Ratgeber
Kurz abgelenkt - und schon ist die Geldbörse weg: Wer die Tricks der Taschendiebe kennt, kann sich besser schützen.
Kurz abgelenkt - und schon ist die Geldbörse weg: Wer die Tricks der Taschendiebe kennt, kann sich besser schützen.(Foto: dpa-tmn)
Mittwoch, 08. November 2017

Großer Städtevergleich: Hier greifen Taschendiebe am häufigsten zu

Besonders in der Advents- und Weihnachtsmarktzeit haben Taschendiebstähle Hochkonjunktur. Die Anzahl der Straftaten steigt von Jahr zu Jahr. Doch die wenigsten der Delikte werden zur Anzeige gebracht. Die Aufklärungsquote ist dementsprechend dürftig. Einige Städte sind besonders gefährlich.

Deutschland kämpft seit Jahren mit anhaltend hohen Taschendiebstahlquoten jenseits der 100.000 angezeigten Straftaten. Und jährlich ist ein Zuwachs von rund 12.000 Delikten zu verzeichnen. Innerhalb der vergangenen 30 Jahre stieg die Diebstahlquote um über 500 Prozent. Aktuell werden nur rund 10 Prozent der Straftaten bei der Polizei vorgebracht und die Aufklärungsquoten liegen meist nur im einstelligen Prozentbereich. Die geschätzte Schadenssumme liegt bei rund einer halben Milliarde Euro.

Denn Opfern ist oftmals gar nicht bewusst, dass oftmals die Organisierte Kriminalität hinter dem Diebstahl steckt. Aber mittlerweile werden die Straftaten zumeist professionell von Diebesbanden durchgeführt, sodass die Berliner Polizei nur noch Diebstahls-Anzeigen nachgeht, die Aussicht auf Ermittlungserfolg haben. Und dies dürften die wenigsten sein.

Das Schnäppchen- und Restposten-Portal "shopping.de" hat sich die Mühe gemacht und 400 Städte und Kreise in Deutschland zum Thema Taschendiebstahl untersucht. Die Daten basieren auf Recherchen bei den zuständigen Polizeibehörden, der Landeskriminalämter und des Bundeskriminalamtes.

Ein Ergebnis lautet, nicht nur Großstädte stehen im Fadenkreuz der Kriminellen, auch zahlreiche Landkreise haben ihre liebe Not mit den Taschendieben. Doch die Klau-Hochburgen pro Einwohner sind Düsseldorf (1314 Straftaten je 100.000 Einwohner), Berlin (1271), Hamburg (1032), Köln (937), Wuppertal (625), Dortmund (611), Gelsenkirchen (585), Bonn (516), die Regionen Kreis Aachen (285), Saarbrücken (285), Hannover (211), und Rhein-Sieg-Kreis (145).

Deutlich unbesorgter können Bürger sich in Stadtkreisen wie Hildburghausen, Greiz, Unstrut-Hainich und Straubing-Bogen auf die Straße wagen (jeweils 5 Straftaten je 100.000 Einwohner).  

Wer sich regional jedoch nicht einschränken möchte, ist gut beraten, nachfolgende Ratschläge der Berliner Polizei zu beherzigen, um so sein Hab und Gut zu schützen:

  • Nehmen Sie nur das Notwendigste an Bargeld und Wertsachen mit.
  • Tragen Sie Ihre Wertsachen möglichst eng am Körper. Gut geeignet sind Jackeninnentaschen oder vordere Hosentaschen bzw. Brustbeutel und Bauchtaschen.
  • Handtaschen und Umhängetaschen sollten Sie immer mit der Verschlussseite/Zipper zum Körper tragen.
  • Halten Sie Ihre Handtaschen und Rucksäcke stets geschlossen und lassen Sie diese nie unbeaufsichtigt.
  • Im Gedränge sollten Rucksäcke immer vorn getragen werden.
  • Zeigen Sie keine hohen Bargeldsummen. Seien Sie bei und nach Geldabhebungen besonders aufmerksam.

Einen Überblick darüber, welche Tricks die Kriminellen am häufigsten anwenden, um an ihre Beute zu kommen, gibt es hier.    

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen