Fußball

Braunschweig bleibt ungeschlagen HSV beendet Sieglos-Serie bei der Tormaschine

imago1017605669h.jpg

Hamburgs Siegtorschütze Laszlo Benes.

(Foto: IMAGO/Ulrich Hufnagel)

Im Topspiel beim SC Paderborn unterstreicht der Hamburger SV, warum er die Auswärtstabelle der 2. Bundesliga anführt und springt auf einen direkten Aufstiegsplatz. Hannover bleibt oben dran, während Sandhausen zwar punktet, aber Braunschweigs Serie nicht durchbrechen kann.

Hannover 96 - Karlsruher SC 1:0 (0:0)

Hannover 96 hat die Aufstiegsplätze in der 2. Fußball-Bundesliga weiter im Blick. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl setzte sich am Sonntag gegen den Karlsruher SC mit 1:0 (0:0) durch und zog auf Rang fünf mit nun 24 Zählern nach Punkten mit dem viertplatzierten 1. FC Heidenheim gleich.

Hendrik Weydandt (56.) erzielte vor 29.100 Zuschauern in der heimischen Arena den Treffer für Hannover. Kurz darauf musste der KSC, der sich mit 17 Zählern weiter im Tabellenmittelfeld hält, die Partie in Unterzahl bestreiten. Jerome Gondorf sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (62.).

Die Gäste machten von Beginn an Druck, doch kurz vor der Pause hatte Hannover schließlich durch einen Foulelfmeter die beste Chance zur Führung. Zuvor hatte Marcel Franke im Strafraum Maximilian Beier zu Fall gebracht, Schiedsrichter Sven Waschitzki-Günther zeigte nach Ansicht der Videobilder auf den Punkt. Havard Nielsen scheiterte jedoch an KSC-Torhüter Marius Gersbeck. Nach der Führung durch Weydandt im zweiten Durchgang agierte Hannover in Überzahl kontrolliert und setzte sich über weite Strecken in der gegnerischen Hälfte fest.

SV Sandhausen - Eintracht Braunschweig 2:2 (0:0)

Aufsteiger Eintracht Braunschweig ist auch im achten Spiel in Serie ohne Niederlage geblieben. Jedoch kamen die Niedersachsen beim SV Sandhausen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und verpassten damit den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. Auch Sandhausen half der eine Punkt nicht wirklich weiter. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwarz belegt mit 13 Punkten weiter einen direkten Abstiegsplatz. In einer insgesamt wenig ansehnlichen Partie hatten Anthony Ujah (52.) und Anton Donkor (74.) die Eintracht zweimal in Führung gebracht, Janik Bachmann (66.) und David Kinsombi (81.) sorgten für ein letztendlich leistungsgerechtes Remis.

Die erste Halbzeit lieferte den 4729 Zuschauern im Hartwaldstadion nur wenige Höhepunkte, von beiden Seiten gingen zu selten zielführende Impulse aus. Kurz vor der Pause verpasste es Christian Kinsombi (41.), Sandhausen in Führung zu bringen - die Hereingabe von Alexander Esswein köpfte er an den Pfosten.

Ujah machte es auf der Gegenseite besser. Die erste Chance nach Wiederanpfiff verwertete der frühere Bundesligastürmer per Kopf zur Braunschweiger Führung. Die nach dem Ausgleich von Bachmann aufgekommenen Sandhausener Hoffnungen währten zunächst nur kurz. Doch den Linksschuss von Donkor konterte Sandhausen durch Kinsombi.

SC Paderborn - Hamburger SV 2:3 (1:2)

Der Hamburger SV hat sich im packenden Spitzenspiel aus der Krise geschossen. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter gewann beim SC Paderborn nach zuvor zwei Niederlagen durch einen Treffer von Laszlo Benes (69.) mit 3:2 (2:1) und schob sich mit nunmehr 28 Punkten auf Rang zwei hinter Tabellenführer Darmstadt 98 (29 Punkte). Dagegen fielen die Ostwestfalen (26 Punkte) auf Rang drei zurück.

Vor 15.000 Zuschauern war die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok zunächst durch den Doppeltorschützen Robert Leipertz (3./51.) in Führung gegangen und war ihrem Ruf als mit Abstand stärkste Offensive der Liga gerecht geworden. Der starke Robert Glatzel (23.) und Jean-Luc Dompe (45.+1) hatten das abwechslungsreiche Spiel bereits vor dem Paderborner Ausgleich gedreht - und den Grundstein dafür gelegt, dass die Rothosen den sechsten Erfolg im siebten Auswärtsspiel der Saison bejubelten.

Mehr zum Thema

Der HSV wurde in den Anfangsminuten kalt erwischt. Dem 1:0 der Paderborner vorausgegangen war schon ein Freistoß von Florent Muslija (2.), den Torwart Daniel Heuer Fernandes mit Geschick und Glück parierte. Nach dem folgenden Einwurf dribbelte Marvin Pieringer ungebremst in den Strafraum der Gäste - Leipertz nahm seinem Mitspieler mit dem Torschuss erfolgreich den Ball vom Fuß. Nach wilden zehn Anfangsminuten fingen sich die Hamburger langsam durch zunehmende Ballkontrolle. Paderborn schaltete zunächst noch schnell um und erspielte sich weitere Chancen gegen die Hintermannschaft der Gäste, der die ordnende Hand von Sebastian Schonlau (Rot-Sperre) zu fehlen schien. Dafür machte sich die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Glatzel bezahlt: Er nutzte die erste Chance des HSV zum Ausgleich.

Der Treffer gab den Hamburgern deutlich Auftrieb, sie gewannen zunehmend an Sicherheit, bestimmten nun das Spiel und drehten es nach mehreren vergebenen Großchancen durch den Treffer von Dompe. Nach dem eher unerwarteten Ausgleich durch Leipertz war das Spiel erneut völlig offen, der HSV aber bestach durch Effizienz. Und er hätte trotz seltener werdender Chancen nach dem Treffer von Benes durch Glatzel (77.) sogar noch höher gewinnen können.

Quelle: ntv.de, tsi

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen