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Vaxx to Survive Netflix hält Kamera auf Djokovic-Drama

Ein Protagonist, der einen großen Traum hat. Der dafür inmitten einer Pandemie alles riskiert. Der einen Weg auf eine Insel am anderen Ende der Welt findet. Der stolpert, aufsteht, in Gefahr bleibt. Kein schlechter Stoff für eine Dokumentation, findet auch Netflix.

Das war fast zu erwarten. Die Saga um Novak Djokovic wird bald schon auf Netflix zu sehen sein. Das berichtet zumindest die englische Tageszeitung "Daily Mail". So soll es bereits vor der, im besten Falle, unglücklichen Einreise des serbischen Tennis-Stars bereits Pläne gegeben haben, eine mehrteilige Serie über die Tennis-Tour zu drehen. Das Chaos rund um den fallenden Helden spielte dem Netflix-Team jetzt natürlich in die Karten.

Die wohl komplizierteste Aufgabe stellt sich der Crew womöglich mit der Verdichtung und Vereinfachung der unzähligen Erzählstränge der Saga: Der große Traum vom 21. Grand-Slam-Titel, die Pandemie, die Rebellion gegen die Corona-Impfung, die Befragung durch die Australian Border Force, der Aufenthalt im Abschiebehotel, das erste Gerichtsverfahren - das mit der Befreiung des Stars endet - die Tumulte vor dem Hotel, der Zorn anderer Tennis-Spieler, die Auftritte seiner Familie im fernen Serbien, die Enthüllungen rund um seine Coronainfektion - die kaum Antworten geben, sondern nur noch mehr Fragen aufwerfen - und die Rückkehr auf den Trainingsplatz sind nur die offensichtlichsten Bausteine eines komplexen Gebildes, das nicht einmal der australische Einwanderungsminister Alex Hawke bislang hat durchdringen können.

Entscheidung in der Nacht?

An Hawke hängt die Entscheidung über eine Teilnahme des von seiner Familie mit Jesus verglichen Weltranglistenersten. Am Freitag könnte nur wenige Tage vor Beginn der Australian Open Bewegung in die Sache kommen. Ein Ende wäre jedoch nicht einmal unbedingt absehbar, sollte Hawke Djokovic erneut sein Visum entziehen. Australische Medien berichten, dass sich das Anwaltsteam des Serben auf alle Eventualitäten vorbereitet habe, um die Teilnahme Djokovics an den Australian Open zu ermöglichen. Welch ein wunderbares Drama, das neben einer Dokumentation in den nächsten Jahren mit Sicherheit auch einige Bücher und Filme hervorbringen wird.

Die Dokumentation auf Netflix soll laut der "Daily Mail" von James Gay Reese produziert werden, dem Produzenten der unglaublich erfolgreichen Formel-1-Langzeitdoku "Drive To Survive". Das Team soll sich bereits in Australien befinden und die Tour über eine ganze Saison begleiten. Noch vor der Djokovic-Saga hatte sich der britische Tennis-Star Andy Murray positiv über eine an "Drive To Survive" angelehnte Doku geäußert. "Ich habe selbst ein paar Folgen gesehen, es hat mir gefallen und so etwas wäre wirklich gut für das Tennis", hatte er Eurosport gesagt.

Quelle: ntv.de, sue

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