, zahlt im Jahr bis zu 90 Euro für den Nach­schub an Marken­klingen.

(Foto: imago images/Shotshop)

Auch wenn es den Anschein hat, dass es Männer nicht mehr ohne Bart gibt, trennen sich manche doch regelmäßig von ihrer Gesichtsbehaarung. Nicht wenige greifen hierfür zum Nassrasierer. Die Stiftung Warentest wollte wissen, welcher sein Geld wert ist und ob Einmal- mit Wechselklingen mithalten können.

Wenn überhaupt rasiert wird, dann gern richtig - also in Form einer Nassrasur, mit Klinge und Schaum. Das soll sanfter und gründlicher sein. Ist aber auch ganz schön teuer, denn die Klingen müssen regelmäßig gewechselt werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und Verletzungen durch stumpfe Klingen zu vermeiden.

Die Stiftung Warentest ist der Frage nachgegangen, welcher Nassrasierer was taugt, und hat dafür 17 Systemrasierer mit Wechsel­klingen und 8 Einwegrasierer unter die Lupe genommen, vom einfachen 24-Cent-Modell bis zur aufwendigen Klinge für 4,13 Euro.

Wechsel­klingen schaffen bis zu 18 Rasuren

Wer sich täglich rasiert, zahlt im Jahr bis zu 90 Euro für den Nach­schub an Marken­klingen. Was ziemlich viel ist für ein biss­chen Kunststoff und Metall. Discounter, Drogerien und Onlinehändler bieten eigene Klingen für einen Bruch­teil des Preises an. Doch Einweg- reizen die Haut mehr als Wechselklingen. Zudem war die Rasur im Test etwas unkomfort­abler: Ihr Schwing­kopf ist weniger flexibel und passt sich Konturen nicht so gut an wie ein Systemrasierer. Die leichten Plastikgriffe liegen nicht so gut in der Hand wie die aus Metall.

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Im Test hielten die Einwegrasierer zwischen fünf und neun Rasuren durch, bevor sie nicht mehr zu gebrauchen waren. Wechsel­klingen schafften im Durchschnitt bis zu 18 Rasuren. Eine Rasur kostete je nach Modell zwischen 3 und 25 Cent - für Männer mit starkem Bart­wuchs.

Wer zum deutlich teureren Systemrasierer mit Wechselklinge greift, kann sich dafür aber auch über moderne Scherköpfe mit bis zu sechs hinter­einander ange­ordneten, präzise geschliffenen Klingen freuen. Hinzu kommt oft ein Konturen­schneider an der Oberkante, der die Haare an den Koteletten oder unter der Nase entfernt. Zudem sollen Hautstraffer und Gleit­streifen die Rasur angenehmer machen.

Gillette hat die Nase vorn

Im Test schnitten sämtliche Systemrasierer mit "gut" ab. Sie alle rasieren gut und sanft. Darunter auch Discounter-Produkte wie der "Biocura Man Delta 6 + Trimmer (Note 2,3, 3,90 Euro und 1,30 pro Ersatzklinge) und der "Cien Man Shark 5" von Lidl (Note 2,4, 3,90 Euro und 1,11 pro Ersatzklinge). Auch das günstige Produkt von Amazon - der "Solimo 5-Blade Men's Razor" - konnte überzeugen (Note 2,3, 2,99 Euro und 1,49 pro Ersatzklinge).

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Die günstigste und zugleich sanfteste Rasur gelingt aber mit dem Gillette "Skinguard" (Note 1,8, 11 Euro und 3,70 pro Ersatzklinge). Am längsten scharf bleibt hingegen die Klinge beim Gillette "Fusion5 Proglide" (Note 1,7, 10,50 Euro und 4,13 pro Ersatzklinge).

Bei den Einwegrasierern schaffte es kein einziger beim Gesamtergebnis über ein "befriedigend" hinaus. Die Haltbarkeit der Klingen wurde bei allen Produkten durch die Bank weg nur als "ausreichend" bewertet - rasieren tun aber auch sie alle gut. So etwa der "Care Men 3" von Budni (Note 3,3, 1,99 Euro) und der "Today Men 3" von Rewe (Note 3,3, 2,99 Euro).

Quelle: ntv.de, awi