Fußball

Wölfe beißen im Abstiegskampf 1. FC Köln verpasst Chance, FSV Mainz hofft

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Kölns Leonardo Bittencourt (r) und der Mainzer Levin Öztunali schenken sich nichts.

(Foto: dpa)

An der Tabellenspitze ist die Sache klar: Bayern ist Meister. Am unteren Ende holt sich Wolfsburg die vielleicht noch alles entscheidenden Punkte. Köln vergibt seine womöglich größte Chance und rauscht weiter Richtung Zweite Liga, Mainz muss weiter zittern.

1. FC Köln  - FSV Mainz 05 1:1 (1:0)

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Auch die Mainzer wollten heute mehr erreichen - am Ende reichte es für einen Punkt.

(Foto: dpa)

Der 1. FC Köln hat am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Kellerduell gegen den FSV Mainz 05 einen Sieg aus der Hand gegeben und taumelt als Vorletzter weiter dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck kam gegen den schwachen Tabellen-16. aus Mainz nur zu einem 1:1 (1:0) und verspielte dabei eine Führung. Mainz ist auf dem Relegationsrang noch immer sechs Punkte entfernt. Nationalspieler Jonas Hector (7.) köpfte den FC in Führung, doch Pablo De Blasis (50.) konterte ebenfalls per Kopf für die nach vorne lange harmlosen Mainzer, die in der Nachspielzeit noch Giulio Donati durch eine Gelb-Rote Karte verloren. Für die Gäste-Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz ist der Punkt wertvoll - bei nur noch fünf Saisonspielen scheint der Relegationsrang abgesichert. Im Mai 2017 hatte der FC im letzten Saisonspiel gegen Mainz den Einzug in die Europa League perfekt gemacht, diesmal trafen sich die beiden Teams zum Abstiegsgipfel.

SC Freiburg - VfL Wolfsburg 0:2 (0:1)

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Wolfsburg hat jetzt zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

(Foto: imago/Achim Keller)

Der VfL Wolfsburg hat im sechsten Versuch den ersten Sieg unter Trainer Bruno Labbadia gefeiert - und gleich einen enorm wichtigen. Durch das 2:0 (1:0) beim SC Freiburg verkürzten die Wölfe den Rückstand auf die im Tabellenkeller unmittelbar vor ihnen liegenden Breisgauer auf einen Punkt. Daniel Didavi war mit einem Doppelpack der Matchwinner (2./83.), Freiburgs Topstürmer Nils Petersen scheiterte in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt (90.+4) an Torwart Koen Casteels. Die Gäste ließen in den ersten Minuten keinen Zweifel daran, ihre gute Serie in Freiburg (zuletzt vier Siege) fortsetzen zu wollen. Didavi traf nach einer missglückten Abwehraktion von Manuel Gulde aus gut 20 Metern. Im Anschluss machten die Wölfe aber nur das Nötigste und strahlten im Verlauf der ersten Halbzeit keinerlei Torgefahr mehr aus. Freiburg hingegen blieb vom Rückstand nicht lange beeindruckt. Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion bestimmte das Team von Trainer Christian Streich, das daheim zuletzt zweimal hintereinander verloren hatte, zunächst das Spiel - allerdings ohne wirklich gefährlich zu werden. Im Angriff fehlte die Präzision. Und am Ende reichte es nicht.

Bor. Mönchengladbach - Hertha BSC 2:1 (0:1)

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Thorgan Hazard macht das 2:1 für Gladbach.

(Foto: imago/Eibner)

Borussia Mönchengladbach hat seine Chancen auf die Europaliga-Teilnahme mit dem 2:1 (0:1) gegen Hertha BSC gewahrt. Joker Thorgan Hazard machte den Sieg mit seinen Treffern zum 1:1 in der 75. und per Foulelfmeter in der 79. Minute perfekt. Mit nun 40 Punkten darf die Borussia Richtung internationales Geschäft schauen. Die Berliner vergaben Chancen zuhauf und bleiben bei 36 Zählern. Salomon Kalou (40.) hatte die Hertha in Führung gebracht. Gladbach beendete seine Serie von vier Spielen ohne Sieg.

Davie Selke, der in der 17. Minute knapp verzog, und Kalou (19.) hatten für die Hertha die ersten Möglichkeiten. Auf Borussia-Seite waren der ehemalige Berliner Raffael (19.) und Kapitän Lars Stindl (30.) am gefährlichsten. Weil beide Teams in ihren Offensivaktionen zu unpräzise agierten, blieben vor 51.417 Zuschauern die wirklich bedrohlichen Situationen zunächst aus. Das änderte sich kurz vor dem Seitenwechsel: Niklas Stark bediente Selke, dem Jannik Vestergaard den Ball zwar noch vom Fuß spitzeln konnte. Der Abpraller indes landete bei Kalou - und der Hertha-Torjäger hatte keine Probleme, zum 0:1 einzuschieben. Mickael Cuisance (44.) verfehlte auf der Gegenseite das Gehäuse aus 20 Metern knapp.

Borussias Trainer Dieter Hecking reagierte nach der Pause und wechselte den offensiven Hazard für Denis Zakaria ein. Der vermeintliche Ausgleich zum 1:1 durch Patrick Herrmann (54.) wurde nach Videobeweis von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wegen Abseits nicht gegeben. Die Borussia tat jetzt nach vorn mehr, hatte aber Glück, dass ein Selke-Kopfball (65.) nach einem Fauxpas von Sommer nicht den Weg ins Netz fand. Kalou (68.) und Selke (73.) verpassten danach den zweiten Hertha-Treffer. Hazard gelang mit seinem achten Saisontor das 1:1. Nach Fabian Lustenbergers Foul an Nico Elvedi entschied Steinhaus mit Hilfe des Videobeweises auf Strafstoß, den Hazard zum Endstand verwandelte.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/SID