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Linsenpasta im Test Was taugen die Nudel-Alternativen?

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Schauen schon mal nicht schlecht aus, die Nudeln aus Linsen und Sojabohnen (Foto Öko-Test).

(Foto: Öko-Test)

Nudeln? Gehen immer. Wenn die nur nicht so fett machen würden. Okay, das war ein wenig drastisch, aber die in den herkömmlichen Produkten enthaltenen Kohlenhydrate sind zuletzt etwas in Verruf geraten. Doch es gibt Alternativen ohne den Stoff: aus Hülsenfrüchten und mit viel Protein. Öko-Test verrät, wie die so sind.

Ein Leben ohne Nudeln ist für viele Menschen nicht vorstellbar. Zumindest, bis das nächste Mal auf die Waage gestiegen wird. Denn dann wird wieder mit der eigenen Ernährung und dem verfehlten Wunschwert gehadert. In letzter Zeit werden vor allem Kohlenhydrate für Gewichtszunahmen verantwortlich gemacht. Und die finden sich reichlich in Spaghetti, Spirelli, Fusilli & Co. Noch dazu sind die auch noch aus Weizen. Denn auch der macht dank der Empfehlungen mancher Ernährungsexperten eine schwere Zeit durch.

Ob Kohlenhydrate und Weizen tatsächlich dick und krank machen, soll an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Fakt ist jedoch, dass immer mehr Menschen zu Alternativprodukten greifen. Und die sind vorhanden. Da gibt es zum Beispiel Pasta aus Linsen, Erbsen und Co. Die kommen nicht nur ohne die beiden kritisch beäugten Inhaltsstoffe aus, sondern liefern auch noch jede Menge Eiweiß, was derzeit wiederum sehr gefragt ist.

Wie gut, dass es Öko-Test gibt, denn die Experten haben 19 Pasta-Produkte aus Hülsenfrüchten unter die Lupe genommen und damit möglicherweise Nudelfans eine Antwort auf die quälende Frage "Sünde oder Verzicht?" geliefert. Und die Tester haben gleich mal Gutes zu vermelden. Wegen ihrer höheren Gehalte an Ballaststoffen und Eiweiß sättigen die Hülsenfrüchtenudeln besser als normale Nudeln. Allerdings sind sie deshalb für manche Menschen möglicherweise auch etwas schwerer bekömmlich. Dagegen helfen Gewürze wie Majoran, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Koriander oder Kreuzkümmel. 

Bio kann punkten

Aber abgesehen davon kann Öko-Test fünf Bio-Produkte als "sehr gut" empfehlen. Ein Produkt ist "gut". Zwölf liegen im Mittelfeld, eins fällt durch: Die "Alb-Gold Fit'n'Free-Nudeln" sind stark mit Mineralölkomponenten belastet und wurden deshalb für "ungenügend" befunden. In gut zwei Dritteln der Nudeln wird generell die Verunreinigung mit den Mineralölkomponenten MOSH/POSH festgestellt. Gesättigte Mineralöle reichern sich im Körper an und können Organe schädigen. In fünf Produkten stecken zusätzlich aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Darunter können auch krebserregende Verbindungen sein.

In vier Produkten sind laut der Untersuchung Spuren des bedenklichen Pestizids Glyphosat zu finden. Der umstrittene Unkrautvernichter steht ebenfalls im Verdacht, Krebs zu erregen. In drei Bio-Produkten überschreiten die Rückstände den Orientierungswert des Bundesverbands Naturkost Naturwaren für Bio-Ware.

Bleibt noch die Frage zu klären, ob die Hülsenfrüchtepasta denn wenigstens auch schmeckt: Ja, tut sie. Zumindest manche der Produkte. Andere riechen muffig, künstlich und brandig, sind klebrig im Mund oder schmecken leicht bitter.

Mit gutem Gewissen denn Teller vollhauen können sich Schlemmer laut Testergebnis unter anderem mit den "Alnatura Grüne Erbsen Drelli" ("sehr gut", 2,79 Euro für 250 Gramm, bio), den Byodo Volanti Pasta Speziale Rote Linse und ("sehr gut", 3,79 Euro für 250 Gramm, bio) und den "Bio Fusilli Kichererbsen ("sehr gut", 2,46 Euro für 250 Gramm, bio) von DM. 

Quelle: n-tv.de, awi

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