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Arsen, Schimmelpilze, PestizideSchadstoffe in jedem Reis - nur vier sind "gut"

28.04.2026, 10:37 Uhr
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Metalle, Schimmelpilze, Pestizide: Nur jede zehnte Reispackung befand die Stiftung Warentest für "gut". (Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn)

Reis passt zu vielen Gerichten als Beilage. Was den Genuss allerdings trübt, sind Schadstoffe. Ein Test macht das Problem deutlich. Mit der richtigen Zubereitung kann man gegensteuern.

Basmati, Jasmin, Parboiled, Vollkorn und Rundkorn - alle Reisarten sind laut der Stiftung Warentest schadstoffbelastet.

In ausnahmslos jedem Reis kam das Halbmetall Arsen vor, das wegen seiner giftigen Eigenschaften oft den Schwermetallen zugeordnet wird. Es gelangt über Böden und Wasser im Anbaugebiet in den Reis. Auch Kadmium war vereinzelt enthalten.

Zwar überschritt im Test keines von 40 Produkten die offiziellen Grenzwerte. Aber die Stiftung schaute nach Abstufungen und fand deutliche Unterschiede, wie viel etwa an Metallen, Schimmelpilzen oder Pestiziden in den kleinen Körnern unterschiedlichster Anbieter steckte.

Das unerfreuliche Fazit: Lediglich jede zehnte Reispackung erreicht die zweitbeste Note "Gut". Acht Produkte sind aufgrund der Schadstoffhöhe nur "ausreichend", drei von ihnen tragen ein Bio-Logo. Alle anderen liegen als "befriedigend" in der Mitte.

Das sind die "guten" Testsieger:

  • "K-Classic Langkorn Parboiled Reis" von Kaufland (Note 2,3)

  • "Vollkorn Bio Jasmin Reis" von Reishunger (2,3)

  • "Pure Original Basmati" von Tilda (2,4)

  • "Basmati" von Akash (2,5). 

Das können Sie selbst tun

Was das Arsen angeht, das sich in Reis nicht komplett vermeiden lässt, schneidet Basmatireis insgesamt noch am besten ab.

Die gute Nachricht außerdem: Sie können bei der Zubereitung den Schwermetallgehalt im Reis verringern. Zum einen sollten Sie den rohen Reis vor dem Kochen waschen. Am besten spülen Sie die Körner, bis das Wasser klar ist.

Erst kochen, dann quellen

Zum anderen kann man Reis mit viel Wasser kochen, das man hinterher abgießt. Dafür sprechen die Tests der Stiftung Warentest. Konkret ratsam:

  1. Kochen Sie den Reis für fünf Minuten in der vierfachen Menge Wasser.

  2. Gießen Sie dann das Wasser ab und ersetzen Sie es durch frisches Wasser, diesmal aber nur die zweifache Menge. 

  3. Den Reis so lange garen, bis das Wasser aufgesogen ist. 

Laut einer Studie sinke damit der Arsengehalt in Vollkornreis um 54 Prozent, in weißem Reis um 73 Prozent, heißt es von der Stiftung Warentest.

Die Experten raten dazu, Reis nicht täglich zu essen, sondern nur ein- bis zweimal pro Woche. Das nützt auch der Umwelt, denn Reis hat im Vergleich zu heimischen, stärkehaltigen Beilagen wie Dinkel oder Grünkern einen hohen CO2-Fußabdruck.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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