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Schock bei Tour de Ski Russland-Teambus stürzt 50 Meter tief

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Das Team von Alexander Bolschunow verunglückte schwer, der Russe performte beim Beginn der Tour de Ski trotzdem.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Mitten in der Nacht kommt ein Teambus der russischen Langlauf-Nationalmannschaft an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien von der verschneiten Straße ab und stürzt 50 Meter tief in einen vereisten See. Die Insassen kommen mit kleinen Verletzungen davon.

Schock mitten in der Nacht: Ein Teambus der russischen Langlauf-Nationalmannschaft der Tour de Ski stürzte gegen ein Uhr am Mittwochmorgen nahe der schweizerisch-italienischen Grenze 50 Meter in die Tiefe und landete in einem vereisten See. Wie die "Blick" berichtet, kamen bei dem schweren Unglück die sechs Team-Mitglieder aber mit dem Schock und leichten Verletzungen davon.

In einer Kurve habe der Bus zu schleudern begonnen und sei von der verschneiten Straße abgekommen. Rückwärts fiel das Gefährt dann in die Tiefe. Laut Informationen der Zeitung hätten die Russen Glück im Unglück gehabt, weil der Teambus im vereisten See nur halb versank. Dadurch hätten sich die Nationalmannschaftsmitglieder aus eigener Kraft befreien und Hilfe rufen können.

Nach dem Anruf sei ein Ärzteteam sowie die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen und Helfern im Einsatz gewesen, die Polizei sicherte die Unfallstelle. Die Bergung des Unfallfahrzeugs dauert die ganze Nacht über und war erst um 8.30 Uhr beendet. Die schwedische Zeitung "Aftonbladet" zitiert Markus Cramer, den deutschen Trainer des russischen Teams: "Wir sind schockiert, aber froh, dass alles in Ordnung ist. Es war ein schrecklicher Sturz."

Russland-Star verkraftet Busunglück-Nachricht gut

Russische Medien berichten, es handele sich bei den Verunglückten nicht um Athleten, sondern um ein Helfer-Team. Der Bus war auf dem Weg Richtung Livogno, wo das russische Team vor dem heutigen Beginn der Tour de Ski in Val Müstair residierte.

Beim Start der Tour de Ski setzte sich im Finale dann der Italiener Federico Pellegrino vor Alexander Bolschunow durch. Der Russe, der die Nachrichten vom Busunglück wohl gut weggesteckt hatte und der die Tour de Ski 2020 gewonnen hatte, kam 0,57 Sekunden nach Pellegrino an. Die deutschen Langläufer haben dabei nicht ins Rennen um die vorderen Plätze eingreifen können. Bei den Männern erreichte kein Deutscher das Viertelfinale. Bester Sportler in der Mannschaft von Bundestrainer Peter Schlickenrieder war Janosch Brugger, der in der Qualifikation nach 3:15,30 Minuten die Ziellinie überquerte und damit 47. wurde.

Im Freistil-Sprint in Val Müstair schied Sofie Krehl als beste deutsche Athletin im Viertelfinale aus. Die 25-Jährige lief in 3:47,27 Minuten die langsamste Zeit der 30 Starterinnen, die die Qualifikation überstanden hatten. Den Sieg sicherte sich die Schwedin Linn Svahn vor der Slowenin Anamarija Lampic und Jessie Diggins aus den USA.

Die Tour de Ski erstreckt sich über acht Etappen in der Schweiz sowie im italienischen Toblach und Val die Fiemme. Das starke norwegische Team um Vorjahressiegerin Therese Johaug verzichtet aus Furcht vor einer Corona-Infektion auf die Veranstaltung.

Quelle: ntv.de, dbe

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