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"Wenn Sie eine Pizza wären ..." Skurrile Fragen im Bewerbungsgespräch

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Klar ist, manche Fragen dürfen Personaler nicht stellen.

(Foto: imago/wolterfoto)

Der Wunsch-Job scheint zum Greifen nah. Nach erfolgreicher schriftlicher Bewerbung, gilt es nur noch das persönliche Gespräch zu bestehen. Doch wenn das nur so einfach wäre. Denn manche Personaler lassen es richtig krachen.

Um das Vorstellungsgespräch erfolgreich zu bestehen, gilt es neben einer guten Selbstvermarktung auch durch Kompetenz und Persönlichkeit zu punkten. Doch um Bewerber aus der Reserve zu locken, stellen Personalchefs deshalb schon mal die eine oder andere knifflige oder auch abwegige Frage, schließlich gilt es, die Eignung der Bewerber für eine offene Stelle zu prüfen.

Das Vergleichsportal Gehalt.de hat 509 Personen zu ihren skurrilsten Erfahrungen in Bewerbungsgesprächen befragt. Grundsätzlich gaben rund 70 Prozent der Teilnehmer an, sich bei einem Bewerbungsgespräch schon einmal unwohl gefühlt zu haben. Die meisten davon (rund 60 Prozent) aufgrund von Respektlosigkeit oder Unhöflichkeit. Circa 5 Prozent geben Sexismus als Grund an. Trotzdem haben 76 Prozent der Bewerber den Umstand hingenommen und das Gespräch zu Ende geführt. Rund 22 Prozent beschwerten sich erst im Nachhinein oder brachen das Gespräch vorzeitig ab.

Wenn der Bewerber eine Pizza ist

Klar ist, manche Fragen dürfen Personaler nicht stellen. Dazu gehört seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz die Frage nach einer möglichen Schwangerschaft. Zudem können persönliche Fragen schnell in Diskriminierung abrutschen. So sollten Bewerber auf Fragen wie "Seit wann sind Sie Deutsche?" oder "Sie sehen ja gar nicht so ausländisch aus, wie Ihr Name klingt?" nicht eingehen. Werden die Fragen allerdings allzu unangebracht oder diskriminierend, sollte der Bewerber das Bewerbungsgespräch professionell abbrechen, rät der Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Doch nicht jede Frage ist auch unlauter. Denn durch ausgefallene Fragen testen Personalberater die analytischen Fähigkeiten, die Kreativität oder die Schlagfertigkeit des Bewerbers. Hier sind die skurrilsten Fragen, die laut der Untersuchung den befragten Bewerbern bisher in ihren Vorstellungsgesprächen gestellt wurden:

  • Mit welcher Rolle im Sportverein assoziieren Sie Ihre Führungsposition?
  • Welchen Belag hätten Sie, wenn Sie eine Pizza wären?
  • Wenn Sie eine Frucht wären, welche wären Sie?"
  • Sind Sie wirklich der Meinung, dass eine Frau in der Rechtsabteilung eines großen Unternehmens etwas zu suchen hat?
  • Haben Sie öfters Mordgedanken?
  • Können Sie mir diesen 08/15 Kugelschreiber verkaufen?
  • Singen Sie mal ein Lied auf Französisch!
  • Was finden Sie in diesem Raum besonders harmonisch?
  • Wie haben Sie zu uns gefunden?" (Es ging um den Anfahrtsweg zum Bewerbungsgespräch)
  • Warum tragen Sie einen Bart?
  • Hätten Sie gerne Sex mit mir auf dem Besprechungstisch?
  • Würden Sie einen Tank befüllen, selbst, wenn er bereits voll wäre?
  • Sind Sie bereit, mit den Kollegen in einer WG zu leben?

Doch abgesehen davon: Rund 25 Prozent der Befragten geben in der Untersuchung an, sich bei einem Bewerbungsgespräch schon selbst einen Fauxpas geleistet zu haben. Die am häufigsten genannten Gründe (32 Prozent) sind unzureichende Vorbereitung auf das Gespräch und fehlende Fachkenntnisse. Andere Ursachen sind ein unprofessioneller Umgangston mit den Personalern (27 Prozent), mangelnde Konzentration (18 Prozent) und unaufgeforderte Kritik am Unternehmen (11 Prozent).

Quelle: ntv.de, awi

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