Ratgeber

Reich statt süchtig Mit dem Rauchstopp zum Vermögen?

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Man kann besseres mit seinem Geld machen ...

(Foto: imago/MITO)

Rauchen ist tödlich. Und teuer. Klingt also nicht nach der schlechtesten Idee, das Qualmen einfach sein zu lassen. Vor allem dann, wenn man es mit etwas Geschick mit der eingesparten Kohle für die Kippen zu einigem Wohlstand bringen kann.

"Sucht bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet." Das war's eigentlich schon. Zigaretten sind eine Droge. Und jeder vierte Deutsche über 15 ist ein Junkie. Denn so viele greifen hierzulande immer noch regelmäßig zur Zigarette. Trotz aller damit einhergehenden bekannten gesundheitlichen Gefahren.

Das ist die eine Seite der Nikotinsucht. Die andere Seite ist die, dass Rauchen teuer ist - und immer teurer wird. Vor allem auch deshalb, weil der Staat zwar einerseits darauf bedacht ist, dass seine steuerzahlenden Bürger gesund und leistungsfähig bleiben, zum anderen aber gerne in Form von Steuern vom zwanghaften Laster der Qualmer profitiert. Nun ja, beim Umgang mit Alkohol läuft es ähnlich.

Doch unabhängig davon hat das Verbraucherportal "Verivox" mal einen Blick auf die finanziellen Auswirkungen der Sucht geworfen. Und nennt ein paar Zahlen: 6,70 Euro kostet eine Schachtel mit 20 Marken-Zigaretten heute laut Deutschem Zigarettenverband. In den letzten 10 Jahren mussten Raucher im Schnitt jährliche Preiserhöhungen von 3,19 Prozent hinnehmen. Wenn die Preise weiter so steigen, gäbe ein Raucher, der eine Schachtel pro Tag raucht, 13.055 Euro in fünf Jahren für Zigaretten aus. Das entspricht in etwa dem Kaufpreis eines neuen Kleinwagens.

Rund 200 Euro monatliches Sparpotenzial

Bei einem Konsum von einer Schachtel pro Tag könnten Ex-Raucher bei einem Rauchstopp gut 204 Euro im Monat sparen. Wenn Ex-Raucher dann das eingesparte Geld nicht einfach verprassen oder auf dem Girokonto verkümmern lassen, sondern gewinnbringend anlegen, können sie noch mehr herausholen. "Für die regelmäßige Geldanlage ist ein ETF-Sparplan besonders gut geeignet", sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.

Denn dann könnte sich der vernunftsbegabte Mensch nach 20 Jahren über ein Vermögen von 112.758 Euro freuen. Vorausgesetzt an den Börsen läuft es auch weiterhin so wie in der Vergangenheit. Bei der genannten Summe ist die Abgeltungssteuer und der Solidaritätszuschlag schon eingerechnet. Für die Modellrechnung wurde das Geld in einen ETF-Sparplan mit durchschnittlicher Dax-Rendite investiert. Hier konnten Anleger bei einer 15-jährigen Geldanlage im Schnitt über 6,54 Prozent Rendite pro Jahr kassieren. Für die Berechnung wurden die Sparraten jährlich um 3,19 Prozent - der durchschnittliche Tabakpreissteigerung - erhöht.

Wer es noch etwas sicherer haben möchte, legt das ersparte Geld in einen ETF in den weltweit anlegenden MSCI World-Index an. Der kommt in den vergangenen 15 Jahren auf rund 7 Prozent Wertentwicklung im Schnitt pro Jahr. Somit wäre eine bessere Streuung des Kapitals errreicht. Wer nicht nur der Zigarette, sondern auch allem anderen Schlechtem dieser Welt abschwören möchte, investiert in einen nachhaltigen ETF. Diese verzichten auf Unternehmen, die schmutzige Geschäfte machen - etwa Streumunition herstellen, Öl und Kohle fördern oder mit Kinder­arbeit Umsatz erzielen. Oder eben in Form von Alkohol und Tabak an der Sucht der Menschen verdienen.  

Wer noch weiter diversifizieren und damit das Risiko von Verlusten minimieren möchte, nimmt den einen oder anderen Zusatz-ETF mit ins Boot - Geld ist ja durch den Rauchverzicht ordentlich vorhanden. Lediglich der sogenannte Home Bias sollte vermieden werden. Der gefährdet zwar nicht die Gesundheit, aber eben das Vermögen. 

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Quelle: n-tv.de, awi

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