Ratgeber

Was ändert sich 2021 … … bei Geld und Einkommen?

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Regnet es im neuen Jahr statt Scheinen Kassenbons?

(Foto: imago/RelaXimages)

Die Zukunft bleibt ungewiss. So viel ist sicher. Abgesehen davon stehen aber auch im neuen Jahr viele Neuerungen und Gesetze an. Diese Änderungen aus den Bereichen Bafög, Eltern- und Kindergeld werden dann wichtig, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen informiert.

Höhere Freibeträge beim Bafög

Das Gesetz zur Bafög-Reform 2019 hat fürs Wintersemester 2021/22 Erhöhungen der Einkommensfreibeträge vorgesehen: Eltern und Ehegatten dürfen dann etwas mehr verdienen, ohne dass Schüler und Studierende durchs Sieb der Förderregeln fallen. Durch die höheren Einkommensfreigrenzen können dann auch mehr Schüler und Studierende Bafög-Leistungen beanspruchen. Statt 1.890 Euro wie bislang dürfen verheiratete Eltern dann ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von 2000 Euro haben, bei getrennt lebenden Elternteilen sind es 1330 Euro (bisher: 1260 Euro). Auch mit jedem unterhaltsberechtigten Kind, das von einem Ehepartner oder den Eltern versorgt werden muss, erhöht sich der Freibetrag: von zurzeit 570 auf dann 605 Euro pro Kind.

Zudem dürfen verheiratete Schüler und Studenten auch selbst etwas mehr verdienen, ohne dass dies aufs Bafög angerechnet wird: Mit Ehepartner sind es 665 Euro statt bisher 630 Euro. Pro Kind können 605 Euro statt 570 Euro verdient werden. Der Grundfreibetrag für eigenes Einkommen liegt weiterhin bei 290 Euro monatlich.

Der Bafög-Förderhöchstsatz bleibt mit 861 Euro unverändert.

Mehr Teilzeit beim Elterngeld möglich - Spitzenverdiener fallen raus

Für Eltern, deren Kinder nach dem 1. September 2021 geboren werden, soll es Verbesserungen beim Elterngeld geben. So sollen die Neuregelungen mehr Teilzeitbeschäftigung (32 Stunden statt 30 Stunden pro Woche) während des Elterngeldbezugs ermöglichen, die Anforderungen an den Partnerschaftsbonus verringert werden und Eltern von Frühgeborenen mehr Elterngeld bekommen. Paare mit mehr als 300.000 Euro Jahreseinkommen sollen allerdings keinen Anspruch auf Elterngeld mehr haben.

Nach der Geburt eines Kindes bekommen Arbeitnehmer und Selbstständige Elterngeld, wenn sie wegen der Kinderbetreuung zunächst gar nicht oder deutlich weniger arbeiten möchten. Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) sieht derzeit wenigstens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro vor, je nachdem wie hoch das Nettoeinkommen war. Wenn beide Elternteile bei der Kinderbetreuung mitwirken, sollen sie für maximal 14 Monate Elterngeld erhalten.

Kindergeld wird erhöht

Ab dem neuen Jahr steigt das Kindergeld um 15 Euro pro Kind. Gleichzeitig werden die Kinderfreibeträge erhöht. So sieht es das Zweite Familienentlastungsgesetz vor. Für das erste und zweite Kind bekommen Eltern damit 219 Euro (bisher: 204 Euro) pro Monat, für das dritte 225 Euro (bisher: 210 Euro). Ab dem vierten Kind werden es 250 Euro (bisher: 235 Euro) sein.

Kinderzuschlag steigt auch

Der Kinderzuschlag, den Familien mit kleinem Einkommen zusätzlich zum Kindergeld bekommen, wird 2021 ebenfalls erhöht: von bisher 185 Euro auf 205 Euro. Der Kinderzuschlag unterstützt Eltern, die genug verdienen, um ihren eigenen Bedarf zu decken, aber deren Einkommen nicht oder nur knapp für die gesamte Familie reicht.

Zusätzlich zum Kindergeld erhalten diese Familien nicht nur den Kinderzuschlag, sondern sie sind auch von den Kita-Gebühren befreit und können unter anderem auch Leistungen des Schulbedarfspakets bekommen: Waren es bisher 150 Euro pro Kind pro Schuljahr, wird dieser Betrag 2021 auf 154,50 Euro pro Jahr erhöht.

Authentifizierung beim Onlinekauf mit Kreditkarte wird Pflicht

Für Kreditkartenzahlungen im Internet laufen am 31. Dezember 2020 die Erleichterungen bei der Kundenauthentifizierung ab. Ab dem 1. Januar 2021 reicht es beim Bezahlen in Onlineshops mit Visa, Mastercard & Co. nicht mehr aus, lediglich die Prüfziffer von der Rückseite der Karte einzugeben. Ohne zusätzliches Sicherheitsverfahren - wie zum Beispiel eine an das Mobiltelefon geschickte Transaktionsnummer (TAN) - werden Kartenzahlungen nicht mehr genehmigt.

Quelle: ntv.de, awi

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