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Auch das kann helfen: Einbrechern mit allerlei Hilfsmitteln das Gefühl geben, dass man auf sie und ihren Angriff vorbereitet ist.
Auch das kann helfen: Einbrechern mit allerlei Hilfsmitteln das Gefühl geben, dass man auf sie und ihren Angriff vorbereitet ist.(Foto: dpa-tmn)
Freitag, 13. Juli 2018

Vor dem Urlaub: Einfache Maßnahmen gegen Einbrecher

Nichts ist für Einbrecher so anziehend wie ein leerstehendes Haus. Meistens ist es für sie leicht zu erkennen, dass die Bewohner im Urlaub sind. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich jedoch so mancher Ganove täuschen.

Auch wenn die Zahl der Einbrüche von 151.265 Fällen im Jahr 2016 auf 116.540 Fälle im Jahr 2017 gesunken ist: Bewohner tun gut daran, vor dem Urlaub ihr Zuhause auf eine längere Abwesenheit vorzubereiten. Insbesondere in Hinblick darauf, Einbrecher abzuschrecken.

Zwar haben viele Menschen in Deutschland Angst vor Einbrechern, dennoch weisen die Sicherungsmaßnahmen gegen die ungebetenen Gäste oft eklatante Lücken auf. So erfolgen die meisten Einbrüche über leicht erreichbare Fenster sowie Wohnungs- und Fenstertüren. Nur etwas mehr über ein Drittel der Bewohner hat die Wohnung oder das Haus mit abschließbaren Fenstergriffen, zusätzlichen Sicherungen an Balkon- oder Terrassentüren oder einem zweiten Türschloss ausgestattet. Tatsächlich scheitert aber jeder dritte Einbruchsversuch an einer entsprechenden Absicherung; diese ist zum Teil schon mit einfachen Maßnahmen möglich. Zudem werden Sicherungsmaßnahmen mitunter sogar staatlich bezuschusst.

Für die eine oder andere Baumaßnahme dürfte es so kurz vor dem Urlaub etwas zu spät sein. Dennoch kann man noch einige Dinge tun, um ungebetene Gäste von Haus oder Wohnung fernzuhalten.

Auf geht's:

Briefkasten leer halten

Ob eine Immobilie für einen Raubzug taugt, erkennen Einbrecher meist schon an der Eingangstür. Denn Kriminelle achten auf überquellende Briefkästen, die darauf hinweisen, dass Wohnungen vorübergehend unbewohnt sind. Nachbarn oder Bekannte sollten damit beauftragt werden, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Wer niemanden hat, kann auch bei Briefe und Postkarten einlagern lassen. Die Gebühren hierfür betragen um die zehn bis zwölf Euro. Die Deutsche Post rät, mindestens fünf Werktage vor dem Urlaub den Dienst zu beauftragen. Ausgenommen von diesem Service sind allerdings Pakete und Päckchen sowie Briefsendungen mit Nachnahme und manche Arten von Einschreiben.

Es werde Licht

Diebe operieren gerne in der Dunkelheit; diese verrät ihnen auch, dass die Bewohner nicht daheim sind. Ein gut ausgeleuchtetes Haus wird seltener von Kriminellen heimgesucht als ein dunkles. Hier können zum einen Bewegungsmelder helfen, die an Leuchten am Hauseingang, Gartenweg und Kellerabgang die Eindringlinge verraten.

Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich die Anwesenheit der Bewohner vortäuschen - indem zu einem bestimmten Zeitpunkt in verschiedenen Räumen das Licht ein- und später ausgeschaltet wird. Dabei wird das Gerät zwischen Steckdose und Lampe gesteckt und so programmiert, dass das Licht zu einem bestimmten Zeitpunkt angeht. Allerdings sollte der Zeitplan nicht jeden Tag nach demselben Muster ablaufen. Besser ist es, verschiedene Varianten einzustellen.

Laut geben

Neben Licht schrecken auch Geräusche Einbrecher ab. Auch hier lässt sich via Zeitschaltuhr das Radio, die Stereoanlage oder der Fernseher zu bestimmten Zeiten an- und abschalten.  

Mülleimer leeren

Passt nicht ganz zum Thema, sollte aber keinesfalls vergessen werden: das Ausleeren der Mülleimers vor der Abwesenheit. Ansonsten erwartet den Urlauber bei seiner Rückkehr nicht nur ein widerlicher Gestank, sondern eventuell auch Eindringlinge der anderen Art - in Form von Maden.

Quelle: n-tv.de