Ratgeber

Neue Vorgaben für Koffer Handgepäck soll kleiner werden

In Flugzeugkabinen wird es enger. Viele Airlines kassieren für aufgegebene Koffer extra, da liegt es nahe, die Urlaubsgarderobe im Handgepäck mitzunehmen. Nun sollen nur noch kleinere Koffer erlaubt werden. Ob alle Fluggesellschaften mitmachen, ist aber noch offen.

imago64356970h (1).jpg

Für Kurztrips reicht ein kleiner Koffer oft aus. Künftig müssen Reisende womöglich etwas sparsamer packen.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Flugzeugpassagiere müssen sich beim Handgepäck voraussichtlich bald einschränken. Der Weltluftfahrtverband IATA hat seine Empfehlung zu den Abmessungen der in der Kabine erlaubten Gepäckstücke deutlich reduziert. Nach den nicht verbindlichen Vorgaben würde das maximale Volumen der Kabinenkoffer um rund 38 Prozent sinken.

Nach den in Miami vorgestellten neuen IATA-Empfehlungen dürften die Kabinenkoffer künftig außen nur noch 55x35x20 Zentimeter messen statt bislang 55x45x25 Zentimeter. Bislang hätten rund 50 Fluggesellschaften Interesse gezeigt, sagte der IATA-Vertreter Tom Windmuller. Etwa ein Dutzend der großen Gesellschaften inklusive Lufthansa, Emirates und Qatar hätten schon signalisiert, das mit der Reform verbundene neue IATA-Level für die Koffern zu akzeptieren. Damit ist aber noch offen, ob die Passagiere nicht auch künftig größere Handgepäckstücke mitnehmen dürfen. Denn die Standards der IATA sind nicht bindend.

Die großen deutschen Airlines Lufthansa und Germanwings haben nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob sie die IATA-Empfehlungen umsetzen werden. Den bisherigen Vorgaben folgen die beiden Fluggesellschaften nicht. Sie haben die Handgepäck-Höchstmaße auf 55x40x23 Zentimeter angesetzt, also etwas kleiner als die IATA bislang. Zusätzlich zu einem Kabinenkoffer akzeptieren beide in der einfachsten Klasse pro Passagier eine Hand- oder Laptoptasche.

Das Platzproblem in den Kabinen dürfte sich in den kommenden Jahren noch verschärfen, weil immer mehr Gesellschaften dazu übergehen, für aufzugebende Gepäckstücke extra zu kassieren. Air Berlin verkauft seit Mai 2015 Tickets ohne Freigepäck. Die Lufthansa will ihren entsprechenden Light-Tarif in diesem Oktober einführen. Bei Billig-Airlines wie Easyjet, Ryanair oder Vueling ist Freigepäck schon lange kein Standard mehr.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

Mehr zum Thema