Formel1

"Passt persönlich gut" Verstappen wirbt kräftig für Hülkenberg

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Nico Hülkenberg und Max Verstappen könnten in der kommenden Saison häufiger gemeinsam lachen.

(Foto: imago images/eu-images)

Das Fahrerkarussell in der Formel 1 dreht sich derzeit kräftig, die Plätze werden knapp. Glücklich, wer starke Fürsprecher hat. Nico Hülkenberg, derzeit im Wartestand für ein neues Cockpit, dürfte sich jedenfalls freuen, was er aus dem fahrerlager zu hören bekommt.

Der deutsche Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg hofft nach einem Jahr mit zwei überraschenden Blitzeinsätzen für Racing Point für die kommende Saison wieder auf ein festes Cockpit in der Königsklasse. Während sich am Freitag mit der Doppel-Vertragsverlängerung der Stammpiloten bei Alfa Romeo für Mick Schumacher überraschend eine Tür für den Einstieg in die Formel 1 geschlossen hat, hat sich für Niko Hülkenberg eine gleichzeitig offenbar ein Stückchen weiter geöffnet: Bei Red Bull, das zumindest in der kommenden Saison wohl noch das schnellste Auto außer den beiden in einer eigenen Liga fahrenden Mercedes an den Start schicken wird.

Dort genießt der Deutsche, derzeit noch Formel-1-Experte für RTL/ntv, bei den Entscheidern um Dr. Helmut Marko größten Respekt - und hat in Platzhirsch Max Verstappen einen weiteren teaminternen Fürsprecher. Max Verstappen, unangefochtene Spitzenkraft bei Red Bull und Dritter in der Fahrerweltmeisterschaft, warb im Rahmen des Großen Preises der Emilia Romagna (Sonntag, 14.10 Uhr bei RTL) für Hülkenberg: "Ich komme mit allen gut aus", sagte er gegenüber dem niederländischen Sender "Ziggo Sports" zu den drei Red-Bull-Kandidaten Hülkenberg, Sergio Perez und Alexander Albon, seinen Noch-Teamkollegen. "Mit Nico passt es aber auch persönlich gut, denn mit ihm kann ich Holländisch sprechen. Und Nico hat in den Rennen, in denen er eingesprungen ist, sehr gute Arbeit geleistet." Gleichzeitig stellt der 23-Jährige klar: "Es liegt nicht an mir, diese Entscheidung zu treffen. Das ist Aufgabe des Teams."

Der Thailänder Alexander Albon hinkt Verstappen meilenweit hinterher, sammelte erst 64 WM-Zähler - beinahe 100 weniger als sein Teamkollege (162). Die Geduld von Red-Bull-Teamchef Christian Horner und Motorsportberater Helmut Marko mit dem 24-Jährigen scheint allmählich aufgebraucht. Verstappen fällt nichts ein, wie er seinen Noch-Teamkollegen unterstützen könnte: "Einfach Vollgas geben. Das ist das Einzige, was du tun kannst. Ich kann viel reden, aber das bringt ihm nichts. Einfach Vollgas. Das ist die einzige Möglichkeit."

"Ich würde das gerne herausfinden ..."

Marko hatte Albon zuletzt deutlich angezählt: "In den schnellen Kurven ist Albon auf dem Niveau von Max. Er hat ein, zwei Kurven, wo er unverhältnismäßig viel verliert." Wenn man aber nicht wisse, wann und wie das passiere, sei das ein Unsicherheitsfaktor, "den wir uns nicht leisten können, wenn wir um die WM mitfahren wollen." Red Bull will erst im Dezember verkünden, mit welchen Fahrern man in die Saison 2021 starten wird.

Hülkenberg kann reichlich Erfahrung in der Formel 1 in die Waagschale und zeigte bei seinem erneuten Spontan-Einsatz für Racing Point auf dem Nürburgring seine Klasse, als er vom letzten Startrang praktisch ohne jegliche Vorbereitung im Auto bis auf Rang acht vorfuhr. Red Bull sei "am Auto gemessen die beste Option, die am attraktivsten ist. Es ist das konkurrenzfähigste Auto", kommentierte Hülkenberg jüngst in der "Bild am Sonntag" Richtung Red Bull. Verstappen als Teamkollegen zu haben, wäre schon eine riesige Aufgabe. "Ich würde das gerne herausfinden, mich gerne an ihm messen. Mal schauen, ob es dazu kommen wird", sagte der 179-malige Grand-Prix-Starter, der nach dem Ende seines Renault-Vertrags in diesem Jahr kein Cockpit ergattern konnte.

Quelle: ntv.de, ter