Ratgeber

Gelb, günstig, gesund? Diese Bananen sind sehr gut

imago74640825h.jpg

(Foto: imago/blickwinkel)

Zum Glück kann man sich etwas Farbe in den grauen Alltag holen - in Form von Bananen. Und die Deutschen beißen gerne ab. Rund 13 Kilogramm finden hierzulande jährlich ihren Weg in die Mägen. Doch was taugen die krummen Dinger? Öko-Test weiß Bescheid.

Die Banane, einst Sehnsuchtsfrucht der Ostdeutschen, ist auch fast 30 Jahre nach dem Mauerfall in Gesamtdeutschland ein Renner. Nur der Apfel wird hierzulande als Obstsorte stärker nachgefragt.

Dass die gelbe Tropenfrucht so begehrt ist, hat gute Gründe. Neben dem Geschmack gilt sie als äußerst gesund. Denn die Banane ist eine gute Kombination aus schnell verwertbarem Fruchtzucker, Ballaststoffen und "langsamer" Stärke. So liefert sie schnell Energie, macht aber auch satt, was sie besonders bei Sportlern beliebt macht. Zudem enthält sie viel Magnesium und Kalium, was der Entspannung und Herzgesundheit zuträglich ist. Außerdem sind sie von Hause aus praktisch und umweltfreundlich verpackt.

Insgesamt gibt es rund 70 Arten, die zumeist aus dem westlichen Pazifikraum, dem tropischen und subtropischen Asien und Mittel- und Südamerika stammen. Besonders gefragt ist die sogenannte Dessertbanane, von der allein in Deutschland um die 13 Kilogramm pro Kopf und Jahr verzehrt werden.  

Ein guter Grund also für Öko-Test, zu schauen, wie die Qualität dessen ist, was da so in den Mägen landet. Bananen gehören zu den billigsten Früchten, die das Obstregal zu bieten hat. Dabei geht auch hier der Trend zu Bio. Gut 70 Prozent davon sind zudem Fairtrade-zertifiziert.

Bio & Fairtrade sind die Gewinner

Dennoch ist der konventionelle Bananenanbau weit verbreitet - mit all seinen negativen Begleiterscheinungen. Stichwort Einsatz von Spritzmitteln und Monokultur. Unter Ersterem leiden die Arbeiter auf den Bananenfeldern. Aber auch andere Mitarbeiter, etwa in der Packstation, oder Menschen in den angrenzenden Wohngebieten können die versprühten Mittel abbekommen. Zudem reichern sich die Gifte in Böden und Gewässern an. Bei der Untersuchung der 22 Bananenmarken fanden folgerichtig neben Inhaltsstoffen auch die Produktionsbedingungen ihren Weg in die Bewertung.

Im Test haben fast alle Bio-Produkte mit Fairtrade-Kennzeichnung "sehr gut" abgeschnitten. Deutlich anders sieht es bei den konventionell produzierten Früchten aus. Hier reicht das Gesamturteil von "befriedigend" bis "ungenügend".

Für "sehr gut" bei den Bio-Produkten reichte es für die "BioBio Bananen" von Netto (1,66 Euro/Kilo), die "Bio-Bananen OneWorld" von Aldi Süd (1,69 Euro/Kilo), die "Fairglobe Bio Bananen" von Lidl (1,69 Euro/Kilo) die "K-Bio Bio Bananen" von Kaufland (1,79 Euro/Kilo), die "Edeka Bio Bananen, lose" (2,19 Euro/Kilo), die "Goldfinger Bio Bananen" von Denn's Biomarkt (2,79 Euro/Kilo), und die "Bananen, Naturland, lose" von "BanaFair" (2,92 Euro/Kilo).

Weniger gut ging der Test für die losen Früchte von "Chiquita" und die "Hola Ban Ana! Bananen, lose" von Netto aus. Neben nur ausreichenden Inhaltsstoffen wurde auch das unzureichende Verbot hochgiftiger Pestizide bemängelt. Testergebnis für beide: "mangelhaft". Noch schlechter erging es den "Bananen süß und samtig" von Penny, den "Bonita Bananen, lose" von Kaufland und den "Beste Wahl Bananen, lose" von Rewe. Hier gesellten sich zu den zuvor genannten Negativkriterien auch noch miese Produktionsbedingungen und mangelnde Transparenz. Konsequenterweise lautet das Urteil von Öko-Test deshalb "ungenügend".

Quelle: n-tv.de, awi