Fußball

"Müssen ihn irgendwann klonen" Hopp deutet Nagelsmanns Abschied an

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Mit seinen 30 Jahren ist Nagelsmann schon jetzt einer der begehrtesten Trainer der Bundesliga.

(Foto: dpa)

Mit Julian Nagelsmann verfügt die TSG Hoffenheim über einen Ausnahmetrainer, der immer wieder mit Fußball-Klubs wie Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wird. Auch Mehrheitseigner Hopp weiß, dass es sehr schwer wird, den 30-Jährigen zu halten.

Mehrheitseigner Dietmar Hopp vom Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim will Trainer Julian Nagelsmann nicht vorzeitig ziehen lassen, hat aber indirekt die Spekulationen über eine Ausstiegsklausel des 30-Jährigen bestätigt. "Julian ist ein Ausnahmetrainer. Wir müssen ihn irgendwann klonen", sagte Hopp bei der Jahreshauptversammlung im Kongresshotel Palatin in Wiesloch: "Dieser Klon sollte allerdings am 1. Juli 2019 fertig sein."

Der Vertrag Nagelsmanns bei den Kraichgauern läuft eigentlich bis Juni 2021. Seit Monaten halten sich Spekulationen, wonach der Coach die TSG im Sommer 2019 für eine Ablösesumme in Höhe von fünf Millionen Euro verlassen kann. Nach wie vor wird Nagelsmann mit Rekordmeister Bayern München und DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Der "Trainer des Jahres" dementierte bisher hartnäckig Kontakte zu anderen Klubs.

Hopp scheint nicht von einem Verbleib Nagelsmanns beim Bundesliga-Sechsten über 2019 hinaus auszugehen. "Die Nachfrage nach Julian ist verdammt groß. Und sie wird mit jedem Erfolg größer", sagte der 77 Jahre alte Milliardär vor den anwesenden Mitgliedern: "Aber wir haben ja noch eineinhalb Jahre - und in der Zeit wollen wir weiter mit ihm feiern. Und gerne schieben wir das Feiern noch wesentlich weiter hinaus."

"Es gibt keinen Kontakt"

Nagelsmann selbst zeigt sich indes sichtlich genervt von den anhaltenden Spekulationen um seine Personalie. "Ich kann mir gerne ein Klebeband mit KK auf die Stirn kleben. Kein Kontakt", sagte der 30-Jährige nach der 0:2-Niederlage bei Hannover 96. "Es ändert sich nicht alle zwei Tage. Vor zwei Tagen habe ich schon gesagt, ich habe keinen Kontakt", hatte Nagelsmann zudem erklärt.

Der Coach saß bei der Mitgliederversammlung in der ersten Reihe und hörte den Ausführungen Hopps interessiert zu. Auch Sportchef Alexander Rosen, Sport-Geschäftsführer Hansi Flick sowie die Profis Oliver Baumann, Nadiem Amiri und Philipp Ochs waren vor Ort. Die finanzielle Bilanz der Profiabteilung hatte die TSG bereits vor drei Wochen veröffentlicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, setzte die Spielbetriebs GmbH 111 Millionen Euro um. Vor einem Jahr vermeldete die TSG einen Umsatz von 128 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de, jgu/sid

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