Ratgeber

Rendite für Teenager Jugendkonten: Bis zu zwei Prozent Zinsen

imago88595474h.jpg

(Foto: imago/SKATA)

Die Kinder von heute sind die Kunden von morgen. Das gilt auch für Bankgeschäfte. Zwar bemühen sich nicht alle Geldhäuser aktiv um die junge Zielgruppe. Vielfach finden sich aber hervorragende Angebote, wie ein Test zeigt.

Für Schüler und Auszubildende wird das eigene Girokonto immer wichtiger. Egal, ob fürs Taschengeld, den Ferienjob oder das Ausbildungsgehalt. Doch wo erhalten junge Menschen die besten Konditionen?

ntv hat die FMH-Finanzberatung beauftragt herauszufinden, was die Banken Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren anbieten, damit sie ein Konto eröffnen. Die Frankfurter Experten haben dabei nicht nur auf Kosten und Gebühren sowie die Verzinsung geachtet. Auch die Möglichkeiten zum bargeldlosen Zahlen per Karte bzw. mit Apple oder Google Pay flossen in die Bewertung ein. Die Ergebnisse sind vielfältig.

Spitzenzinsen bei einzelnen Banken

Bei den Kontoführungsgebühren ist das Bild zunächst noch relativ einheitlich. Mit wenigen Ausnahmen sind fast alle Jugendkonten ohne monatliches Entgelt zu haben. Auch eine Bankkarte zum Bezahlen bieten fast alle untersuchten Anbieter gratis an. Deutliche Unterschiede hingegen bestehen in Sachen Zinsen.

Bei den regionalen Banken zahlen immerhin zwölf der 28 untersuchten Anbieter Guthabenzinsen von 0,5 Prozent und mehr. Gleiches gilt für die überregional tätige BBBank. Die beste Guthabenverzinsung erhalten Heranwachsende bei der PSD Bank Berlin-Brandenburg: Hier gibt es bis zur Einlagesumme von 2.500 Euro stolze zwei Prozent Habenzins aufs Giroguthaben. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist das ein absoluter Spitzenwert.

Deutliche Unterschiede bestehen auch bei den Kosten für eine Prepaid-Kreditkarte. Während etliche Anbieter hier auf ein Entgelt verzichten, nehmen andere Banken zum Teil recht stolze Gebühren. Spitzenreiter sind die PSD Bank München und die GLS Bank, die den Teenies immerhin 30 Euro pro Jahr abknöpfen.

Relevant für die "Generation Handy" ist natürlich das Thema Mobile Payment. Etliche Banken bieten sowohl die Varianten für Android- als auch für Apple-Betriebssysteme an oder offerieren zumindest ein eigenes System. Lediglich die OLB Bank verzichtet bei den bundesweit tätigen Banken ganz auf diesen Service.

Attraktive Zusatzleistungen und Aktionen

Die größten Unterschiede finden sich allerdings bei den Zusatzleistungen und Aktionen. Hier legen sich etliche Geldhäuser richtig ins Zeug: Damit die jungen Kunden selbst kleine Veränderungen beim Kontostand im Blick behalten, verschicken viele Banken SMS oder Mails mit den Kontobewegungen.

Teils sorgen die Geldhäuser sogar selbst für Zahlungseingänge. Besonders hervorzuheben ist die Taschengeldaufbesserung von 7,50 Euro pro Quartal durch die PSD Bank Nürnberg. Andere Banken, etwa die HVB, locken junge Kunden mit Startguthaben von bis zu 50 Euro oder versenden einen Vorteils-Newsletter, der den Abonnenten satte Rabatte in diversen Online-Shops sichert.

Fazit: Während die Banken erwachsene Giro-Kunden inzwischen fast flächendeckend zur Kasse bitten, gibt es für die 14- bis 18-Jährigen noch richtig gute Angebote. Sehr gut schneiden hier vielfach die regionalen Anbieter ab: Den ersten Platz belegt die PSD Bank Nürnberg, gefolgt von der PSD Bank Berlin-Brandenburg und der MBS Potsdam. Bei den bundesweit tätigen Banken inklusive der Direktbanken, die ein spezielles Jugendkonto anbieten, fallen die comdirect bank bei den Direktbanken und die BBBank bei den Filialbanken positiv auf. Zudem bieten die Commerzbank und die HypoVereinsbank attraktive Konditionen für junge Kunden.

Alle, die noch auf der Suche nach dem passenden Konto für die eigenen Bedürfnisse sind, können für ihre Recherchen den Giro-Vergleich bei ntv nutzen.

Quelle: ntv.de