Ratgeber

Kostspieliger Sprit Diesel günstiger, Benzin teurer

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Ab etwa 5 Uhr morgens steigen die Preise, um ihren Höhepunkt etwa um 7 Uhr zu erreichen.

(Foto: imago images/Future Image)

Die hohen Kosten für Kraftstoffe sorgen nach wie vor für Verdruss. Auch wenn nicht mehr ganz so laut geklagt wird - denn im Vordergrund stehen mittlerweile andere Sorgen. Abgesehen davon tut sich was an der Zapfsäule. Positives gibt es allerdings nur beim Dieselpreis zu vermelden.

Der Preis für Diesel-Kraftstoff ist binnen einer Woche laut eines aktuellen ADAC Auswertung um 5,1 Cent je Liter gesunken und liegt damit im bundesweiten Mittel bei 2,065 Euro. Benzin hat sich dagegen verteuert. Demnach kostet ein Liter Super E10 kostet 1,910 Euro - ein Anstieg von 3,7 Cent gegenüber der Vorwoche, trotz des im Wochenvergleich kaum veränderten Ölpreises.

Die Differenz zwischen Diesel- und Benzinpreis ist um 8,8 Cent geschmolzen. Vor einer Woche war Diesel um mehr als 24 Cent je Liter teurer, mittlerweile sind es nur noch 15,5 Cent. Angesichts der um über 20 Cent niedrigeren Steuerlast auf einen Liter Diesel ist die Differenz immer noch beachtlich, dies kann laut ADAC jedoch allenfalls der Beginn einer Normalisierung sein.

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Laut ADAC sollten sich Autofahrer vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im Umkreis informieren und gezielt die günstigste Tankstelle ansteuern. Wer abends zwischen 20 und 22 Uhr tankt, kann nach aktuellen Auswertungen im Schnitt zwölf Cent gegenüber den Morgenstunden sparen. Preisbewusstes Tankverhalten fördert zudem den Wettbewerb und kann daher auch zu einer Preissenkung beitragen.

Abgesehen davon hat der ADAC nachfolgende Tipps zum Spritsparen auf Lager:

  • Fahrweise optimieren: Heißt: flott beschleunigen, rechtzeitig hochschalten (bei einer Drehzahl von circa 2000 U/min) und mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit beibehalten. Erst dann zurückschalten, wenn der Motor ruckelt oder zu brummen beginnt.
  • Vorausschauend fahren: Da Bremsen Energie vergeudet, solange wie möglich die Motorbremswirkung nutzen. Beim Heranrollen an eine rote Ampel also nicht den Gang herausnehmen. Die meisten Autos sind mit einer Schubabschaltung ausgerüstet, die die Kraftstoffzufuhr im Schubbetrieb komplett absperrt. Also, frühzeitig vom Gas gehen und den Wagen die letzten paar hundert Meter bei eingelegtem Gang auf eine Ortschaft zurollen lassen, statt unmittelbar davor abrupt abzubremsen.
  • Kurze Strecken vermeiden: Auch wenn es wehtut, es lohnt, das Auto auch mal stehenzulassen. Besonders, wenn man es nicht weit hat. Denn bei kaltem Motor verbraucht der Wagen am meisten Kraftstoff. Um gleichmäßig zu laufen, benötigt zumindest der Ottomotor in der Warmlaufphase ein fetteres Gemisch (mit höherem Kraftstoffanteil) als bei optimaler Betriebstemperatur.
  • Motor im Leerlauf ausschalten: Sobald der Motor läuft, verbraucht er Kraftstoff. Auch wenn das Auto nicht fährt - etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde. Daher: Motor aus, wenn die Leerlaufzeit voraussichtlich länger als 20 Sekunden dauert.
  • Unnötige elektrische Verbraucher ausschalten: Elektrische Geräte im Auto wie etwa Steuergeräte, Beleuchtung, Lüfter, Klimaanlage, Sicherheits- und Komforteinrichtungen beziehen ihre Energie aus dem Bordnetz. Die elektrische Energie wird vom Generator bereitgestellt, der vom Verbrennungsmotor angetrieben wird. Folglich kosten eingeschaltete elektrische Geräte und andere Verbraucher Kraftstoff. Beispielsweise führt eine Klimaanlage je nach Fahrzeugmodell, Technik und Einsatzbedingungen zu einem Mehrverbrauch von etwa 0,3 bis 1,5 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer. Eine Standheizung kostet etwa einen Mehrverbrauch 0,2 bis 0,5 Liter pro Stunde.
  • Das Gesamtgewicht reduzieren: Jedes Stück mehr im Auto bedeutet mehr Gewicht und kostet Kraftstoff. Egal, ob Straßenatlas, Getränkekisten oder Kleinkram. Die Ursache für diesen Effekt ist die sogenannte Massenträgheit, also der Energieeinsatz, der erforderlich ist, um eine Masse auf eine höhere Geschwindigkeit zu beschleunigen. 100 Kilo Zusatzlast ergeben bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch. Besonders im Stadtverkehr wirkt sich das Gewicht einer Zuladung negativ auf den Spritverbrauch aus. Jedes Anfahren, jede Beschleunigung kostet also extra Sprit. Insbesondere Dachträger, Dachboxen und Fahrradträger erhöhen den Verbrauch des Fahrzeugs signifikant. Grundsätzlich bietet der Transport von Gegenständen wie zum Beispiel Fahrrädern über Heckträger auf einer Anhängerkupplung Verbrauchsvorteile gegenüber dem Transport auf dem Fahrzeugdach. Nach dem Gebrauch sollten aber Dach- und Heckträger ungeachtet dessen wieder abmontiert werden.
  • Energiesparreifen nutzen: Der Einfluss der Bereifung auf den Fahrwiderstand ist erheblich. Mit optimierten Reifen können bis zu 0,5 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer gespart werden. Somit kann sich ein auf den ersten Blick teurer Reifen mit sehr geringem Rollwiderstand über die Nutzungsdauer mehr als amortisieren.
  • Auf den richtigen Luftdruck achten: Wenn zu wenig Luft in den Reifen ist, erhöht dies ebenfalls den Verbrauch. Schon ein 0,3 bar verminderter Luftdruck steigert den Rollwiderstand und sorgt somit für unnötigen Mehrverbrauch. Deshalb gilt es regelmäßig den Reifendruck zu kontrollieren.

Quelle: ntv.de, awi

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