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Vertragswirrwarr vermeiden Tipps für die Online-Partnervermittlung

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Bei manchen Online-Dating-Plattformen kommunizieren auch Mitarbeiter des Anbieters anstelle echter Singles.

(Foto: imago stock&people)

Die Liebe hat so ihre Tücken. Erst recht, wenn nicht nur das Herz, sondern auch der Geldbeutel gefragt ist. So auch manchmal beim Online-Dating. Damit die Suche von einsamen Herzen finanziell nicht zum Ärgernis wird, geben Verbraucherschützer ein paar Hinweise.

Online-Dating ist mittlerweile voll im Mainstream angekommen. Demzufolge boomen Partnervermittlungen, Singlebörsen und Erotikportale. Versprechen sie doch den passenden Deckel für jeden Topf und für jede Lebensphase parat zu haben. Oftmals sind die Angebote solcher Dienstleister jedoch nicht kostenlos und an bestimmte Vertragslaufzeiten gebunden - und bergen somit ihre Tücken. Je nachdem, wo ein entsprechender Kontrakt unterzeichnet wird, können auf den Suchenden Kosten in Höhe von 20- bis 70 Euro monatlich zukommen. 

Grundsätzlich liegt der Unterschied zwischen Partnervermittlung und Singlebörse darin,  dass erstere konkrete Partnervorschläge machen, die anhand persönlicher Angaben und Suchkriterien nach Übereinstimmung ausgewählt werden. Bei Singlebörsen suchen Verbraucher auf dem Portal selbst aktiv nach Personen, die sie kennenlernen möchten. Wichtig: Bei den Kündigungsfristen gelten unterschiedliche Regelungen für Partnervermittlungen und Singlebörsen.   

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat 12 Tipps parat, damit die Suche nach der Liebe nicht durch Vertragswirrwarr, falsche Hoffnungen und Rechnungsfrust beeinträchtigt wird. Auf geht's:  

1. Was wird gesucht?

Das Angebot an Partnervermittlungen, Singlebörsen und Erotikportalen ist groß. Potentielle Nutzer sollten sich überlegen was Sie suchen - einen Partner fürs Leben, für Freizeitaktivitäten oder ein schnelles Abenteuer.

2. Den Vertragspartner kennen

Wer online sucht, sollte vor der Anmeldung einen Blick in das Impressum der Internetseite werfen. Hat der Betreiber eines Portals seinen Sitz außerhalb der EU, etwa in der Schweiz oder in der Türkei, ist es häufig mühsamer Rückzahlungsansprüche durchzusetzen.

3. Die Leistungen checken

Verbraucher sollten vorab prüfen, welche Leistungen sie tatsächlich erwarten können. Wird wirklich der Kontakt zu den beworbenen Personen hergestellt oder erhält man lediglich Partnervorschläge oder muss man sich sogar selbst durch Profile klicken? Bei manchen Online-Dating-Plattformen kommunizieren auch Mitarbeiter des Anbieters anstelle echter Singles.

4. Vorsicht bei kostenloser Mitgliedschaft und Testangeboten

Kostenfreie Mitgliedschaften bei Partnervermittlungen ermöglichen in der Regel keinen Austausch mit anderen Partnersuchenden und sind daher ohne Nutzen für den Verbraucher. Auch bei Testangeboten wie "1 Euro für 14 Tage" sollten Verbraucher vorsichtig sein. Diese Verträge verlängern sich nach Ablauf der Testphase oft in teure Mitgliedschaften.

5. Laufzeit wählen

Je länger die Laufzeit eines Vertrags, desto günstiger der monatliche Beitrag. Gefällt das Angebot allerdings nach kurzer Zeit nicht mehr, sind Verbraucher bei Single-Portalen an die Laufzeit gebunden und bei Partnervermittlungen müssen sie sich voraussichtlich über das Recht zur außerordentlichen Kündigung streiten. Wer eine kurze Laufzeit wählt, kann ohne großes finanzielles Risiko sehen, ob ein Angebot den Vorstellungen entspricht.

6. Vertrag rechtzeitig kündigen

Bei automatischen Vertragsverlängerungen empfiehlt sich eine rechtzeitige Kündigung per Einwurf-Einschreiben - am besten zeitnah nach Vertragsschluss. Das Kündigungsschreiben muss bis zum Kündigungstermin beim Anbieter eingegangen sein.

7. Nicht sofort für den gesamten Zeitraum bezahlen

Einige Anbieter verlangen eine Bezahlung vorab für die gesamte Laufzeit oder eine hohe Anzahlung. Eine monatliche Zahlweise ist selbst bei etwas höheren Kosten besser, denn Verbraucher müssen ihrem Geld im Streitfall nicht hinterherlaufen.

8. Frist für Widerruf beachten

Wurde ein Vertrag online oder in der Wohnung des Verbrauchers geschlossen, kann er innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsschluss widerrufen werden. Fordert der Anbieter im Falle des Widerrufs einen (hohen) Wertersatz, sollten Verbraucher diesen nicht voreilig zahlen, sondern sich rechtlich beraten lassen.

9. Kündigungsfristen kennen

Singlebörsen und Erotikportalen kann zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit gekündigt werden. Partnervermittlungen, die konkrete Kontaktvorschläge unterbreiten, sind jederzeit fristlos kündbar. Es sind dann nur die bis zum Zeitpunkt der Kündigung erbrachten Leistungen zu zahlen.

10. Daten löschen 

Alle persönlichen Daten sollten nach Vertragsende gelöscht werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fordert den Anbieter ausdrücklich dazu auf und lässt sich die Datenlöschung schriftlich bestätigen.

11. Kleingedrucktes zum Datenschutz 

Manche Anbieter behalten sich vor, Profile auf weiteren Portalen zu verwenden, auf denen Partnersuchende sich nie angemeldet haben. Von solchen Angeboten sollten Verbraucher Abstand nehmen.

12. Persönliches Treffen 

Wer Traumpartner oder -partnerin gefunden hat, vereinbart am besten ein persönliches Treffen an einem öffentlichen Ort, um herauszufinden, ob die Person tatsächlich den Erwartungen entspricht.

Quelle: n-tv.de, awi

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