Ratgeber

Assistance-Leistungen Finanzielle Hilfe für Senioren nach einem Unfall

imago64762430h.jpg

Sinnvoll ist eine Unfallversicherung mit Assistance-Leistungen vor allem für ältere Menschen, die weitgehend auf sich alleine gestellt sind.

(Foto: imago/Karina Hessland)

Sie organisieren und bezahlen warme Mahlzeiten, Pflege, Begleitung zu Arztbesuchen oder eine Haushaltshilfe - viele Unfallversicherungen bieten älteren Kunden im Ernstfall zusätzliche Hilfe. Solche Assistance-Leistungen können zu einer Unfallversicherung oder separat gebucht werden.

57 entsprechende Tarife für Senioren haben die Experten der Stiftung Warentest für die Zeitschrift "Finanztest" (Heft 2/2019) überprüft. Das Ergebnis: Der Schutz kann sich lohnen und ist bezahlbar.

Sinnvoll ist eine Unfallversicherung mit Assistance-Leistungen vor allem für ältere Menschen, die weitgehend auf sich alleine gestellt sind. Sie bekommen zwar auch ohne solche Verträge Unterstützung, allerdings vor allem im medizinischen oder pflegerischen Bereich. Eine Haushaltshilfe etwa bewilligen Krankenkassen aber nur in bestimmten Fällen. Der Assistance-Service der Versicherung organisiert solche Hilfe hingegen innerhalb weniger Tage - für Betroffene eine Hilfe.

Die gute Nachricht: Der zusätzliche Schutz ist nicht unbedingt teuer. Für 65-Jährige zum Beispiel gibt es schon ab 35 Euro im Jahr empfehlenswerte Angebote, für 75-jährige Neukunden ab 51 Euro pro Jahr. Fast immer ist der Jahresbetrag vom Einstiegsalter abhängig. Wer über einen Abschluss nachdenkt, sollte sich laut "Finanztest" die Tarife gut anschauen, denn es gibt große Unterschiede beim Leistungsumfang. Im Test waren 17 Tarife empfehlenswert. Für Neukunden waren dies im Test unter anderem der Optimal Tarif der WGV und die Unfallversicherung Classic inklusive Schutzbrief der Huk24 und der Huk-Coburg Algemeine.

Wichtig zu beachten: Die Leistungen sind in der Regel auf einen Zeitraum von sechs Monaten begrenzt. Die Versicherungen springen außerdem nur nach einem Unfall ein. Gerade im Alter sind schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen jedoch ebenfalls häufig. Dann greift der zusätzliche Schutz aber meist nicht.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

Mehr zum Thema