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Reus soll bleiben, Klopp muss BVB-Boss beschwört die Kraft der Krise

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"Vielleicht bin ich stur oder dickschädlig": BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Abstiegskampf verbreitet Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Optimismus beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Er glaubt daran, Marco Reus in "seiner Heimatstadt halten" zu können. In der Trainerfrage bleibt Watzke "dickschädelig".

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des börsennotierten Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, hat Trainer Jürgen Klopp erneut das Vertrauen ausgesprochen. "Vielleicht bin ich stur oder dickschädlig, aber wenn etwas sechs Jahre so gut funktioniert wie bei uns, dann kann es doch nicht sein, dass das im siebten Jahr nicht mehr so sein soll. Wir haben alle die gleiche Meinung dazu: Es gibt keinen Grund, an Jürgen Klopp zu zweifeln", sagte Watzke in einem Interview mit der "SZ", aus dem das Blatt vorab zitierte. Der BVB, Vize-Meister des Vorjahres, belegt in der augenblicklichen Bundesliga-Tabelle nur den vorletzten Platz. An der Börse sind die BVB-Aktien im Kleinstwerteindex SDax gelistet.

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Watzke zeigte sich im Gespräch mit dem Blatt auch zuversichtlich, dass Nationalspieler Marco Reus über die laufende Saison hinaus bei Borussia Dortmund bleibt. "Ich glaube nach wie vor, dass wir eine Chance haben, Marco in seiner Heimatstadt halten zu können", sagte der BVB-Geschäftsführer.

"Das wünsche ich mir"

Die jüngste Verpflichtung des Offensivspielers Kevin Kampl für rund zwölf Millionen Euro von RB Salzburg könne keinesfalls als Vorgriff auf einen Reus-Abschied im Sommer gewertet werden: "Solche Interpretationen interessieren mich nicht", sagte Watzke. "Ich würde beide gerne kommende Saison zusammen in Dortmund sehen. Das wünsche ich mir."

Der Vertrag von Reus läuft zwar offiziell noch bis 2017. Der Star-Spieler könnte sich aber auf eine im Vertrag enthaltene Ausstiegsklausel berufen, die Reus einen früheren Wechsel ermöglichen könnte. Sollte sich ein finanzkräftiger Verein finden, der eine Ablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro bereitstellt, könnte der 24-Jährige noch in diesem Sommer aus seinem BVB-Vertrag in eine neue Mannschaft wechseln.

"Ich finde das manchmal unfassbar"

Der in der Hinrunde häufig verletzte Reus soll nach den Dortmunder Planungen in der Rückrunde ein wichtiger Faktor der Borussia werden. Das Team um Trainer Jürgen Klopp leidet derzeit unter einer Serie an Misserfolgen und ist in der Bundesliga-Tabelle auf den 17. und vorletzten Platz abgerutscht.

Watzke kann im Kampf gegen den Abstieg inzwischen sogar eine positive Komponente entdecken: "Ich finde das manchmal unfassbar, wie wir es hinbekommen haben, uns gegen den Trend zu stellen, keine dieser Patenlösungen zugelassen haben, keine Spieler-Suspendierungen oder solche Aktionen. Alles ist seriös und ruhig geblieben. Wenn wir das alles hinter uns haben, werden wir in Zukunft von der Art, wie sich der gesamte BVB in dieser Krise gezeigt hat, noch ganz viel profitieren."

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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