Fußball

Aufstiegskrimi in der 2. Liga HSV wankt, St. Pauli patzt, Union rückt vor

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Ganz hart erkämpft war der Hamburger Punkt in Heidenheim.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Der große Gewinner im Aufstiegs-Siebenkampf der 2. Fußball-Bundesliga heißt am 22. Spieltag Union Berlin. In einem wilden Spiel siegt Union in Duisburg und erobert Platz 2 hinter dem Hamburger SV. Der lässt Punkte in Heidenheim. Noch schlimmer trifft es St. Pauli und Bochum.

1. FC Heidenheim - Hamburger SV 2:2 (1:1)

Mit großer Moral hat der Hamburger SV eine Punkte-Nullnummer im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga verhindert und seine Spitzenposition gefestigt. Trotz zweimaligen Rückstands erkämpfte der HSV beim heimstarken 1. FC Heidenheim ein verdientes 2:2 (1:1). Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Voith-Arena brachten Niklas Dorsch (16.) und Robert Glatzel (54.) mit seinem elften Saisontreffer den FCH zweimal in Führung. Hamburgs Winter-Zugang Berkay Özcan (30.) und Pierre-Michel Lasogga (70.) mit seinem zehnten Saisontor schafften jeweils den Ausgleich.

Die Gäste mussten kurzfristig umstellen, weil der für den verletzten Douglas Santos als Ersatz vorgesehene Josha Vagnoman beim Aufwärmen Probleme signalisierte. Hee-chan Hwang kam dadurch von Anfang an zum Einsatz, Khaled Narey rückte links in die Abwehrkette. Diese hatte in der Anfangsphase einige Probleme und ließ nach einem von Lewis Holtby zu kurz abgewehrten Eckball Dorschs ersten Saisontreffer zu. Der HSV-Kapitän machte seinen Fehler aber wieder wett mit einem starken Pass auf Özcan, der per Heber zum 1:1 traf. Nach dem Wechsel übernahm die beste Rückrunden-Mannschaft aus Heidenheim wieder das Kommando und kam durch Glatzels Schuss ins Torwarteck zur erneuten Führung. Doch Lasogga, der schon beim 3:2 im Hinspiel dreimal zur Stelle gewesen war, rettete dem Tabellenführer den wichtigen Punkt.

MSV Duisburg - 1. FC Union Berlin 2:3 (1:1)

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Geführt, zurückgelegen, gewonnen: Union Berlin fuhr in Duisburg Fußball-Achterbahn.

(Foto: imago/Matthias Koch)

Union Berlin bleibt auf Aufstiegskurs. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer kam bei Kellerkind MSV Duisburg nach turbulentem Spielverlauf zu einem 3:2 (1:1) und kletterte am 1. FC Köln vorbei auf Aufstiegsplatz zwei. Robert Zulj (11.) brachte Union vor 12.316 Zuschauern verdient in Führung, die Gäste übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle. Die Berliner waren auch in der Folge spielbestimmend, machten aus ihrer Überlegenheit  aber zu wenig. Das rächte sich: Havard Nielsen  (45.) und Lukas Fröde (56.) drehten mit ihren Toren zwischenzeitlich die Begegnung für den MSV. Doch Union zeigte sich nicht geschockt, sondern erhöhte den Druck auf die Duisburger - mit Erfolg. Marcel Hartel (64.) glich zunächst aus, ehe Sebastian Andersson (89.) kurz vor Schluss per Kopf das dritte Berliner Tor erzielte und dem Favoriten doch noch drei ganz wichtige Punkte bescherte. Duisburg bleibt nach der Niederlage Schlusslicht.

FC St. Pauli - Erzgebirge Aue 1:2 (1:1)

Der FC St. Pauli hat im Aufstiegs-Siebenkampf gepatzt. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski unterlag Erzgebirge Aue überraschend mit 1:2 (1:1) und rutschte nach der zweiten Niederlage in Folge auf den sechsten Platz ab. Christopher Buchtmann sorgte zwar für die frühe Führung der Hamburger (11.), aber Jan Hochscheidt drehte mit einem Doppelpack die Partie (29./49.) vor 29.546 Zuschauern. Die größte Chance auf den Ausgleich für St. Pauli vergab Alex Meier in der 79. Minute. Während St. Pauli nun drei Punkte hinter dem ersten direkten Aufstiegsplatz liegt, verschaffte sich Aue durch den Erfolg Luft im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz beträgt inzwischen acht Punkte, wobei Aue sogar ein Spiel weniger ausgetragen hat.

FC Ingolstadt - VfL Bochum 2:1 (2:0)

Der FC Ingolstadt schöpft immer mehr Hoffnung im Abstiegskampf. Nach dem 2:1 (2:0) gegen den VfL Bochum und drei Siegen in den vier Partien des neuen Jahres konnten die Oberbayern die direkten Abstiegsplätze erstmals seit dem 6. Spieltag verlassen. Sonny Kittel war vor 7464 Zuschauern im Ingolstädter Sportpark mit seinem Doppelpack (31./38.) der umjubelte Matchwinner. An Kittels zweitem Treffer hatte Bochums patzender Torwart Manuel Riemann allerdings erheblichen Anteil. Unter Jens Keller, bereits der dritte Trainer der Saison in Ingolstadt, gelangen dem FCI damit erstmals in dieser Saison zwei Siege am Stück. Bochum konnte durch Vitaly Janelt (72.) lediglich verkürzen und kassierte im Aufstiegskampf einen empfindlichen Dämpfer.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid/dpa

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