Fußball

Verspätung in Kaiserslautern Langwieriger VAR-Elfmeter beflügelt Düsseldorf

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Die Fortuna siegte erstmals in der 2. Bundesliga gegen Holstein Kiel.

(Foto: dpa)

Das Verfolgerduell der 2. Bundesliga geht an Fortuna Düsseldorf, allerdings nach ausgiebigem Videostudium. Jahn Regensburg erlebt eine heftige Heimpleite gegen Hansa Rostock, während Kaiserslautern und Nürnberg erst verzögert mit dem Fußballspielen beginnen können.

Holstein Kiel - Fortuna Düsseldorf 1:2 (0:1)

Fortuna Düsseldorf behält die Aufstiegsplätze der 2. Fußball-Bundesliga im Blick. Das Team von Trainer Daniel Thioune gewann am 14. Spieltag das unterhaltsame Verfolgerduell bei Holstein Kiel mit 2:1 (1:0) und kletterte mit 23 Punkten vorerst auf den fünften Rang. Shinta Appelkamp (42.) und Dawid Kownacki (82., Foulelfmeter nach Videobeweis) trafen für die Fortuna, die den zweiten Auswärts-Dreier in Folge feierte. Kapitän Marcel Sobottka sah in der Schlussphase wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (90.+3). Toptorjäger Steven Skrzybski (70.) glich für die zuvor vier Spiele lang ungeschlagenen Kieler (20) aus, die derzeit am Ende der oberen Tabellenhälfte liegen.

Beide Seiten kamen in einer rasanten Anfangsphase gleich zu guten Chancen: Kiel durch Skrzybski (6.), für Düsseldorf verpasste Emmanuel Iyoha (9.) die Führung. Im Tor der Störche bekam Tim Schreiber, der den erkrankten Thomas Dähne als Keeper ersetzte, gleich gut zu tun.

Denn die Fortuna entwickelte schlicht mehr Torgefahr als die Kieler. Appelkamp münzte das kurz vor der Pause nach schöner Vorarbeit von Kristoffer Peterson in die Führung der Gäste um. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Norddeutschen verstärkt das Kommando und drückten auf den Ausgleich. Den besorgte Skrzybski mit seinem zehnten Saisontreffer, ehe Kownacki vom Punkt die Nerven behielt. Zwischen Foul und Ausführung vergingen allerdings mehrere Minuten, ehe das Schiedsrichtergespann den Tritt von Hauke Wahl auf den Fuß von Kownacki nachträglich ahndete.

1. FC Kaiserslautern - 1. FC Nürnberg 0:0

Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern bleibt im gesicherten Tabellenmittelfeld, der 1. FC Nürnberg auch unter seinem neuen Trainer Markus Weinzierl in Nähe der Abstiegszone. Beim Duell der Bundesliga-Gründungsmitglieder auf dem Betzenberg gab es zwar viel Kampf und Emotionen, aber keine Tore. Mit der Nullnummer können die Roten Teufel, die einem Sieg näher waren, besser leben: Sie liegen mit 20 Punkten vorerst auf Platz sieben, der Club ist mit fünf Zählern weniger nur zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt.

Weil nicht alle 46.895 Zuschauer rechtzeitig auf ihren Plätzen im Fritz-Walter-Stadion waren, wurde das Traditionsduell mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen. Die kampfstarken Gastgeber erwischten den besseren Start und kamen zu den einzigen Torchancen der ersten Halbzeit: Nach dem Schuss von Julian Niehues rettete Lino Tempelmann für seinen bereits geschlagenen Torhüter Christian Mathenia auf der Linie (13.), dann verfehlte Marlon Ritter nur knapp das Ziel (27.).

Der Club, in der Defensive stabil, blieb im Angriff völlig harmlos. Auch nach der Pause war Lautern gefährlicher: Kenny Redondo (51.) scheiterte nach klugem Pass von Terrence Boyd ebenso an Mathenia wie Boyd selbst (68.) und Philipp Klement (71.). Am nächsten waren die Gastgeber dem Siegtor, als Schiedsrichter Michael Bacher einen Handelfmeter pfiff (80.). Nach Ansicht der Videobilder nahm er die Entscheidung aber zurück, weil es die Hand eines Lauterers war.

SSV Jahn Regensburg - Hansa Rostock 0:3 (0:2)

Dank eines Doppelpacks von Rechtsaußen Kai Pröger hat Hansa Rostock einen wichtigen Dreier eingefahren und sich Luft im Tabellenkeller verschafft. Nach vier Ligaspielen ohne Sieg setzten sich die Norddeutschen bei Jahn Regensburg mit 3:0 (2:0) durch und schoben sich bis auf einen Punkt an die Oberpfälzer heran.

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Bei herbstlich-warmen Temperaturen vor 10.380 Zuschauern gingen die Gäste durch den quirligen Pröger (7./26.) schnell in Führung. Regensburg zeigte sich in der Folge bemüht. Doch Joshua Mees (16.), Charalambos Makridis (44.) und Andreas Albers (53.) vergaben aussichtsreiche Chancen. Dann lenkte Jahn-Innenverteidiger Jan Elvedi eine Hereingabe von Rostocks Svante Ingelsson (63.) unglücklich ins eigene Tor - die Entscheidung.

Mit sechs Neuen in der Startelf fand Hansa gut in die Partie und belohnte sich dank Doppelpacker Pröger, der den Ball zunächst mit links und dann mit rechts per Vollspann ins Tornetz drosch. Regensburg, das verletzungsbedingt mehrere Wochen auf Kapitän Benedikt Gimber verzichten muss, wollte antworten, verpasste jedoch den wichtigen Anschlusstreffer vor dem Halbzeitpfiff. Dann kam Pech dazu: Erst traf Toptorjäger Albers nur das Aluminium, ehe dem Zwillingsbruder von Gladbachs Innenverteidiger Nico Elvedi ein Eigentor unterlief.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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