Fußball

800-Millionen-Engagement BMW steigt angeblich beim FC Bayern ein

Drei Konzerne sind Anteilseigner beim Bundesligisten Bayern München. Einem Bericht zufolge soll es dabei in naher Zukunft einen Wechsel geben. So will der Autobauer BMW die VW-Tochter Audi ablösen. Die aber hat keine Eile und gibt sich entspannt. Der Wert ihrer Anteile ist jedenfalls kräftig gestiegen.

Fußball-Rekordmeister Bayern München und der Autokonzern BMW wollen offenbar spätestens ab 2025 strategische Partner werden. "Beide Seiten haben bereits im letzten Jahr eine Absichtserklärung unterschrieben", sagte Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber dem "Manager Magazin". Der Münchner Autobauer BMW würde dann den Ingolstädter Audi-Konzern ablösen.

Das BMW-Sponsoring sei demnach auf zehn Jahre angelegt. Der Konzern würde Audis 8,33 Prozent Anteile an der FC Bayern München AG übernehmen. Wie das "Manager Magazin" weiter ausführte, wurden die Aussagen des früheren bayerischen Ministerpräsidenten in BMW-Kreisen bestätigt. Angeblich soll das Vertragsvolumen über die gesamte Laufzeit 800 Millionen Euro betragen.

Audi ist seit 2011 Anteilseigner der FCB AG und hatte damals für den Einstieg 90 Millionen Euro bezahlt. Der aktuelle Sponsorenvertrag läuft noch bis 2025. Mit der Volkswagen-Tochter sollen angeblich derzeit Gespräche geführt werden, um den Vertrag vorzeitig zu beenden - davon will Audi aber offenbar nichts wissen. "Unser Sponsoringvertrag mit dem FC Bayern läuft bis Juni 2025. Heute und in den kommenden Jahren ist die Partnerschaft mit dem FC  Bayern genau das Richtige für Audi, die wir auch weiterhin mit neuen Ideen bereichern werden", teilte der Konzern der "tz  München" mit und fügte an: "In sechs Jahren wird unser Unternehmen vermutlich andere Schwerpunkte haben, und das reicht in alle Bereiche des Unternehmens, auch in die Ausrichtung unserer Sponsoringaktivitäten. Weitere Schritte stehen aus unserer Sicht dann erst im Jahr 2024 an."

Im Dezember 2018 hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß ein BMW-Interesse bestätigt. "Es ist auch richtig, dass es Gespräche gibt. Ob was daraus wird, werden die kommenden Monate zeigen", sagte er.

Als dritter externer Aktionär neben Audi und Adidas hatte sich 2014 die Allianz als Namensgeber des Stadions mit 8,33 Prozent am FC Bayern beteiligt. Damals war der Fußballklub mit 1,3 Milliarden Euro bewertet worden. Nach der "Forbes"-Liste von 2018 hat sich der Marktwert inzwischen auf 2,6 Milliarden Euro verdoppelt.

Unterdessen ist die Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, in den Verwaltungsbeirat des Klubs eingezogen. Das Präsidium des Fußball-Rekordmeisters berief die 40 Jahre alte Politikerin bei seiner letzten Sitzung in das Gremium unter Vorsitz von Edmund Stoiber. Bär sei eine große Bereicherung für den Verwaltungsbeirat, sagte Vereinspräsident Uli Hoeneß. "Die Kompetenz von Dorothee Bär bei Zukunftsfragen wie vor allem beim Thema Digitalisierung steht unserem Verein sehr gut zu Gesicht."

Der Verwaltungsbeirat hat mit Bär nun 13 Mitglieder. Bär ist neben Vize Alexandra Schörghuber die zweite Frau im Gremium. Als Mitglied des Bayern-Fanclubs im Deutschen Bundestag ist sie bekennender Bayern-Fan. 2015 erschien Bär zu einer Bundestagssitzung in Berlin im Trikot des Rekordmeisters.

Quelle: n-tv.de, jwu/sid/dap

Mehr zum Thema