Ratgeber

Im Bett mit Warentest Nur zwei Matratzen taugen für alle

Mit einer Einheitsmatratze soll guter Schlaf gelingen - egal, ob der Ruhende zierlich, kräftig, klein oder groß ist. Mit dem Versprechen "one fits for all" werben viele Hersteller. Laut einem aktuellen Warentest trifft dies aber nur auf wenige Unterlagen zu.

Schon blöd, wenn der Schlaf durch eine miese Bettstatt gestört ist. Insbesondere da die Stiftung Warentest regelmäßig darüber informiert, wo Schläfer gut ruhen. So auch jetzt wieder. Schließlich verbringt der Mensch rund ein Drittel seiner Lebenszeit im Bett. Da sollte schon die richtige Unterlage gewählt werden.

Um eine weniger erholsame Nachtruhe zu vermeiden, geben die Deutschen auch viel Geld für die nötige Hardware aus. Was gar nicht unbedingt nötig wäre, wie auch der aktuelle Test von Stiftung Warentest ergibt. Diesmal unter der Lupe: 18 Einheitsmatratzen aus Kaltschaum zu Preisen zwischen 199 und 450 Euro. Die sogenannten "one fits for all"-Produkte werben damit, dass alle Schläfer - egal ob zierlich, kräftig, klein oder groß - gut ruhen. 

Wie immer gilt, dass eine gute Matratze den Körper in Rücken- und Seitenlage gut abstützt. Dabei passt sie sich in der Rückenlage so an, dass die Doppel-S-Form der Wirbelsäule erhalten bleibt. In Seitenlage lässt sie Schulter und Becken so tief einsinken, dass sich zwischen Halswirbelsäule und Steißbein eine gerade Linie bildet.

Nicht auf das Probeliegen verzichten

Ergebnis der Untersuchung? Nur für zwei Einheitsmatratzen vergibt Warentest die Note "gut". Derart wurden die "Emma One" und die baugleiche "Dunlopillo Elements" als Testsieger gekürt (1,7). Erstere ist für 299, letztere für 400 Euro zu haben. Aber immerhin können die Tester ob der mauen Ausbeute weiterhin noch erhältliche Modelle aus frühreren Tests empfehlen. Als da unter anderem wären: Die "Allnatura Supra-Comfort Allergie" (710 Euro), "Bodyguard" von Bett1.de für 199 Euro und die "Union Unicor TFK" (149 Euro). Alle anderen Matratzen im Test wurden immerhin als "befriedigend" befunden.

Trotz der guten Ergebnisse sollte auch bei den genannten Modellen auf ein ausgiebiges Probeliegen keinesfalls verzichtet werden. Hier ist zu beachten, dass Seitenschläfer mit Schultern und Becken ähnlich tief und nicht zu stark einsinken. Rückenschläfer hingegen dürfen nicht das Gefühl haben, auf einer Hängematte zu liegen. Insbesondere beim Online- oder Discounter-Einkauf sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die Matratze im Rahmen des Rückgaberechts gegebenenfalls auch unverpackt zurückgegeben werden kann. Letzteres sollte eigentlich ohnehin durch ein entsprechendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs auch ohne Ärger möglich sein. 

Quelle: n-tv.de, awi

Mehr zum Thema