Fußball

Gladbach siegt effizient, S04 bittersüß Freiburg bietet Spektakel, der HSV nichts

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Traumdebüt: Nils Petersen kam, sah und traf dreimal für seinen neuen Klub SC Freiburg.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Nach nur 46 Sekunden liegt Freiburg gegen Frankfurt zurück. Doch das Bundesliga-Schlusslicht dreht die Partie furios und stürzt den BVB auf Rang 18. Schalke und Gladbach siegen knapp, Köln ernüchtert den HSV. Und Mainz schießt fünf Tore gegen Paderborn.

Zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga gelingt dem bisherigen Schlusslicht SC Freiburg ein erster Befreiungsschlag. Gegen Eintracht Frankfurt siegt der SC trotz eines Blitzrückstands nach 46 Sekunden noch mit 4:1 (0:1) und gibt die Rote Laterne an Borussia Dortmund weiter, der im Spätspiel bei Bayer Leverkusen nicht über ein 0:0 hinaus kam.

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Der FC Schalke erkämpfte sich ein 1:0 gegen Hannover 96.

(Foto: imago/Team 2)

In der oberen Tabellenhälfte untermauerten der FC Schalke und Borussia Mönchengladbach ihre Champions-League-Ambitionen. Einen Tag nach dem beeindruckenden 4:1 (2:0) des Mitkonkurrenten VfL Wolfsburg gegen Tabellenführer FC Bayern München bezwang Schalke Hannover 96 mit 1:0 (1:0). Borussia Mönchengladbach setzte sich mit 1:0 (0:0) beim VfB Stuttgart durch und eroberte vorerst vor Königsblau den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga.

Im Abstiegskampf - in den die Hälfte aller Teams verwickelt ist - jubelten neben Freiburg auch Mainz 05 und der 1. FC Köln. Die Kölner erstickten durch ein 2:0 (0:0) beim Hamburger SV die Winteraufbruchstimmung der Hanseaten. Mainz 05 hielt durch das 5:0 (1:0) gegen den SC Paderborn einen direkten Konkurrenten in Schach.

Höger trifft, Huntelaar rastet aus

In Gelsenkirchen erzielte Abwehrspieler Marco Höger nach 31 Minuten das Tor des Tages für die Schalker. Christian Fuchs hatte zuvor einen Querpass durch den gesamten 96-Strafraum spielen können. Fabian Giefer blieb bei seiner Premiere im S04-Tor ohne Gegentreffer, so dass das Team von Trainer Roberto di Matteo trotz acht verletzter Akteure zum vierten Mal in Serie daheim gegen die Niedersachsen gewinnen konnte. Getrübt wurde die Freude durch den Platzverweis für Torjäger Klaas Jan Huntelaar. Der Niederländer senste kurz vor Schluss unmotiviert seinen Gegner Manuel Schmiedebach um und dürfte damit am Dienstag im Topspiel beim FC Bayern gesperrt fehlen.

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Nicht zu überwinden: Gladbachs Keeper Yann Sommer hielt sein Tor gegen Stuttgart auch dank des schwäbischen Unvermögens sauber.

(Foto: imago/Michael Weber)

Borussia Mönchengladbach musste bis zur 71. Minute auf den Torjubel warten. Nach überlegenem Beginn verloren die Gladbacher ein wenig den Faden. Dann traf aber Patrick Herrmann für die Gäste in Stuttgart. Der VfB hatte zuvor mehrere gute Chancen verpasst. Die Schwaben, die in der Nachspielzeit durch Georg Niedermeier aus fünf Meter nur die Latte trafen, rutschten zum Rückrundenstart auf einen Abstiegsrang.

Freiburg mit starkem Comeback

Den Sprung aus der größten Gefahrenzone schaffte der SC Freiburg mit einer erstaunlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Sieggarant war der zur Halbzeit eingewechselte Winter-Neuzugang Nils Petersen (64./70./88.) mit seinem Dreierpack zum Debüt. Kurz zuvor hatte Vladimir Darida per Elfmeter nach Foul von Stefan Aigner an Christian Günter den Ausgleich erzielt. Die Eintracht war schon nach 46 Sekunden durch ein Tor von Marco Russ in Führung gegangen, konnte aber anschließend seine Europacup-Ambitionen nicht untermauern.

In Hamburg richteten sich alle Blicke auf Rückkehrer Ivica Olic. Der Stürmer hatte in der 21. Minute tatsächlich eine gute Möglichkeit zum Comeback-Tor. Doch zum Matchwinner wurde der Kölner Marcel Risse. Bei seinen Toren in der 62. und 78. Minute schloss er Konter clever ab - beim ersten mit gütiger Mithilfe von HSV-Schlussmann Jaroslav Drobny. Köln untermauerte mit dem fünften Erfolg in der Fremde damit seine Position als zweitbestes Auswärtsteam der Liga hinter dem FC Bayern.

Mainz 05 spielte sich gegen Paderborn in einen Rausch. Die Tore zum 5:0, dem höchsten Saisonsieg, erzielten Yunus Malli (6./46.), Pablo de Blasis (69.), Sami Allagui (82.) und Johannes Geis (87./Foulelfmeter). Während die Rheinhessen erstmals seit dem 18. Oktober 2014 (2:1 gegen Augsburg) wieder einen Dreier bejubeln durften, verlängerten die Paderborner ihre Sieglos-Reihe auf acht Begegnungen. Mit nun 21 Punkten zogen die Mainzer an Paderborn (19 Punkte) vorbei.

Vor den Spielen wurden in den Stadien des tödlich verunglückten Profis Junior Malanda vom VfL Wolfsburg gedacht. Den Belgier war am 10. Januar bei einem Autounfall gestorben.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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