Formel1

Auf Abgang folgt die Attacke Vettel will Ferrari sofort überholen

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Sebastian Vettel kennt bei Ferrari nur noch Frust. Seinen aktuellen Arbeitgeber will er schnell hinter sich lassen. In jeder Hinsicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sebastian Vettel dürfte froh sein, wenn er endgültig aus dem lahmenden Pannen-Ferrari aus- und beim ambitionierten Aston Martin-Team einsteigen darf. Der viermalige Weltmeister ist am Ende einer unschönen Trennung von Ferrari ein großer Gewinner - und hat ebenso große Pläne.

Der Rauswurf bei Ferrari nach der laufenden Saison hatte Sebastian Vettel schwer getroffen. So schwer, dass er sogar dicht vor Abschied aus der Formel 1 stand. Der viermalige Weltmeister räumte zuletzt ein, in den vergangenen Wochen und Monaten sehr viel über seine persönliche Zukunft nachgedacht zu haben. Rücktritt? Pause? Wechsel? Lange Zeit hielt sich der 33-Jährige offen, wie es in der Formel 1 weitergehen soll, ehe in der vergangenen Woche die Fix-Meldung kam: Vettel bleibt der Königsklasse des Motorsports weiter erhalten.

Im neuen Rennstall Aston Martin (übernimmt die Lizenz von Racing Point) will es der Heppenheimer noch einmal allen zeigen, nachdem er aktuell die wohl schwierigste Phase seiner gesamten Karriere durchläuft. In einem nicht konkurrenzfähigen Auto befindet er sich im Formel-1-Zirkus auf Abschiedstour mit Ferrari. Dem italienischen Traditionsteam, welches ihn nach Saisonende loswerden wollte und loswerden wird.

"Erster Verfolger" von Mercedes

Genau daraus zieht Vettel einen gewichtigen Teil seiner Motivation, weiterzumachen. Er will es dem Team, mit dem er 2017 und 2018 immerhin Vize-Weltmeister wurde, in Zukunft nochmal richtig zeigen. "Wir wollen vorne dabei sein, da haben das Team und ich den gleichen Anspruch. Das Ziel ist, den Abstand zu Mercedes zu verringern und dafür zu sorgen, dass man erster Verfolger wird", zitierte die "Sport Bild" den geschassten Ferrari-Star mit einer klaren Kampfansage in Richtung seines baldigen Ex-Arbeitgebers aus Maranello.

Sein Plan mit Aston Martin erstreckt sich laut "Sport Bild" über drei Jahre: Im Jahr 2021 soll zunächst die Scuderia Ferrari direkt angegriffen werden. In der Konstrukteurs-WM sollen die Roten überflügelt werden, am liebsten schon mit möglichst vielen eigenen Top-Platzierungen auf dem Podium. Wegen der sportlich schweren Krise Ferraris liegt die Racing-Point-Mannschaft schon in dieser Saison vor Ferrari, in der Konstrukteurs-WM steht es momentan 92 zu 66 für das Team von Investor Lawrence Stroll.

Zehn Millionen für Vertragsauflösung mit Pérez

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Im Jahr 2022 soll dann der nächste Schritt folgen. Mercedes soll attackiert und erste Siege eingefahren werden. Vettel hat zwar zunächst nur für ein Jahr bei Aston Martin unterschrieben. Er ließ aber zuletzt im Interview mit RTL/ntv bereits durchblicken, dass er sich im Idealfall mehrere Jahre bei seinem neuen Team sieht.

Der große Traum vom fünften WM-Titel der Karriere soll dann im Jahr 2023 Wirklichkeit werden. Im dritten Aston-Martin-Jahr soll das Team so weit entwickelt sein, dass es die Regentschaft von Mercedes endgültig beenden kann - im Idealfall mit Vettel im Auto, der ab 2021 für Sergio Pérez übernimmt. Der Mexikaner hatte eigentlich noch die Option auf eine weitere Zukunft im Team. Nach "Sport Bild"-Informationen ließ sich Investor Stroll die Vertragsauflösung aber zehn Millionen Euro kosten, um Vettel ins Team zu bekommen und als neuen Teamkollegen seines Sohnes Lance Stroll zu installieren.

Quelle: ntv.de, sport.de