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Locker körnig, aromatisch und ohne Schadstoffe sollte ein guter Basmatireis sein.
Locker körnig, aromatisch und ohne Schadstoffe sollte ein guter Basmatireis sein.(Foto: imago/Science Photo Library)
Mittwoch, 29. August 2018

Enttäuschendes Ergebnis: Jeder fünfte Basmatireis ist "mangelhaft"

Reis ernährt Milliarden Menschen. Aber nicht nur in Asien wird bei der Sättigungsbeilage zugelangt. Besonders beliebt: Basmatireis. Doch nicht wenige Produkte sind nicht frei von Schadstoffen und deshalb nicht zum Verzehr geeignet, wie die Stiftung Warentest urteilt.

Reis ist vor allem im asiatischen Teil der Welt Grundnahrungsmittel. Circa 91 Kilogramm jährlich verzehren allein die Chinesen pro Kopf von dem Getreidekorn. In Deutschland werden die Teller zwar noch häufiger mit Kartoffeln gefüllt, aber auch hier steht Reis hoch im Kurs - immerhin 5 Kilogramm davon verzehrt jeder Deutsche pro Jahr.

Und warum auch nicht? Schließlich gilt Reis wegen seines geringen Fettgehalts als sehr bekömmlich. Und eben auch schmackhaft. Besonders der Basmatireis ist beliebt. Der lang­körnige, schlanke Reis wächst am Fuße des Himalaja in Indien und Pakistan. Er ist besonders aromatisch und hat bereits ungekocht eine charakteristische Duftnote. Basmati bedeutet denn auch auf Hindi duftend.

Weniger dufte ist allerdings das Ergebnis eines Tests welchem die Stiftung Warentest 31 Basmati-Produkte unterzog. Darunter fanden sich weißer Reis – lose verpackt und im Kochbeutel – sowie Voll­korn­reis und vorgegarter Reis für die Mikrowelle. Die Gesamt­urteile reichen von "gut" bis "mangelhaft". Die Produkte kosten zwischen 1,78 Euro und 8,45 Euro pro Kilogramm, was aber laut der Tester kein Indiz für Qualität ist. In der Teilnote "Sensorik" (Geruch, Geschmack, Konsistenz und Mund­gefühl) schaffen es immerhin drei Produkte ein "sehr gut" zu bekommen. Allerdings fällt jeder fünfte Basmatireis im Test durch. Was am Vorhandensein von Schad­stoffen, geschmacklichen Fehlern ­und mangelnder Sorten­reinheit liegt.

Insgesamt elf Produkte erhalten im Prüf­punkt Schad­stoffe nur ein "ausreichend" oder eben "mangelhaft". Hier wurden Pestizide, Begasungs­mittel und ein Schimmelpilzgift im Reis nachgewiesen. Zudem wurde bei fünf Basmatis der Grenzwert für das Fungizid Tricyclazol überschritten. Aber immerhin ist Arsen bei Basmatireis kein Thema. Denn eigentlich nimmt die Reis­pflanze per se das Gift aus dem Boden auf und reichert es im Kern an. Anorganisches Arsen gilt als krebs­er­regend. Alle Produkte im Test unter­schreiten den zulässigen Grenz­wert aber deutlich.

Als insgesamt "gut" wurden schließlich nur fünf weiße, lose verpackte Reise befunden. So unter anderem die preiswerten "Golden Sun Traditioneller Basmati Reis" von Lidl und der "Le Gusto Basmati Reis" von Aldi Süd (beide 1,99 Euro pro Kilo).

Nicht gereicht hat es im Test unter anderem für den "Bio Basmati Reis Vollkorn" von DM, den losen, weißen Reis von Fair East und den Mikrowellenreis "Satori Asian Style Basmati Reis gekocht" von Netto. Die mangelhafte Bewertung wurde von den Testern mit geschmacklichen Defiziten und dem erhöhten Vorkommen von Schadstoffen begründet.

Quelle: n-tv.de