Fußball

Störfeuer im Abstiegskampf? Die brisante Gerüchte-Posse um Kohfeldt

Bremens Trainer Florian Kohfeldt. Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild

Florian Kohfeldt will mit Werder Bremen erstmal den Klassenerhalt in der Bundesliga sichern.

(Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild)

Mit Werder steckt Florian Kohfeldt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Im Fernduell mit Fortuna Düsseldorf geht es für die Bremer um das Erreichen des Relegationsrangs. Da ploppt ausgerechnet aus dem Rheinland ein Gerücht auf, das für Unruhe bei Werder sorgen dürfte.

Mit einem eilig zusammengewürfelten Trainerteam möchte die TSG Hoffenheim die Saison in der Fußball-Bundesliga beenden - und sich noch für die Europa League qualifizieren. Was dann kommt? Unklar. Eine externe Lösung werde angestrebt. Das ließ der Sportchef des Klubs, Alexander Rosen, wissen, unmittelbar nachdem sich die TSG am Dienstag eher überraschend von ihrem Trainer Alfred Schreuder getrennt hatte.

Und womöglich ist die Suche nach der externen Lösung schon sehr weit fortgeschritten. Wie der "Express" berichtet, sollen die Hoffenheimer großes Interesse an Werder Bremens Florian Kohfeldt haben. Angeblich habe man sich mit dessen Berater Marc Kosicke auch schon auf eine gemeinsame Zukunft geeinigt. Das sei "totaler Quatsch", ließ Kosicke dann über den "Weser-Kurier" aber blitzschnell ausrichten. Es gebe keinen Kontakt zur TSG. "Ich weiß nicht, woher das kommt."

Gerüchte sind nicht völlig abwegig

Nun, die "Deichstube" vermutet ein Störfeuer aus dem Rheinland. Denn daher, genauer gesagt aus Köln kommt der "Express". Und im Rheinland kämpft mit Fortuna Düsseldorf ein Klub gerade um das sportliche Überleben in der Fußball-Bundesliga - im Fernduell mit, na klar, Werder Bremen. Drei Punkte trennen die beiden Klubs vier Spieltage vor dem Saisonende. Aktuell stehen die Düsseldorfer auf Relegationsrang 16, die Bremer belegen Platz 17 und würden somit direkt absteigen.

Völlig abwegig sind die Gerüchte um Hoffenheim und Kohfeldt indes nicht. Nach dem Abgang von Julian Nagelsmann im vergangenen Sommer zu RB Leipzig und dem gescheiterten Experiment mit dem eher als Hardliner bekannten Schreuder ist die TSG nun wohl wieder auf der Suche nach einem kommunikativen Trainer. Kohfeldt hatte sich in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf erworben. Sogar beim BVB war der 37-Jährige vorübergehend mal als Nachfolger von Lucien Favre gehandelt worden.

Keine Trainerdiskussion in Bremen

Trotz der schwachen Saison haben sie in Bremen eine Trainerdiskussion stets wegmoderiert und betont, an Kohfeldt festhalten zu wollen. Mit zwei Siegen in Freiburg und auf Schalke sowie einem Remis gegen das Spitzenteam aus Mönchengladbach hatte sich Werder zuletzt wieder Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt gemacht, ehe es am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (0:1) einen bitteren Rückschlag gab.

Am kommenden Spieltag reist die Mannschaft von Kohfeldt zum Tabellenletzten SC Paderborn, während Konkurrent Düsseldorf daheim Borussia Dortmund empfängt. Mit einem Sieg in Ostwestfalen und einer gleichzeitigen Pleite der Fortuna gegen den BVB wären beide Mannschaften punktgleich. Der Kampf um den Klassenerhalt (oder den Relegationsrang) wäre dann wieder völlig offen. Und genau darum, um den Klassenerhalt, gehe es Kohfeldt in diesen Tagen, betonte Kosicke. Was dann aber kommt?

Bei Werder Bremen ist es jedenfalls so: "Im Abstiegsfall wird es keinen Automatismus geben, was die Trainerposition betrifft. Weder, dass Florian auf alle Fälle Trainer bleiben wird, aber auch nicht in die andere Richtung, dass auf jeden Fall ein neuer Trainer auf der Bank sitzen wird", hatte Sportchef Frank Baumann vor ein paar Tagen erst erklärt.

Quelle: ntv.de, tno

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