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Warentest trinkt Tee Nur ein Roibuschtee fällt durch

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Viele Roibuschtees können uneingeschränkt genossen werden.

(Foto: imago stock&people)

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Tee wird generell eine wohltuende bis gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. So auch Roibuschtee. Er enthält viele sekundäre Pflanzen­stoffe, welche antioxidativ wirken. Ob in dem Getränk auch Schadstoffe enthalten sind, hat die Stiftung Warentest untersucht.

Auch Roibuschtee ist in aller Munde. Das Getränk aus dem Strauch, der in südwestlichen Bergregionen Südafrikas wächst, wird in mehr als 60 Länder exportiert. Wie so vielen anderen Teesorten, wird auch ihm eine gesundheitsfördernde Wirkung unterstellt. Das liegt an den in ihm enthaltenen Flavonoiden. Diese sekundären Pflanzen­stoffe wirken antioxidativ. Grün- und Schwarztee bieten allerdings mehr davon. Abgesehen davon fehlen wissenschaftliche Belege, dass der Konsum etwa das Krebs­risiko senkt. Die rote Farbe des Tees entsteht übrigens beim Fermentieren.

Die Stiftung Warentest hat elf Roibuschtees (auch Rooibos oder Rotbusch) auf kritische Substanzen geprüft. Untersucht wurden die Produkte auf Schad­stoffe wie Aluminium, Anthrachinon, Chlorat, Perchlorat, Pestizide und Pyrrolizidinalkaloide.

Das Ergebnis: Viele Tees können uneingeschränkt genossen werden. Was auch daran liegt, dass er frei von Koffein ist und somit nicht aufputscht.

Ein wenig Chlorat und Beikräuter

Der "Bio-Rooibos-Tee" von Alnatura über­schreitet den zulässigen Grenz­wert für Chlorat. Zu viel Chlorat kann die Jodaufnahme hemmen. Das bewerten die Tester mit "mangelhaft". Doch auch wenn Chlorat vollständig in den Aufguss übergeht, birgt der Tee kein Gesundheitsrisiko. Der nachgewiesene Gehalt kommt auf weniger als ein Prozent der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit genannten täglich tolerierbaren Menge. Zugleich ist der Alnatura-Tee der einzige im Test, der frei von Pyrrolizidinalkaloiden war.

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Diese Pflanzengifte gelten als leberschädigend und möglicher­weise krebs­er­regend und gelangen über geerntete Beikräuter in den Tee. "Tee Gschwendner" schöpft diesen Wert zu rund 20 Prozent aus, was Warentest mit "befriedigend" bewertet.

Im Schadstofftest liegen final zwei Beuteltees ganz knapp vorn: der "Rooibos Tee Natur" von Gepa" für 7,50 Euro pro 100 Gramm und der günstige "Lidl Lord Nelson Rooibos Pur" von Lidl für 1,78 Euro. Der beste lose Rooibos ist ein Bioprodukt, kommt vom Tee Handelskontor Bremen und ist für 5,75 Euro zu haben (alle drei "gut").

(Dieser Artikel wurde am Freitag, 22. April 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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