Fußball

Dresden ehrt verstorbene Legende Ein Pfiff hilft Kiels Aufwärtstrend entscheidend

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Kiel siegt in Regensburg.

(Foto: dpa)

Nach katastrophalem Saisonstart arbeitet sich Holstein Kiel ins Mittelfeld der 2. Bundesliga vor. In Regensburg machen ein Tritt, ein Pfiff und ein guter Schuss den Unterschied. Dynamo Dresden erinnert emotional an den verstorbenen "Dixie" Dörner, tritt sportlich aber auf der Stelle.

Hannover 96 - Dynamo Dresden 0:0

Die Pokalhelden von Hannover 96 haben die Euphorie rund um den Viertelfinal-Einzug nicht in den nächsten Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga umwandeln können. Gegen Dynamo Dresden kam die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski nicht über ein zähes 0:0 hinaus - trotz einiger guter Möglichkeiten. Damit rangiert Hannover in der Tabelle weiter punktgleich mit Dynamo als Zwölfter einen Platz hinter den Sachsen.

Das Spiel stand ganz im Zeichen der verstorbenen Dynamo-Legende Hans-Jürgen "Dixie" Dörner. Die Dresdner liefen in schwarzen Trikots auf. Vor dem Anpfiff legten beide Teams eine Schweigeminute ein. Der 100-malige DDR-Nationalspieler war am Mittwoch nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren verstorben.

Vier Tage nach dem sensationellen 3:0 im Pokal-Achtelfinale gegen Borussia Mönchengladbach übernahm Hannover sofort wieder die Spielkontrolle und kam zu den besseren Chancen. Doch Linton Maina (21.), Maximilian Beier (29.) oder Cedric Teuchert (38. und 48.) nutzten ihre guten Möglichkeiten nicht.

Mit zunehmender Spieldauer verflachte das Niveau der Partie entsprechend der Tabellensituation der beiden Teams. Hannover blieb aktiver, scheiterte aber entweder an der Dynamo-Abwehr oder am eigenen Unvermögen. Wie etwa Sebastian Stolze, der in einer aussichtsreichen Position den Ball kläglich verstolperte (73.). In der 82. Minute gab der Schiedsrichter zunächst einen Foulelfmeter für Hannover. Doch nach einem Eingriff des Videoassistenten wurde diese Entscheidung in einen Freistoß sowie eine Gelb-Rote Karte für Dresdens Michael Akoto (84.) korrigiert, der den 96-Stürmer Maximilian Beier kurz vor dem Strafraum gefoult hatte.

SSV Jahn Regensburg - Holstein Kiel 1:2 (1:1)

Jahn Regensburg hat in seinem Jubiläumsspiel drei eingeplante Punkte für den erhofften Bundesliga-Aufstieg liegen gelassen. Das Team von Trainer Mersad Selimbegovic verlor im 300. Zweitliga-Spiel der Klubgeschichte gegen Holstein Kiel mit 1:2 (1:1) und fiel in der Tabelle auf Platz acht zurück.

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Regensburg war zwar durch Scott Kennedy (12.) in Führung gegangen, doch Julian Korb (35.) und Alexander Mühling (59., Foulelfmeter) drehten die Partie zugunsten der Kieler. Dem Strafstoß vorausgegangen war ein Tritt von Jahn-Kapitän Benedikt Gimber. Bei den Gastgebern hatte Max Besuschkow (42.) beim Stand von 1:1 einen Foulelfmeter verschossen.

Die Regensburger übten zu Beginn viel Druck aus, von dem sich die Kieler aber zunehmend befreien konnten. Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste sogar etwas mehr vom Spiel und auch die besseren Torchancen. Zuerst traf Finn Porath nur den Pfosten, dann holte der bärenstarke Mittelfeldspieler den Strafstoß zum 2:1 heraus. Danach drängten die lange zu passiven Regensburger auf den Ausgleich.

Quelle: ntv.de, tsi

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