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Öko-Test bestürzt Zehn Müslis sind "ungenügend"

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Basismüsli enthält als Grundzutat meist Haferflocken. Der Rest wird selbst dazugemixt.

(Foto: imago/Westend61)

Frühstück ist für viele ein Muss. Gerne kommt dann Müsli in die Schüssel. Das sollte laut Öko-Test aber nicht ohne Sorgfalt bei der Produktauswahl geschehen. Denn so manches Müsli ist mit Pestiziden kontaminiert. Aber es schneiden auch 21 "sehr gut" ab.

Müsli ist längst im Mainstream angekommen und hat auf dem Frühstückstisch seinen festen Platz. Außerdem macht es unter der Zugabe von Milch oder Joghurt sowohl geschmacklich als auch optisch etwas her - soweit man dies bei Getreidebrei so sagen kann. Abgesehen davon sind Haferflocken aber noch immer erste Wahl bei den Zutaten. Und die bringen eine Menge von dem mit, was Mensch so braucht. So enthält das heimische Getreide fast genauso viel Eiweiß wie Quinoa und Amaranth, dazu viel Vitamin B1, zudem Eisen, Magnesium, Folsäure und Zink.

Grund genug für Öko-Test, 50 Früchtemüsli-Produkte mit Fruchtanteilen von 7 bis 55 Prozent in die Schüssel zu geben und deren Qualität unter die Lupe zu nehmen.

Spritzgifte und Mineralölbestandteile

Leider wurden bei der Untersuchung in der Mehrzahl der konventionellen Müslis noch besonders bedenkliche Pestizide nachgewiesen, darunter in sechs Produkten solche, die in der EU nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Einige Müslis kritisieren die Tester für Verunreinigungen mit Mineralölbestandteilen (MOSH). Diese reichern sich im Körper an und können die Organe schädigen. Zudem stehen sie in Verdacht, krebserregend zu sein. Außerdem hat das mit der Untersuchung beauftragte Lebensmittellabor in fünf Früchtemüslis Spuren des Spritzgifts Glyphosat nachgewiesen.

Einen Negativrekord in der Pestziduntersuchung stellt das "Seitenbacher Müsli glutenfrei" auf. Es enthält Spuren von 31 Einzelsubstanzen. Mischungen von mehreren Pestiziden halten die Tester unter anderem deshalb für problematisch, weil mögliche Gesundheitsrisiken durch Wechselwirkungen kaum erforscht sind. Die beiden konventionellen Seitenbacher-Müslis (glutenfrei und die "Verwöhner Mischung") im Test gehören zudem zu den Produkten, bei denen auch Pestizide Teil des Cocktails sind, deren Anwendung in der EU nicht mehr erlaubt ist. Beide wurden mit "ungenügend" bewertet. Genau wie die nachfolgenden Produkte, weil auch bei ihnen die bereits genannten problematischen Stoffe nachgewiesen wurden: "Spielberger Mühle Müsli Dinkel-Früchte, Demeter", "Alpen No Added SugarSwiss Style Muesli", "Brüggen Früchte-Müsli", "Dr. Oetker VitalisFrüchte Müsli", "Golden BreakfastFrüchte Müsli", "Hensel Unser Haus-Müsli", "One Day More Früchte-Müsl" und "Schär Gluten-FreeFruits Müsli".

21 Produkte mit tadellosen Inhaltsstoffen

Die Bio-Müslis im Test sind hingegen weitestgehend unbelastet von Pestiziden. Unter anderem wurden in diesem Segment das "Bauckhof Glutenfreies Beerenmüsli Hafer" (4,69 Euro pro 500 Gramm), das "Bio Primo Beerenmüslimit Rosinen" (2,35 Euro), das "Bio Sonne Bio-Müsli Früchte" (2,49 Euro), das "Gut Bio Müsli Klassik Dinkel und Früchte" (2,49 Euro), das "Natur Gut BioDinkel-Früchte-Müsli" (2,49 Euro) und das "Rewe Bio Beeren Müsli, Naturland" mit "sehr gut" bewertet.

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Bei den konventionellen Produkten konnten unter anderem das "CrownfieldMulti-Frucht VollkornMüsli" (0,80 Euro), das "Knusperone Früchte Müsli" (1,19 Euro) und das "Sanct BernhardFrüchte-Beeren Müsli" (3,95 Euro) mit der Bestnote punkten.

Insgesamt wurden 21 Produkte mit tadellosen Inhaltsstoffen mit "sehr gut" bewertet

Quelle: ntv.de, awi

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