Ratgeber

Teure Euro-Falle Geldabheben im Ausland? Vorsicht!

imago52772783h.jpg

Dynamic Currency Conversion (dyamische Währungsumrechnung) heißt die Sofortumrechnung in der Fachsprache.

(Foto: imago stock&people)

An frisches Geld zu kommen, ist in den meisten Ländern der Welt kein Problem. Allerdings kann das teuer werden. Denn außerhalb des Euroraumes lauern am Automaten hohe Zusatzgebühren, wie Finanztest eindringlich warnt.

Auch im Ausland ist es kein Problem, an Bargeld zu kommen. Einfach Karte in den Automaten stecken und schon spuckt dieser die gewünschten Scheine aus. Wollen Reisende Bargeld in ausländischen Währungen abheben, ist aber Vorsicht geboten. Nämlich dann, wenn Geldautomaten in Ländern, die nicht den Euro als Landeswährung haben, die sofortige Umrechnung von der jeweiligen Währung in Euro vorschlagen. Denn auch wenn dies zunächst praktisch und übersichtlich klingt, werden hier nicht selten Aufschläge von mehr als 5 Prozent fällig. Die ČSOB in Tschechien langt sogar mit 13,7 Prozent hin, wie die Zeitschrift "Finanztest" berichtet. Darum sollte stets die Abrechnung in der Landeswährung gewählt und eine Sofortabrechnung in Euro abgelehnt werden.

Was allerdings nicht immer ganz einfach ist, denn die Benutzerführung an den Automaten ist oft unübersichtlich und irreführend. In sechs Ländern - Island, Polen, Serbien, Tschechien, Ungarn und Türkei - werden Touristen aber manchmal in jedem Fall zur Kasse gebeten. Denn bei einigen Anbietern gibt es keine günstige Lösung: Entweder wird eine Geldautomatengebühr fällig oder es gibt einen schlechten Wechselkurs, der teilweise noch mit einer Gebühr kombiniert wird.

Auch Kartenherausgeber langt hin

Vor allem außerhalb Europas berechnen viele Geldautomatenbetreiber eher Gebühren für das Geldabheben. Hier sollte man sich einen Automaten suchen, der eine geringe Gebühr erhebt oder ganz darauf verzichtet.

Allerdings sollten sich Reisende nicht nur an Geldautomaten Vorsicht gelten lassen. Denn eine sofortige Umrechnung in Euro gibt es auch beim Bezahlen mit Karte in Geschäften, Restaurants und Hotels. Dabei wurden Reisende über die teuren Aufschläge für die Umrechnung entweder gar nicht oder nur über das Display des Kartenlesegeräts informiert. Erst auf dem Kassenbon war diese ersichtlich.

Für den Karteneinsatz verlangen oft auch die Kartenherausgeber teilweise sehr hohe Gebühren: fürs Bargeldabheben und fürs Umrechnen der Fremdwährung. Wer viel reist, sollte deshalb eine Karte nutzen, deren Einsatz keine oder nur geringe Gebühren kostet. Ein Vergleich von Konditionen von Gratis-Girokonten inklusive Girocard und Kreditkarte hat gezeigt: Nur mit der DKB-Kreditkarte sind Geldabheben und Bezahlen im Ausland kostenfrei.

Für die Untersuchung wurde von "Finanztest" 330-mal Geld am Automaten abgehoben und 132-mal mit Girocard und Kreditkarte bezahlt. ­    

Quelle: n-tv.de, awi

Mehr zum Thema