Fußball

Fußball fördert Menschenrechte Infantino lobt die FIFA und Katars Fortschritte

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Gianni Infantino ist der mächtigste Mann im Weltfußball.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

In acht Wochen beginnt die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Das Emirat steht wegen der Missachtung von Menschenrechten international stark in der Kritik. Der FIFA-Boss bemüht sich nun erneut darum, die Fortschritte im Land zu betonen.

FIFA-Boss Gianni Infantino hat nach einem Treffen mit Federico Villegas, Präsident des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, die Fortschritte im WM-Gastgeberland Katar betont. "Die Abschaffung des Kafala-Systems, die Einführung von Mindestlöhnen und die Maßnahmen zum Schutz gegen Hitze für Arbeiter gehören zu den positiven Veränderungen, die auch von unabhängigen internationalen Organisationen gelobt werden", sagte Infantino nach dem Gespräch in Genf. Das Kafala-System bindet ausländische Arbeiter fest an einen einheimischen Bürgen wie einen Arbeitgeber und öffnet Ausbeutung oft Tür und Tor.

Im Mittelpunkt des Austauschs zwischen Infantino und Villegas habe die Rolle gestanden, "die der Fußball dabei spielen kann, die Menschenrechte zu verbreiten", teilte die FIFA mit. Auch die Bedeutung der Menschenrechte für künftige Bewerbungen für FIFA-Turniere habe auf der Agenda gestanden. Katar steht wegen der Missachtung von Menschenrechten stark in der Kritik. Homosexualität ist verboten. Vertreter der LGBTIQ*-Community raten bislang von einer Reise nach Katar ab. Die Ausbeutung und der Tod Tausender Gastarbeiter auch auf WM-Baustellen wurde vielfach angeprangert.

Infantino gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass durch die WM langlebige Reformen geschaffen werden. Die FIFA werde "gemeinsam mit den Autoritäten in Katar weiter daran arbeiten, dass die WM ein Turnier wird, bei dem jeder willkommen ist", sagte Infantino, der nicht dafür bekannt ist, das Land ernsthaft zu kritisieren. Villegas teilte diese Hoffnung. "Die FIFA hat gezeigt, dass Fußball eine wichtige Rolle dabei spielen muss, das Bewusstsein für Menschenrechtsthemen zu verbessern - nicht nur in Katar, sondern in der ganzen Welt", sagte der Argentinier. Er freue sich über die "jüngsten Entwicklungen, die zeigen, dass die FIFA als Organisation eine starke Haltung zur Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen wie Rassismus und Diskriminierung eingenommen hat".

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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