Fußball

WM-Countdown (68) Ein bisschen Mutko-Musik fürs Wochenende

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So schnell wird man unfreiwillig zum Youtube-Star: Witali Mutko.

(Foto: imago/Russian Look)

Russland hatte die Fußball-WM noch gar nicht zugesprochen bekommen, da sorgte es schon für ein erstes Highlight. Witali Multifunktionsmutko gab den Ton vor - und ist damit bis heute ein Youtube-Star.

Hoch die Hände, Wochenende! Was braucht man da? Musik, zu der man am Samstagabend tanzen kann. Die aber auch funktioniert, wenn man am Sonntag - je nach privaten Lebensumständen um 7 oder um 13 Uhr - verschlafen in die Küche schlurft und erst mal Teewasser aufsetzt. Ein Stück mit ordentlich Drive, zu dem man sich gerne bewegt. Aber eben auch so melodisch und einschmeichelnd, dass es den Bedürfnissen eines gerade erst erwachenden Hirns entspricht. Text gerne auf Englisch, oder so.

Unsere Kolumnistin

Katrin Scheib ist Journalistin, Schalke-Fan und kommt aus dem Rheinland. Als die deutsche Mannschaft 2014 in Brasilien Fußball-Weltmeister wurde, war sie gerade nach Moskau gezogen. Seitdem bloggt sie unter kscheib.de über ihren Alltag und informiert mit ihrem "Russball"-Newsletter jede Woche über den Fußball und die WM-Vorbereitungen in Russland. Und nun schreibt sie für n-tv.de den Countdown, bis das Turnier am 14. Juni beginnt.

Okay, das sind jetzt ziemlich viele Wünsche auf einmal. Aber keine Sorge, dafür gibt es hier in Russland einen Allrounder, der für alle Anliegen von Fußballfans zuständig ist. Eventuell war von ihm hier schon das ein oder andere Mal die Rede: Wenn "Mufuti" ein Multifunktionstisch ist, dann ist er "Mufumu" - der Multifunktionsmutko.

Aktuell ist der Mann Russlands stellvertretender Premierminister, früher war das noch anders, da drückte sich die Fülle seiner Talente auch durch eine gewisse Ämterhäufung aus. Und so begab es sich, dass er eine Rede zu halten hatte bei der Fifa, damals, als sich Russland um die Fußball-Weltmeisterschaft bewarb. Mangels Englischkenntnissen ließ er sich den Text in Lautschrift notieren, das Ergebnis klang dann so:

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Eh jetzt einer unentspannt wird: Doch, doch, wir sind noch beim Thema "Musik fürs Wochenende". Denn was Mutko da vorlegte, ließ sich Enjoykin nicht entgehen. Der Mann ist Youtuber und macht aus Memes Musik, da war Mutkos phonetisches Pseudo-Englisch mit seinem "Let me speak from my heart" natürlich perfekt. Das Ergebnis heißt, etwas kürzer, "From my Heart" und wurde seitdem bei Youtube viereinhalb Millionen Mal geguckt.

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Trollen in seiner musikalischsten Form, da ließ sich auch Wladimir Putin inspirieren. Er schenkte Mutko öffentlichkeitswirksam ein Englischbuch zum Geburtstag. Ist das nett, wenn du als mächtigster Mann deines Landes andere so aufziehst? Nein. Soll dieser Text daher mit einer weiteren Musikempfehlung enden, bei der diesmal Russlands Präsident seine Englischkenntnisse präsentiert? Aber ja.

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Quelle: n-tv.de