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Homeoffice ja, aber Unterschied mobile Arbeit und Telearbeit

In Deutschland hat der Arbeitgeber in Sachen Home-Office ein Mitspracherecht. Foto: Daniel Naupold

Derzeit sind die eigenen vier Wände gefragt - auch beim Arbeiten.

(Foto: dpa)

Homeoffice, Mobiles Office, Telearbeit: Ist das nicht alles dasselbe? Im Arbeitsrecht haben die Begriffe unterschiedliche Bedeutungen.

Aufgrund der Coronapandemie arbeiten nach wie vor viele Berufstätige nicht an ihrem üblichen Arbeitsplatz. Das heißt aber nicht automatisch, dass sie in einem Homeoffice tätig sind. Denn verschiedene Bezeichnungen haben unterschiedliche Bedeutungen. Welche Regeln gelten?

Wenn es um die Rechte und Pflichten bei der Arbeit zu Hause geht, ist für Beschäftigte die Unterscheidung zwischen mobiler Arbeit und der sogenannten Telearbeit wichtig.

Telearbeit

Der Begriff Telearbeit bezeichnet die Arbeit an einem fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz im häuslichen Umfeld. Für die Einrichtung, zum Beispiel das Mobiliar und die Technik, ist hier der Arbeitgeber verantwortlich, erläutert die Deutsche Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in einer Publikation. Grundlage sind die Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung. Wichtig ist, dass Arbeitgeber und Beschäftigte die Bedingungen der Telearbeit im Arbeitsvertrag oder im Rahmen einer Vereinbarung festgelegt haben. Dort steht, dass es sich um vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten handelt. Der Arbeitgeber hat für sie eine wöchentliche Arbeitszeit vereinbart und die Dauer der Einrichtung festgelegt.

Mobiles Arbeiten

Diese Arbeitsform meint, dass Beschäftigte ihre Arbeit zeitweise an beliebigen Orten erledigen können. Die Arbeit im Homeoffice ist laut DGUV eine "besondere Form des mobilen Arbeitens, die es Beschäftigten ermöglicht, nach vorheriger Abstimmung mit dem Arbeitgeber zeitweilig im Privatbereich tätig zu sein." Im Gegensatz zu Telearbeit ist mobiles Arbeiten aber nicht weiter gesetzlich definiert. Für mobiles Arbeiten gilt auch die Arbeitsstättenverordnung nicht. Dennoch sind hier die Vorgaben für Bildschirmarbeitsplätze zu beachten.

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Was gilt für beide Arbeitsformen?

Für beide Arbeitsformen regelt das Arbeitsschutzgesetz, dass der Arbeitgeber gegenüber Beschäftigten im Homeoffice verpflichtet ist, alle notwendigen Maßnahmen zum Arbeitsschutz zu ergreifen. Auch die Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes müssen eingehalten werden, zum Beispiel die regelmäßige werktägliche Arbeitszeit von acht Stunden. Telearbeit und mobile Arbeit stehen grundsätzlich unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Allerdings ist der Versicherungsschutz jeweils sehr eng auf die Arbeitstätigkeit selbst bezogen und nicht auf das Umfeld, in dem sie verrichtet wird. Wer also beim Arbeiten zu Hause zum Beispiel auf dem Weg zur Toilette stürzen sollte, steht in der Regel nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Quelle: ntv.de, awi/dpa