Fußball

Fürth erhöht den Druck HSV vergibt eine ganz große Chance

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Terodde ohne Tor, das passiert selten.

(Foto: dpa)

Der Hamburger SV bleibt zum achten Mal in Folge ungeschlagen, im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga verpasst der Tabellenführer aber ein wichtiges Signal. Fürth dagegen klettert weiter, während Osnabrück den Blick nach unten richten muss. Dort jubelt Braunschweig und verzweifelt Würzburg.

VfL Osnabrück - SpVgg Greuther Fürth 0:1 (0:1)

Die SpVgg Greuther Fürth hat ihre Sieglosserie gestoppt und ist wieder auf den Aufstiegs-Relegationsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga geklettert. Nach drei Spielen in Serie ohne Dreier siegte die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl beim VfL Osnabrück verdient mit 1:0 (1:0). Der ehemalige Münchner und Stuttgarter Julian Green (38.) traf mit seinem sechsten Saisontor für die Gäste. Für Osnabrück war es bereits die sechste Heimniederlage in Folge und die vierte Pleite in Serie. Mit 22 Punkten bleiben die Niedersachsen Elfter.

Die auswärtsstarken Fürther, die nur in einem der letzten 17 Liga-Gastspiele den Platz als Verlierer verlassen hatten, begannen mutig. Bei der ersten guten Möglichkeit köpfte Dickson Abiama über das Tor (15.). Der 22-jährige Nigerianer, der bis 2018 noch in der Kreisklasse gespielt hatte, feierte sein Startelfdebüt bei den Kleeblättern.

Besser machte es Green kurz vor der Pause aus kurzer Distanz nach einer schönen Kombination. Wenig später (44.) traf der 25-Jährige den Innenpfosten. Auch nach dem Seitenwechsel war Fürth die bessere Mannschaft. Die besten Möglichkeiten hatte er auffällige Abiama. Erst schoss er über das Tor (57.), dann rettete die Latte für Osnabrück (70.).

Eintracht Braunschweig - 1. FC Heidenheim 1:0 (1:0)

Eintracht Braunschweig hat seinen Negativlauf beendet und zumindest vorläufig die Abstiegsplätze verlassen. Die Niedersachsen feierten beim 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Heidenheim ihren ersten Sieg seit Anfang Dezember und verbesserten sich auf Platz 15. Die vergangenen sieben Partien hatte Braunschweig in der Liga nicht gewonnen. Marcel Bär (34.) sorgte mit seinem Treffer für das Ende dieser Serie. Er profitierte dabei von einem Fehler von Marnon Busch, der den Ball bei einem verunglückten Rettungsversuch dem Braunschweiger genau in die Füße spielte. Heidenheim, das bei nun neun Auswärtsspielen nur einmal gewonnen hat, droht die Spitzenplätze nach der sechsten Saisonniederlage aus den Augen zu verlieren.

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Erlösend.

(Foto: imago images/Christian Schroedter)

Bei eisigem Wind und Schneegestöber entwickelte sich von Beginn an ein umkämpftes Spiel ohne spielerische Höhepunkte. Nach dem Führungstreffer war Braunschweig dem zweiten Tor näher. Nick Proschwitz (37.) wurde beim Abschluss noch gestört, einen Freistoß von Felix Kroos (40.) parierte FCH-Torhüter Kevin Müller stark. Nach der Pause sorgte der eingewechselte Marc Schnatterer für mehr Schwung bei den Gästen. Mit einem Distanzschuss und mehreren guten Standards sorgte er für Torgefahr. Braunschweig hielt mit viel Einsatz dagegen, sorgte aber kaum noch für Entlastung.

Fortuna Düsseldorf - Hamburger SV (0:0)

Der Hamburger SV behält die ersehnte Bundesliga-Rückkehr im Visier. Der Tabellenführer kam bei Fortuna Düsseldorf zwar nicht über ein 0:0 hinaus und vergab dadurch einen Big Point. Allerdings hielt der Hinrunden-Meister das Polster auf den ebenfalls formstarken Rivalen vom Rhein und damit auf einen Nichtaufstiegsplatz bei beruhigenden fünf Punkten. Die beiden Traditionsklubs boten fußballerisch und taktisch sehenswerten Zweitligafußball und unterstrichen, warum sie um die Bundesliga-Rückkehr kämpfen. Die Defensivreihen dominierten das Geschehen allerdings besonders in der zweiten Hälfte.

Die Rothosen ließen den Ball gekonnt laufen und drangen vor allem über Sonny Kittel und Jeremy Dudziak immer wieder gefährlich in den Düsseldorfer Strafraum ein. Sie fanden jedoch nicht ihren Torjäger Simon Terodde (17 Saisontreffer), der mit einem Doppelpack das Hinspiel gegen seinen Ex-Klub entschieden hatte (2:1).

Auch mit etwas Glück verhinderte die Fortuna trotz eklatant weniger Ballbesitz bis zur Pause Schlimmeres. Den ersten - wenn auch wenig gefährlichen - Schuss auf das Tor verzeichnete sogar Düsseldorf durch Kevin Danso in der 45. Minute. Nach dem Seitenwechsel verflachte das Geschehen zusehends. Beide Teams schienen mit dem Remis und der Ausdehnung ihrer Serien - der HSV war zuvor siebenmal ungeschlagen geblieben, Düsseldorf achtmal - leben zu können.

Erzgebirge Aue - Würzburger Kickers 2:1 (0:0)

Für die Würzburger Kickers wird die Luft im Kampf um dem Klassenerhalt allmählich dünn. Ohne den gesperrten Cheftrainer Bernhard Trares unterlag der Tabellenletzte beim keineswegs überzeugenden FC Erzgebirge Aue trotz Führung mit 1:2 (0:0). Der Ex-Auer Ridge Munsy (52.) traf für die Gäste, die mit neun Punkten weiter abgeschlagen die Rote Laterne innehaben. Aue, das durch Florian Krüger (78.) und Florian Ballas (85.) das Spiel drehte, kann sich mit 28 Punkten nach oben orientieren.

Die Gäste agierten mutig und hatten vor dem Seitenwechsel beste Gelegenheiten durch Marvin Pieringer (26.) und Munsy (39.). Erst nach der Würzburger Führung wachte Aue auf und wurde zunehmend gefährlich - am Ende mit Erfolg. Trares wurde in Aue von seinem Assistenten Benjamin Sachs vertreten. Der DFB hatte Ex-Profi Trares nach seiner Roten Karte am Samstag beim SC Paderborn (0:1) wegen unsportlichen Verhaltens und unsportlicher Äußerung gegenüber dem Schiedsrichterteam mit einem Innenraumverbot belegt.

Quelle: ntv.de, tsi/sid