Fußball-WM 2019

Auch Spanien tut sich schwer DFB-Elf packt nach WM-Zitterstart die Koffer

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Angeschlagen: DFB-Spielmacherin Dzsenifer Marozsan.

(Foto: imago images / Xinhua)

Nach dem wenig überzeugenden Start in die WM pflegen die deutschen Fußballerinnen ihre Blessuren. Die Bundestrainerin sorgt sich um ihre angeschlagene Spielmacherin Dzsenifer Marozsan. Kleiner Trost: Auch die Spanierinnen, Gegner am Mittwoch, gewinnen zum Auftakt nur mit Glück.

Nach dem doch mühsamen 1:0 zum Auftakt gegen China am Samstag blieb den deutschen Fußballerinnen erst einmal nicht viel Zeit zum Ausruhen und zur Vorbereitung auf das zweite Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft am Mittwoch (ab 18 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) in Valenciennes gegen Spanien. An diesem Sonntag hieß es für die Spielerinnen erst einmal: Kofferpacken. Um 9.35 Uhr stand die Abfahrt mit dem Bus vom Golf-Resort Domaine de Cicé Blossac in Bruz zum Hauptbahnhof in Rennes an. Mit dem französischen Schnellzug TGV ging es um 10.27 Uhr in knapp dreieinhalb Stunden nach Lille, wo das Team gegen 14.30 Uhr im Hotel "Mercure Lille Metropole" einchecken soll.

Für die mit Blessuren gezeichneten Akteurinnen stehen in erster Linie Pflege und Regeneration an. Die nicht zum Einsatz gekommenen Spielerinnen sollen allerdings eine Trainingseinheit absolvieren. "Was zählt, sind die drei Punkte. Aber wir haben viel auf die Socken bekommen", fasste Siegtorschützin Giulia Gwinn vom SC Freiburg das Geschehen gegen China zusammen. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sorgt sich um einige Spielerinnen. Besonders hart traf es Spielmacherin Dzsenifer Marozsan von Paris Saint-Germain. Auch Kapitänin Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg musste minutenlang behandelt werden. "Es sind fast alles Sprunggelenk-Geschichten", sagte die Bundestrainerin. "Bei Dzseni müssen wir die genaueren Untersuchungen abwarten. Aber der Fuß sieht nicht gut aus."

Spanien - Südafrika 3:1 (0:1)

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Punktgenau: Spaniens Jennifer Hermoso.

(Foto: dpa)

Apropos mühsam: Die Spanierinnen haben sich bei ihrem Start ins Turnier ähnlich wie das DFB-Team schwergetan. Dank zweier Elfmetertore von Jennifer Hermoso und einer ordentlichen Portion Glück drehten sie am Samstag in Le Havre einen 0:1-Halbzeitrückstand gegen den krassen Außenseiter Südafrika noch in ein 3:1. Thembi Kgatlana hatte in der 25. Minute mit einem Schlenzer zur überraschenden Führung für den WM-Debütanten Südafrika getroffen, der am 17. Juni in Montpellier letzter deutscher Gegner sein wird. Hermoso (70.) glich per Handelfmeter aus und verwandelte sieben Minuten vor dem Ende auch noch einen umstrittenen Foulelfmeter nach Videobeweis. Südafrikas Nothando Vilakazi sah in jener Szene die Gelb-Rote Karte (83.), Lucia Garcia setzte den Schlusspunkt (89.).

Norwegen - Nigeria 3:0 (3:0)

Ex-Weltmeister Norwegen siegte zum Auftakt in Gruppe A auch ohne Superstar Ana Hegerberg mit 3:0 (3:0) gegen Nigeria. Die Ballon d'Or-Gewinnerin hatte auf ihre WM-Teilnahme aus Ärger über die ungleiche Prämienverteilung im Vergleich zum Männerfußball verzichtet. Guro Reiten (16.), Lisa-Marie Utland (34.) und Osinachi Ohale (37./Eigentor) erzielten die Tore in Reims. Am Freitag hatten die gastgebenden Französinnen in der Norwegen-Gruppe durch ein 4:0 gegen Südkorea standesgemäß vorgelegt.

Drei WM-Spiele am Sonntag

Und was passiert am diesem Sonntag bei der WM? Drei Partien stehen an: In der Gruppe C treffen ab 13 Uhr Australien und Italien in Valenciennes aufeinander, dem nördlichsten WM-Spielort. Das zweite Spiel bestreiten ab 15.30 Uhr im Wintersportort Grenoble Brasilien und WM-Neuling Jamaika. Besonders reizvoll ist das "Schwester-Duell" zwischen England und WM-Debütant Schottland ab 18 Uhr in der Gruppe D in Nizza. Die Schottinnen brachten es fertig, sich in ihrer Qualifikationsgruppe als Erste unter anderem gegen die damals noch von Voss-Tecklenburg betreuten Schweizer Frauen durchzusetzen.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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