Reise
Schneeschuhtouren schonen den Geldbeutel und bieten großen Spaß.
Schneeschuhtouren schonen den Geldbeutel und bieten großen Spaß.(Foto: Sonja Gurris)
Montag, 19. Februar 2018

Sportliche Alternativen nutzen: Wie der späte Winterurlaub günstiger wird

Von Sonja Gurris

Winterurlaub ist teuer - das ist zumindest die gängige Meinung vieler Menschen. Doch wer alternativ zum Skifahren andere Aktivitäten und Unterkünfte ausprobiert, kann deutlich günstiger wegkommen. Ein paar Dinge sollte man allerdings beachten.

Skiausrüstung und -pässe können die Urlaubskasse einer Familie mit Kindern ziemlich stark belasten. In Österreich kostet der durchschnittliche Skipass für sechs Tage rund 252 Euro; in Brauneck, Spitzingsee und Sudelfeld in Oberbayern sind es 180 Euro. Dabei sind mögliche Leihgebühren für Skier noch gar nicht eingeschlossen.

Wer diese Kosten vermeiden will, kann sich sportliche Aktivitäten ohne Skipass suchen. Wer auf Skifahren oder Snowboarden verzichten kann, kommt deutlich günstiger in den Winterurlaub, wenn er denn Alternativen testen möchte.

Welche sportlichen Alternativen gibt es?

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Schneeschuhwandern: Wer zum ersten Mal in den Winterurlaub fährt, muss nicht unbedingt Skifahren lernen, um Spaß zu haben. Kostengünstig und besonders einfach ist beispielsweise das Schneeschuhwandern. Hierbei bekommen die Wanderer zwei Gestelle um die Schuhe geschnallt, die Schneeschuhe. Sie sorgen dafür, dass man auch bei tiefem Schnee bergauf und bergab nicht versinkt und genügend Halt findet. Diese Art der Wanderung eignet sich auch für Kinder ab acht Jahren. Man kann mit diesen Schuhen in flachen sowie bergigen Gebieten unterwegs sein. Zudem kann man entweder ausgewählte Wanderwege nutzen oder sich ganz frei in der Natur bewegen. Die Ausleihgebühren für Schneeschuhe liegen pro Tag bei etwa zehn Euro.

Winterwandern: Natürlich ist auch das klassische Winterwandern eine Alternative. Für das Wandern auf ausgewiesenen Wegen müssen Urlauber keinerlei Gebühren zahlen. Es gibt in den Wintersportorten gute Rundwanderwege, die auch in ihren Schwierigkeitsgraden gekennzeichnet sind, sodass sich beispielsweise Familien mit Kindern gut darauf einstellen können.

Langlaufen und Schlittenfahren: Wer Langlauferfahrung hat, kann sich für etwa 14 Euro pro Tag eine Ausrüstung ausleihen und die Schneelandschaften in ruhiger Atmosphäre genießen. Zudem können in den Wintersportorten auch überall Schlitten ausgeliehen werden, um die Hänge hinunterzusausen.

Mit dem Zug nach Bayern oder Österreich

Wer ohne große Ausrüstung unterwegs ist, kann auch bei der Anreise Stress vermeiden. Wer innerhalb Deutschlands oder Österreich in den Urlaub fährt, kann bequem mit dem Zug anreisen und gegebenenfalls auch Sparpreise ergattern. Manche Orte, zum Beispiel Werfenweng in Österreich im Salzburger Land, belohnen sogar Winterurlauber, die ohne Auto anreisen. Sie bekommen dann durch eine Gästekarte vor Ort Vergünstigungen. Das ganze Konzept nennt sich "Sanfte Mobilität", soll die Umwelt schonen und zur Entspannung beitragen. Zudem können Touristen auch bei den Unterkünften sparen.

Günstige Mehrbett-Hüttenunterkünfte

Urlauber, die in den Bergen Ruhe und Entspannung suchen, sollten über Hüttenunterkünfte nachdenken. Der Deutsche Alpenverein (DAV) betreu in den Alpen mehrere Hundert Hütten, in vielen können auch Winterwanderer übernachten. Zu spontan sollten Gäste allerdings nicht planen: Da der Platz in den Hütten begrenzt ist, sollten Wanderer vorab reservieren. Teilweise gibt es Zweitbettzimmer oder Matratzenlager für mehrere Personen. Natürlich sind solche "einfachen" Hüttenübernachtungen keine Hotelaufenthalte. Doch hier können Winterwanderer ein wenig Geld sparen. Mehr Informationen gibt es beim Deutschen Alpenverein.

Quelle: n-tv.de