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+ Fußball, News, Transfergerüchte + Can mit EL-Stotterstart, Joker Gomez siegt

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Emre Can musste sich mit seinem FC Liverpool mit einem 1:1 in Bordeaux begnügen.

(Foto: REUTERS)

Saskia Bartusiak ist ab sofort die neue Kapitänin der DFB-Elf - weil die Bundestrainerin es so will. Derweil fühlt sich Heiko Westermann bei Betis Sevilla durchaus wohl. "Hier wird teilweise schneller gespielt." Und Union Berlin den Flüchtlingen - ganz ohne die "Bild"-Zeitung.

Fußball-Nationalspieler Emre Can hat mit dem FC Liverpool einen Stotterstart in die Europa League hingelegt, Besiktas Istanbul mit Joker Mario Gomez einen glanzlosen Pflichtsieg eingefahren. Zum Auftakt der Gruppe B mühte sich Mitfavorit Liverpool bei Girondins Bordeaux zu einem 1:1 (0:0). Can spielte in Bordeaux durch, konnte jedoch nur wenig Akzente setzen. Nach der Führung durch Adam Lallana (66.) traf Jussie (81.) zum verdienten Ausgleich für die Gastgeber.

Besiktas siegte in Albanien beim krassen Außenseiter KF Skenderbeu Korce 1:0 (1:0).  Bei Istanbul wurde Gomez, der am Wochenende in der Liga mit einem Doppelpack geglänzt hatte, lange geschont und erst in der 61. Spielminute eingewechselt. Der Ex-Hoffenheimer Andreas Beck kam 90 Minuten zum Einsatz, den Siegtreffer erzielte der Argentinier José Sosa (30.), ehemals bei Bayern München unter Vertrag.

Alle Ergebnisse des 1. Spieltags in der Europa League gibt es hier im Überblick. (cwo)

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Augsburg-Fans beeindrucken Athletic Bilbao

Mit ihrer Sangesfreude hinterlassen die Fans des FC Augsburg beim spanischen Traditionsklub Athletic Bilbao. Vor dem FCA-Auswärtsspiel in der Europa League, dem ersten internationalen Spiel der Augsburger Vereinsgeschichte, sangen die mitgereisten Fans schon lange vor dem Anpfiff im noch weitgehend leeren Stadion San Mames. Dokumentiert ist die vorfreudige Sangeskunst der Augsburger in einem kurzen Video, das Athletic Bilbao selbst über seinen offiziellen Twitter-Account verbreitete. Aber sehen und hören sie selbst:

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Alles, was Sie sportlich zur Europacup-Premiere der Augsburger und zur Partie des FC Schalke bei APOEL Nikosia wissen müssen, gibt es in unserer Vorschau. (cwo)

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Auch Freiburg & Bochum boykottieren "Bild"

Nach dem FC St. Pauli und Union Berlin werden sich auch die Fußball-Zweitligisten VfL Bochum und SC Freiburg nicht an der Flüchtlings-Aktion "Wir helfen" beteiligen. Die Bochumer verwiesen auf ihr soziales Engagement: "Bereits im vergangenen Jahr haben wir Flüchtlinge zu uns ins Stadion eingeladen, haben mit ihnen im Frühjahr dieses Jahres trainiert, ließen ihnen noch beim vergangenen Heimspiel gegen 1860 München per TV-Bande Grußbotschaften zukommen und haben sie erst in der letzten Woche durch Kleiderspenden unterstützt." Der SC Freiburg teilte mit, er engagiere sich seit Jahren in der Flüchtlingshilfe und stehe bei seinem sozialen Engagement für nachhaltige und langfristige Unterstützung vor Ort.

Der 1. FC Nürnberg will die Aktion zwar generell unterstützen, aber auf die "besondere Promotion des Medienpartners verzichten". Was dies genau bedeutet, ließ der Verein offen. (cwo)

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Bartusiak wird DFB-Kapitänin

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Die neue Chefin: Saskia Bartusiak.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Saskia Bartusiak ist neue Kapitänin der deutschen Fußball-Nationalelf. Bundestrainerin Silvia Neid bestimmte die Frankfurterin zur Nachfolgerin von Nadine Angerer, die ihre Laufbahn beendet hat. Bartusiak führt die deutsche Auswahl am Freitag in Halle/Saale erstmals als Spielführerin in die EM-Qualifikations-Begegnung gegen Ungarn. Ihr Team ist in Staffel 3, zu der noch Russland und Kroatien gehören, der klare Favorit auf die Fahrkarten zum Championat 2017 in den Niederlanden. (sgi)

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In Hamburg habe ich das Leben in den letzten Jahren - wegen der sportlichen Situation - nicht genießen können": Heiko Westermann.

(Foto: imago/Marca)

Westermann schwitzt und genießt

Der zu Spaniens Fußball-Erstligisten Betis Sevilla gewechselte frühere HSV-Kapitän Heiko Westermann fühlt sich in seiner neuen Heimat wohl. "Die Lebensqualität hier ist sehr hoch. In Hamburg dagegen habe ich das Leben in den letzten Jahren - wegen der sportlichen Situation - nicht genießen können", sagte der 32-Jährige der "Bild"-Zeitung. Westermann hatte beim Hamburger SV im Sommer keinen Anschlussvertrag erhalten.

Nach seinem gelungenen Debüt beim 1:0-Sieg des Aufsteigers gegen Real Sociedad San Sebastian am vergangenen Samstag verglich er die Primera División mit der Bundesliga: "Hier wird teilweise schneller gespielt. In der Bundesliga gradliniger. Ich denke, die Primera División ist insgesamt wohl stärker." Der Verteidiger hatte anfangs mit der Hitze beim Training zu kämpfen: "Teilweise stieg das Thermometer deutlich auf gute 47 Grad, so dass wir um acht Uhr und um 20 Uhr unsere Einheiten absolvierten." Seine HSV-Rückennummer 4 war bei Betis schon vergeben. Das stört Westermann aber nicht, er läuft nun mit der 17 auf. "HW4 stand für meine Zeit in Hamburg. Hier in Sevilla schlage ich jetzt ein neues Kapitel auf." (sgi)

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Verzichten auf ihr Haus: Fans des 1. FC Union Berlin.

(Foto: imago/Matthias Koch)

Union sagt ab - und hilft selbst

Den Flüchtlingen beistehen? Klar! Aber nicht zusammen mit der "Bild"-Zeitung. Nach dem FC St. Pauli will auch Fußball-Zweitligist Union Berlin von der Aktion "Wir helfen" nichts wissen. Die Köpenicker teilten mit, "an der für den kommenden Bundesligaspieltag geplanten Aktion einer Boulevardzeitung nicht teilnehmen" zu wollen. Bei den übrigen 34 Profiklubs soll am kommenden Spieltag "Wir helfen - #refugeeswelcome" auf dem Trikotärmel stehen.

Stattdessen hilft Union selbst und stellt unter anderem das geplante Fanhaus mit einer Fläche von 1200 Quadratmetern für die Wintermonate als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. "Berlin ist darauf angewiesen, alle Reserven zu erschließen, um das Unterbringungsproblem zu lösen. Wir haben die Möglichkeit, dazu einen Beitrag zu leisten, indem wir selber verzichten. Natürlich hätten wir unser Fanhaus sehr gerne anlässlich unseres 50. Vereinsgeburtstag im Januar eröffnet, aber wenn wir akute Not lindern können, dann tun wir das selbstverständlich", sagte Fanhaus-Leiter Sven Mühle. (sgi)

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Angeschlagen: Robert Lewandowski.

(Foto: imago/Ulmer)

Lewandowski, Alonso und Vidal angeschlagen

Alles halb so wild: Die Fußballer Robert Lewandowski, Xabi Alonso und Arturo Vidal sind beim ersten Gruppenspiel des FC Bayern München in der Champions League mit offenbar leichteren Blessuren davongekommen. Lewandowski und Alonso wurden beim 3:0 bei Olympiakos Piräus jeweils wegen eines Schlags auf das Sprunggelenk ausgewechselt. Vidal ging nach einem Schlag auf den Unterschenkel vom Platz. Alle drei sollen nach der Rückkehr in München genauer untersucht. Danach wird über einen möglichen Einsatz am Wochenende entschieden. Dann geht es am Samstag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) zum Aufsteiger nach Darmstadt. (sgi)

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Zwei, die sich auch ohne Worte verstehen: Josep Guardiola und Thomas Müller.

(Foto: imago/Eibner)

Guardiola stoppt Müller - kein Geschenk

Das Spiel war längst entschieden, die Nachspielzeit lief, als Josep Guardiola an diesem Mittwochabend noch einmal richtig energisch wurde: Thiago hatte den etatmäßigen Strafstoßschützen Thomas Müller auf dem Platz erfolgreich beschwatzt und sich den Ball auch schon auf den Elfmeterpunkt gelegt, als der Trainer des FC Bayern an der Seitenlinie wild gestikulierte: Thiago musste sich trollen, Müller trat an, schoss mit rechts - 3:0 für den FC Bayern beim Champions-League-Auftakt in Piräus.

"Thiago hat signalisiert, dass er gerne schießen würde. Ich bin ja Mannschaftsspieler und hatte nichts dagegen, dass er schießt", berichtete Fußball-Weltmeister Müller später in den Katakomben des Stadions von Olympiakos Piräus. "Aber dann kam das Signal vom Trainer, dass ich nicht umsonst auf der Liste stehen." Und dort steht ganz oben der Name von Müller, als Elfmeterschütze Nummer 1. "Ich sollte schließen. Es war ein Pflichtspiel", erläuterte Müller die Anweisung von Chef Guardiola. Unbeeindruckt vom Vorspiel verwandelte der 26 Jahre alte Angreifer seinen siebten von insgesamt acht Elfmetern in der Champions League. Es war schon das zweite Mal in der noch jungen Saison, dass ein Teamkollege an Müllers Großzügigkeit appellierte. Beim 3:0-Heimsieg in der Bundesliga gegen Leverkusen überließ der da schon zweifache Torschütze den zweiten Elfer des Spiels Arjen Robben. Der musste davor allerdings mit dem Chilenen Arturo Vidal um die Ausführung rangeln. Nun hatte Guardiola wohl genug vom Elfmeterzank. (sgi)

Quelle: ntv.de