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Geldstrafe und Gefängnis drohen Thailand verhängt Rauchverbot an Stränden

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Patong Beach ist der größte Strand auf Phuket.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Mehr als 20 thailändische Strände werden zur Nichtraucherzone: Es gilt absolutes Rauchverbot. Wer trotzdem zur Zigarette greift, muss mit harten Strafen rechnen.

In Thailand gilt an 24 Stränden nun ein Rauchverbot - darunter fallen auch beliebte Touristenziele wie die Südinsel Koh Tao, Patong Beach auf Phuket sowie Hua Hin im Südwesten des Landes.

Wer sich trotz Vorwarnungen nicht an die neue Verordnung hält, muss mit einer Geldstrafe von 100.000 Baht rechnen - umgerechnet etwa 2565 Euro. Zudem kann eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr drohen. An Touristenzielen werde es ausgewiesene Raucherbereiche außerhalb des Strandes geben, teilte das Ministerium für Meeres- und Küstenschutz mit.

Mit der Verordnung will das Ministerium für weniger Müll an den Stränden sorgen. Allein am Strand von Patong seien jeden Monat fast 140.000 Zigarettenkippen gefunden worden. Die Verordnung ist auch ein weiterer Vorstoß, um die weitgehend unkontrollierte Tourismusbranche Thailands in geregelte Bahnen zu lenken. Mehr als 30 Millionen Besucher reisen jährlich in das südostasiatische Königreich. Der Fremdenverkehr repräsentiert somit eine der wichtigsten Säulen der thailändischen Wirtschaft.

Strand von Maya Bay zum Schutz der Korallen geschlossen

Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Traumstrand aus "The Beach" zeitweilig geschlossen wird - er muss sich erholen. Der Schaden an seinen Korallen, ein beliebtes Ziel bei Schnorchlern, hat ein kritisches Ausmaß erreicht. Deshalb wird der Strand von Maya Bay, an dem der Film mit Leonardo DiCaprio gedreht wurde, zwischen Juni und September, während der Nebensaison, geschlossen.

77 Prozent von Thailands Korallenriffen seien schwer beschädigt, sagte Thon Thamrongnawasawat, Meeresökologe an der Kasetsart-Universität in Bangkok. Vor zehn Jahren seien nur 30 Prozent von Thailands Korallenwelt betroffen gewesen. Die Hauptursache für das Korallensterben sieht Thon im Abwasser von Strandhotels, das ins Meer geleitet wird. Weitere Gründe seien ins Meer geworfener Plastikmüll und Schäden durch Bootsanker.

Quelle: n-tv.de, abe/dpa

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