Fußball

Nachfolge noch offen 1. FSV Mainz 05 feuert Trainer Schwarz

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(Foto: imago images/Thomas Frey)

Der 1. FSV Mainz 05 trennt sich von Trainer Sandro Schwarz. Das gibt der Fußball-Bundesligist nach der Niederlage am elften Spieltag gegen den 1. FC Union Berlin und dem schlechtesten Saisonstart der Geschichte bekannt.

Die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 haben mit der Trennung von Trainer Sandro Schwarz auf die sportliche Krise reagiert. Nun gaben sie nach, wie es hieß, intensiven Gesprächen ihre "einvernehmliche" Entscheidung bekannt. Wer Nachfolger von Schwarz wird, ist noch offen. Nach Niko Kovac beim FC Bayern und Achim Beierlorzer beim 1. FC Köln ist Schwarz der dritte Coach, der in dieser Saison vorzeitig gehen muss.

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Der 41 Jahre alte Schwarz trug die Verantwortung für zwei Negativrekorde innerhalb einer Woche. Auf die höchste Liga-Niederlage überhaupt am vergangenen Spieltag bei RB Leipzig (0:8) folgte nun an diesem Samstag gegen Aufsteiger 1. FC Union Berlin die achte Saison-Niederlage (2:3). So viele Pleiten an den ersten elf Spieltagen setzte es für die Mainzer in der höchsten deutschen Spielklasse noch nie.

"Es geht nicht um Personen"

Der FSV ist Drittletzter und weist mit 12:30 die schlechteste Tordifferenz aller Mannschaften auf. Der frühere FSV-Profi Schwarz trat seinem Job bei den Mainzern, die nach der Länderspielpause am Sonntag, 24. November, bei der TSG Hoffenheim (ab 18 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) antreten, am 1. Juli 2017 als Nachfolger von Martin Schmidt an. Der Vertrag des Trainers lief ursprünglich bis Juni 2022.

Doch nach der Niederlage gegen die Köpenicker war Rouven Schröder bei der Frage nach der Zukunft des Trainers keine klare Antwort zu entlocken war. "Ich muss jetzt nicht jede Woche ein Plädoyer halten. Ich habe Woche für Woche meine Statements abgegeben", hatte der Sportvorstand gesagt: "Wir werden die Dinge betrachten. Mainz 05 steht über allem. Es geht nicht um Personen, sondern um den Verein." Und um diesen Verein steht es schlecht. Der FSV gab gegen Berlin auf und abseits des Platzes ein desaströses Bild.

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Aufregung nach dem Spiel: Sportvorstand Rouven Schröder beschwichtigt.

(Foto: imago images/Rene Schulz)

Ein Eigentor von Kapitän Daniel Brosinski nach einer halben Stunde und der Doppelpack des Schweden Sebastian Andersson (45.+3/51.) brachten die völlig verunsicherten Mainzer auf die Verliererstraße. Die Treffer von Karim Onisiwo (81.) und Brosinski (90.+4) vor 24.349 Zuschauern kamen viel zu spät. Dann lagen beim Anhang die Nerven blank. Nach dem Abpfiff kam es zu Rangeleien im Fanblock. Einige Chaoten kletterten über die Zäune und wollten auf die Profis losgehen. Erst das Einschreiten der Ordnungskräfte beruhigte die Lage soweit, dass die Spieler "nur" verbal angegangen wurden.

Angesichts dieser Gemengelage ist es keine Überraschung, dass Schwarz nun weg ist. Bei der Aufarbeitung der Lage dürfte der Trainer aber noch dabei sein. Der hatte direkt nach der Niederlage gegen die Berliner gesagt, die Fragen nach seiner beruflichen Zukunft "berühren mich nicht. Ich habe keine Furcht. Es geht um die Mannschaft und um den Klub".

Quelle: n-tv.de, sgi/sid

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