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Teure Gewitter Diese Versicherungen bieten den besten Schutz vor Blitz- und Überspannungsschäden

03.09.2026, 07:14 Uhr
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Krachbumm, da schlägt der Blitz ein. Mit intaktem Blitzschutz droht während eines Gewitters zumindest unter der Dusche keine Gefahr.

Rechnerisch alle drei Minuten registrieren Deutschlands Versicherer einen Blitz- oder Überspannungsschaden. Doch längst nicht jede Police zahlt in vollem Umfang. Franke und Bornberg zeigt, welche Hausrat- und Wohngebäudetarife am besten leisten. 

Ein Gewitter zieht auf, der Blitz schlägt ein und plötzlich ist der Fernseher hin, die Heizungssteuerung streikt oder das Dach ist beschädigt. Rund 180.000-mal ist das 2025 in Deutschland passiert, meistens in den gewitterreichen Sommermonaten. Insgesamt zahlten die Versicherer dafür rund 310 Millionen Euro. Nach der aktuellen Blitzbilanz des GDV registrierten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer damit zwar 40.000 Schadenfälle und rund 30 Millionen Euro Kosten weniger als im Vorjahr. Die Kosten pro Einzelfall steigen dennoch weiter: Ein durchschnittlicher Blitzschaden kostete 2025 rund 1760 Euro, gut elf Prozent mehr als im Jahr zuvor und neuer Rekordwert. Ein Grund dafür: In vielen Haushalten steckt heute mehr empfindliche Elektronik als früher, von der Smart-Home-Steuerung bis zum vernetzten Fernseher.

Blitzschaden oder Überspannungsschaden?

Ein Blitzeinschlag kann auf zwei unterschiedliche Arten Schäden verursachen. Ein Blitzschaden entsteht durch einen direkten Blitzeinschlag ins Gebäude. Dieser kann das Dach und das Mauerwerk beschädigen oder einen Brand auslösen. Ein Überspannungsschaden entsteht hingegen indirekt: Schlägt ein Blitz in der näheren Umgebung ein, kann die freigesetzte Energie über Strom-, Telefon- oder Kabelleitungen ins Haus gelangen und dort elektrische Geräte beschädigen. Wie groß die Kräfte dabei sind, zeigt ein Vergleich aus dem Unwetter Gebäude-Check der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Ein Blitz kann sich mit mehreren Hunderttausend Volt entladen - aus der Steckdose kommen 230 Volt.

Gegen beide Schadensarten hilft laut Verbraucherzentrale eine Kombination aus äußerem und innerem Blitzschutz. Der äußere Blitzschutz, etwa ein Blitzableiter, leitet die Energie eines direkten Einschlags ins Erdreich ab. Der innere Blitzschutz bewahrt mit Überspannungsschutzelementen in der Elektroinstallation zusätzlich die angeschlossenen Geräte vor Spannungsspitzen.

Selbst mit gutem technischem Schutz bleibt aber ein Restrisiko. Umso wichtiger ist, wie beide Schadensarten in den Vertragsbedingungen Ihrer Versicherung geregelt sind. Denn nicht jeder Tarif behandelt Blitzschlag und Überspannung gleich.

Wie versichere ich mich richtig gegen Blitz- und Überspannungsschäden?

Welche Versicherung Sie brauchen, hängt davon ab, ob Sie zur Miete wohnen oder Eigentümer einer Immobilie sind.

Mieter brauchen für den Schutz vor Blitz- und Überspannungsschäden meist nur eine gute Hausratversicherung. Sie zahlt für beschädigte bewegliche Gegenstände in der Wohnung, zum Beispiel für Computer, Fernseher oder andere technische Geräte.

Eigentümer von Immobilien benötigen zusätzlich eine Wohngebäudeversicherung. Sie übernimmt Schäden am Gebäude selbst sowie an fest eingebauten Bestandteilen, etwa am Dach, am Mauerwerk oder an einer fest verbauten Heizungssteuerung. Wer seine Immobilie selbst bewohnt, braucht in der Regel beide Versicherungen: die Wohngebäudeversicherung für das Haus und eine Hausratversicherung für den beweglichen Besitz darin.

Ein Tipp gilt dabei für Mieter und Eigentümer gleichermaßen: Wird bei einem Überspannungsschaden der Laptop oder Computer beschädigt, geht meist nicht nur das Gerät verloren, sondern auch alles, was darauf gespeichert war: private Fotos, Dokumente oder andere Dateien. Wer sich davor schützen will, sollte grundsätzlich regelmäßig Backups anlegen und diese räumlich getrennt vom Original aufbewahren, etwa auf einer externen Festplatte an einem anderen Ort oder in einem Cloud-Speicher. Außerdem versichern manche Hausrattarife Datenrettungskosten mit - achten Sie bei der Tarifwahl auch darauf.

Warum der Versicherungsschutz oft lückenhafter ist als gedacht

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass Blitz- und Überspannungsschäden automatisch mitversichert sind. Tatsächlich regeln die Vertragsbedingungen im Detail, ob und in welchem Umfang das der Fall ist. Verbraucher sollten deshalb prüfen, ob Überspannungs- oder Blitzschäden ausdrücklich mitversichert sind und ob es eine Entschädigungsgrenze gibt. Nach den Analysen von Franke und Bornberg ist der Schutz gegen Überspannungsschäden gerade bei älteren Verträgen oder günstigen Tarifen häufig eingeschränkt oder an Bedingungen wie einen bestehenden Blitzschutz am Gebäude gekoppelt.

Blitz- und Überspannungsschutz: Diese Hausrat- und Wohngebäudetarife leisten am besten

Doch nicht jeder Tarif bietet den gleichen Schutz. Franke und Bornberg hat deshalb untersucht, welche Hausrat- und Wohngebäudetarife bei Blitz- und Überspannungsschäden besonders umfangreich leisten.

Für die Auswahl in den Produktbereichen Hausrat und Wohngebäude wurden ausschließlich Tarife berücksichtigt, die von Franke und Bornberg mit der Bestnote FFF+ ("hervorragend") bewertet wurden. Diese Auswahl ist streng: Im aktuellen Hausrat-Rating von Franke und Bornberg erreichen 104 von 368 geprüften Tarifen die Höchstnote, fast jeder fünfte Tarif schneidet nur mit "ausreichend" oder schlechter ab. Beim Wohngebäude-Rating schaffte zuletzt nur etwa jeder fünfte Tarif die Bestnote. Zusätzlich schließen die aufgeführten Tarife Blitz- und Überspannungsschäden ausdrücklich ein und sehen keine Begrenzung der Entschädigungssumme vor. Um aus der Vielzahl geeigneter Tarife eine überschaubare Auswahl zu treffen, berücksichtigt die Übersicht zudem nur Versicherer ab einer bestimmten Bestandsgröße, gemessen an den Bruttobeitrageinnahmen im jeweiligen Produktbereich. Die Größe eines Anbieters sagt nichts über die Tarifqualität aus - sie ist aber ein Hinweis auf eine langfristig stabile Geschäftsentwicklung. Wir listen zudem nur Tarife auf, für die wir eine Jahresprämie berechnen konnten. Pro Gesellschaft wird ein Tarif angezeigt, und zwar der günstigste innerhalb der hier beschriebenen Qualitätsstandards.

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Hausratsversicherung der Allianz

Wichtig: Die Unterschiede zwischen den Tarifen lassen sich nicht allein über den Schutz vor Blitz- und Überspannungsschäden erklären. Hausratversicherungen unterscheiden sich auch bei vielen anderen Leistungen, etwa bei Fahrraddiebstahl, Elementarschäden oder grober Fahrlässigkeit. Diese Unterschiede werden in diesem Beitrag nicht bewertet.

Transparenzhinweis

Die Tarifbewertung stammt von Franke und Bornberg, einer unabhängigen Ratingagentur aus Hannover. Die Auswahl der Tarife folgt ausschließlich den Ratingergebnissen. Vergütungen aus Verlinkungen haben keinen Einfluss auf die Bewertung. Quellennachweise und Datengrundlage: Tests | Franke und Bornberg

Welcher Tarif im Einzelfall die beste Wahl ist, hängt von weiteren Faktoren ab, etwa vom Wohnort, der Wohnfläche, der Versicherungssumme oder gewünschten Zusatzleistungen. Verbraucher sollten deshalb mehrere Angebote vergleichen und sich individuelle Beiträge berechnen lassen.

Checkliste Blitz- und Überspannungsschäden: Das sollten Verbraucher prüfen

  • Ist im Vertrag ausdrücklich geregelt, dass Blitz- und Überspannungsschäden mitversichert sind?

  • Gibt es eine Entschädigungsgrenze pro Schaden oder Gerät?

  • Werden regelmäßig Backups wichtiger Daten erstellt und getrennt vom Original gelagert?

  • Wird das Backup-Medium getrennt vom Stromkreis des Hauses aufbewahrt?

  • Ist ein äußerer und innerer Blitzschutz am Gebäude vorhanden oder nachrüstbar?

  • So sind Sie gegen Blitz- und Überspannungsschäden richtig versichert

Blitz- und Überspannungsschäden werden von Jahr zu Jahr teurer - eine Folge der zunehmend digitalen Haustechnik. Wer weiß, welche Versicherung bei Blitz- und Überspannungsschäden greift und welche Lücken in den eigenen Vertragsbedingungen bestehen, kann sich gezielt absichern. Orientierung bieten dabei die Bewertungen von Franke und Bornberg. Ein Blick in die Police und ein durchdachtes Backup-Konzept schützen dabei nicht nur die Technik, sondern auch persönliche Daten.

Quelle: ntv.de, awi

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