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Besser nicht bio Was taugt Thunfisch?

Wenig Fett, viel Eiweiß, viel wichtiges Omega 3 - aber auch viel ungutes Quecksilber? Wie gesund ist der begehrte Raubfisch? Die Stiftung Warentest hat 20 Thunfisch-Produkte auf Schadstoffe untersucht. Das Ergebnis gibt es hier.

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Schmeckt und ist wohl doch gesund - Thunfisch.

(Foto: imago/CTK Photo)

Im Salat, auf der Pizza, in der Nudelsoße, als Katzenfutter oder einfach so aus der Dose: Thunfisch erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Rangiert er doch gleich hinter Alaska-Seelachs, Hering und Lachs auf Platz 4 des meistgekauften Speisefischs.

Doch der große Raubfisch steht auch im Verdacht, voll mit Schadstoffen - allen voran mit Quecksilber - zu sein. Zumindest die Schuldfrage ist dabei unstrittig. Denn der Schwarmfisch nimmt im Laufe seines etwa 15-jährigen Lebens den gesundheitsgefährdenden Stoffe selbst über die Nahrung auf, in Form von planktonfressenden Fischen. Denn zunächst reichert sich das giftige Metall in Plankton an. Ins Meer kommt es durch den Menschen. Ungeachtet dessen, dass er nur gerecht wäre, wenn dieser seinen eigenen Müll auf dem Teller wiederfinden würde, ist die Stiftung Warentest der Frage nachgegangen, ob Thunfisch unbedenklich verzehrt werden kann.  

Die gute Nachricht ist: Das Leben ist nicht gerecht und so war in insgesamt 20 untersuchten Thunfischprodukten (Dosentunfisch in Öl sowie tiefgefrorene Steaks) zwar in jeder Probe Quecksilber zu finden, aber nur in geringen Mengen. Diese lagen weit unter den EU-Grenzwerten von 1 Milligramm je Kilo Thunfisch. Dass sich vergleichsweise wenig Quecksilber in den Fischen findet, liegt vor allem daran, dass vor allem junge Tiere in Dosen und auf dem Grill landen. Sie lebten einfach nicht lange genug, um mehr von dem Schadstoff anzureichern.

Mögliche Gefahren lauern im Öl

Eine Verunreinigung lauert an anderer Stelle. Nämlich im Öl, in welchem der Fisch in den Konserven eingelegt ist. Vor allem, wenn raffinierte anstelle von kaltgepressten Ölen verwendet wurden, konnten Schadstoffe in Form von 3-MCPD- und Glycidyl-Ester nachgewiesen werden. Eine mögliche Gefahr geht von der im Fisch gefundenen Menge laut der Tester allerdings nicht aus. Bedenkliche Konzentrationen von möglicherweise krebserregenden Mineralölen wurden ausgerechnet in den Bio-Produkten von Fontaine und Pan do Mar gefunden, welche Bio-Olivenöl beziehungsweise Bio-Sonnenblumenöl enthalten. Infolgedessen erhalten beide Waren im Test die Note "ausreichend".

Ohne Sorge kann man hingegen beim Testsieger von Aldi Süd zulangen. Die "Armada Thunfischfilets in Sonnenblumenöl" werden mit "gut" (1,9/0,99 Euro pro Dose) bewertet. Zudem trägt die Konserve das Siegel "Dolphin Safe" - welches ein die Delphinbestände schonendes Fangsystem dokumentieren soll. Hiermit kann sich auch die zweitplatzierte Fischkonserve schmücken. "Star Mare Thunfisch-Filets in Sonnenblumenöl" von Kaiser's Tengelmann erhält zudem auch die Note "gut" (2,0/1,49 Euro pro Dose).

Bei den tiefgekühlten Produkten machen die Thunfisch-Steaks von Edeka das Rennen. Sie erhalten ebenfalls ein "gut" (2,1/3,50 Euro pro Packung). Diese müssen zwar ohne Siegel auskommen, können dafür aber mit sehr niedrigen Schadstoffbelastungen punkten.   

Quelle: n-tv.de, awi

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