Fußball

Der Weltmeisterkapitän hört auf Bastian Schweinsteiger tritt aus DFB-Elf zurück

Er führte Deutschland in Brasilien mit Philipp Lahm zum Weltmeisterschaftstitel, in diesem EM-Sommer feierte er nach einer Verletzung ein Comeback nach Maß: Bastian Schweinsteiger. Jetzt hört der Kapitän der DFB-Elf auf.

Kapitän Bastian Schweinsteiger hat seinen Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. Das gab der 31-Jährige via Twitter bekannt. Er habe den Bundestrainer Joachim Löw gebeten, nicht mehr nominiert zu werden. Zur nicht gewonnenen EM in Frankreich schrieb er: "Ich wollte diesen Titel unbedingt gewinnen, den wir seit 1996 nicht mehr nach Deutschland holen konnten. Es sollte nicht sein und ich muss es akzeptieren." Mit dem Gewinn des WM-Titels sei "historisch und emotional" etwas gelungen, was sich in seiner Karriere nicht mehr wiederholen lasse.

Schweinsteiger bestritt seit 2004 insgesamt 120 Länderspiele für Deutschland und belegt damit Rang vier der ewigen Länderspielliste. Er war bei sieben Turnieren im Kader und wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister. Nach der WM hatte er vom zurückgetretenen Philipp Lahm das Kapitäns-Amt übernommen. Die Nationalmannschaft sei "immer eine wertvolle Familie" gewesen, schrieb Schweinsteiger nun.

Nach der EM riet Günter Netzer dem Kapitän, sein Karriereende in der Fußball-Nationalmannschaft nicht zu lange hinauszuzögern. "Man darf es mit dem Karriereende nicht übertreiben, sonst endet man meist als tragischer Held. Man erinnert sich hinterher mehr an den Schluss der Karriere als an die Großtaten." Schweinsteiger könne jetzt verhindern, dass solche Gedanken entstehen.

Netzer sagte, Schweinsteiger müsse selbst beurteilen, ob er sich stark genug fühle, zweigleisig zu fahren. "Er muss die Situation abwägen und den richtigen Zeitpunkt für den Rücktritt finden", sagte Netzer.

Quelle: n-tv.de, rpe/sid/dpa

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