Fußball-WM 2019

USA souverän im Halbfinale Rapinoe beendet Frankreichs WM-Party

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Megan Rapinoe (r.) hatte sichtlich Freude an diesem WM-Viertelfinale.

(Foto: REUTERS)

Frankreichs Fußballerinen kämpfen unermüdlich, angefeuert von der WM-Euphorie im Land. Doch im Viertelfinale scheitern sie an Topfavorit USA und dessen Spielführerin Megan Rapinoe. Die blickt bereits auf das nächste Match.

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Den Französinnen war die Enttäuschung deutlich anzusehen.

(Foto: REUTERS)

Die USA haben bei der Fußball-WM die Gastgeberinnen aus Frankreich aus dem Turnier manövriert. Fast im Alleingang führte Kapitänin Megan Rapinoe den Titelverteidiger und Topfavoriten mit zwei Toren zum 2:1 (1:0) und damit ins Halbfinale am Dienstag gegen England. "Es ist schade, dass zwei derart gute Mannschaften so früh aufeinandertreffen mussten. Ich bin extrem stolz. Jetzt kommt das nächste, noch größere Match", sagte Rapinoe im ZDF.

Auch für Deutschland war dieses Viertelfinal-Ergebnis eine gute Nachricht. Durch den US-Triumph im ausverkauften Pariser Prinzenpark vor 45.595 Zuschauern reicht der deutschen Mannschaft am Samstag (18.30 Uhr/ARD und DAZN) in Rennes gegen Schweden ein Sieg für das Olympiaticket. Die drei besten WM-Teams Europas reisen 2020 nach Tokio.

Spielführerin Rapinoe zeigte sich in Hochform und schoss gleich beide US-Tore, das erste davon bereits in der sechsten Minute. Dabei brachte sie einen Freistoß von der rechten Seite scharf Richtung französisches Tor, tunnelte damit zwei Spielerinnen und traf. In der 65. Minute legte sie das 2:0 nach. Rapinoe hatte sich in der vergangenen Woche einen öffentlichen Schlagabtausch mit dem US-Präsidenten Donald Trump geliefert. Trump hatte die regierungskritische Fußballerin für ihre Aussage angegriffen, sie wolle im Falle eines Titelgewinns keinesfalls "das verdammte Weiße Haus" besuchen.

In der 81. Minute machte Wendie Renard es mit ihrem vierten Turniertor noch einmal spannend. Allerdings fehlte es Frankreich, Nummer vier der Fifa-Weltrangliste und noch ohne großen Titel, an Offensivkraft. Zwar bemühte sich das Team von Corinne Diacre bei rund 30 Grad und kombinierte auch gefällig, allerdings nur bis zum Strafraum. US-Torhüterin Alyssa Naeher bekam hinter ihrer bestens verschiebenden Abwehr, in der zweiten Halbzeit eine Fünferkette, kaum etwas zu tun. Die erste französische Torchance vergab Eugenie Le Sommer (58.).

Quelle: n-tv.de, lou/sid

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