Fußball

2. Fußball-Bundesliga im Check Lautern kommt mit Wucht und Weltmeister

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Bitte nicht verwechseln: Erik Durm (r.) wechselt zum 1. FC Kaiserslautern, nicht Miroslav Klose!

(Foto: imago/Ulmer/Teamfoto)

Bereits an diesem Freitag startet die 2. Fußball-Bundesliga in die neue Saison. Zum Auftakt empfängt Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern den niedersächsischen Kontrahenten Hannover 96 zum Duell der Traditionsvereine (20.30 Uhr bei Sky und im ntv.de-Liveticker). Noch vor dem ersten Anpfiff schauen wir in zwei Teilen auf die Stärken und Schwächen der 18 Klubs.

Fortuna Düsseldorf

Trainer Daniel Thioune führte Düsseldorf zurück in Erfolgsspur.

Trainer Daniel Thioune führte Düsseldorf zurück in Erfolgsspur.

(Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Stärken: Düsseldorf baut auf den Thioune-Effekt: Nach seinem Amtsantritt gab es unter dem neuen Trainer Daniel Thioune nur eine Niederlage in 13 Rückrundenspielen. Zahlreichen Aufstiegsaspiranten klaute Fortuna die Punkte. Diesen Schwung will das Team in die neue Spielzeit mitnehmen.
Schwächen: Am Rhein ist eine gewisse Euphorie zu spüren, viele erwarten eine Fortsetzung des Positivtrends unter Thioune. Bleibt der Erfolg aus, wird es in Düsseldorf schnell unruhig - und das kann die langfristigen Ziele gefährden. Für konkrete Saisonziele sei es noch zu früh, sagt Sportdirektor Christian Weber. Dafür könne auf dem Transfermarkt in den nächsten Wochen noch zu viel passieren. Bei den Düsseldorfern steht der Wechsel von Khaled Narey zum griechischen Erstligisten Paok Saloniki kurz vor dem Abschluss.

Hannover 96

Stärken: Auf der Liste zahlreicher Neuzugänge ist Trainer Stefan Leitl der wohl klangvollste Name. Der Ex-Coach von Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth baut auf mannschaftliche Geschlossenheit und bringt frischen Wind nach Niedersachsen. Dazu kamen elf teils namhafte neue Spieler. Den ehemaligen Braunschweiger Havard Nielsen brachte Leitl aus Fürth mit. Der vom 1. FC Köln verpflichtete Österreicher Louis Schaub hat einen ganz besonderen Bezug zu Hannover, weil sein Vater Fred Schaub von 1983 bis 1986 ebenfalls für den Klub spielte.
Schwächen: Den Abgang von Torjäger Marvin Ducksch konnte 96 in der vergangenen Saison nicht kompensieren. Ob Nielsen nun die Probleme löst? Bei einer eigenen Ausbeute von lediglich 35 Toren waren nur die Absteiger Ingolstadt, Aue und Dresden noch seltener erfolgreich.

Karlsruher SC

Spieler Philipp Hofmann ist in Aktion zu sehen.

Stürmer Philipp Hofmann ist zum VfL Bochum gewechselt.

(Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild)

Stärken: In Christian Eichner sitzt eine Identifikationsfigur auf der Trainerbank. Nach dem knappen Klassenerhalt 2020 hat der 39-Jährige den Klub in den vergangenen beiden Jahren im sicheren Tabellenmittelfeld stabilisiert. Der KSC spielte eine Saison ohne Abstiegssorgen - trotz niedrigen Etats.
Schwächen: Toptorjäger Philipp Hofmann hinterlässt nach seinem Wechsel zum VfL Bochum eine große Lücke. Zudem ereilte den KSC zuletzt das Verletzungspech in der Abwehr: Daniel O'Shaughnessy erlitt einen Wadenbeinbruch, Felix Irorere einen Muskelfaserriss. Innenverteidiger Christoph Kobald laboriert noch an einer Bänderverletzung, die Rückkehr von Stammkeeper Marius Gersbeck ist nicht abzusehen.

Hansa Rostock

Stärken: Als Aufsteiger präsentierte sich Hansa in der vergangenen Saison auswärts stark. Höhepunkt: der 4:3-Erfolg auf Schalke. Der Aufsteiger war nur kurz in Abstiegsgefahr, zeigte in Drucksituationen Moral - wie beim 4:1-Derbysieg bei Dynamo Dresden.
Schwächen: Nur 17 Punkte im heimischen Ostseestadion - eine magere Ausbeute, die Luft nach oben lässt. In Hanno Behrens verliert Rostock zudem einen zweitligaerprobten Führungsspieler.

SV Sandhausen

Stärken: Der SVS schafft es jedes Jahr aufs Neue, aus sehr wenig sehr viel zu machen. Kleine Stadt, geringer Etat und trotzdem seit zehn Jahren eine Konstante im Bundesliga-Unterhaus.
Schwächen: Seit der Zweitligazugehörigkeit 2012 reichte es noch nie für einen einstelligen Tabellenplatz - graues Mittelmaß.

Jahn Regensburg

Der FC Bayern München hatte Sarpreet Singh zuletzt an Jahn Regensburg in der 2. Fußball-Bundesliga ausgeliehen.

Sarpreet Singh gehört zu den Abgängen des Jahn.

(Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild)

Stärken: 2016 spielte der SSV noch in der Regionalliga. Seit dem Aufstieg in die 2. Liga 2017 holte der Jahn immer frühzeitig die nötigen Punkte, um nicht in Abstiegsnot zu geraten.
Schwächen: In Max Besuschkow, Tom Baack, Christoph Moritz, Sarpreet Singh und Carlo Boukhalfa gab der Klub im Sommer gleich mehrere Mittelfeldspieler ab. Ersatz ist gefragt.

1. FC Magdeburg

Stärken: Vom Abstiegskandidaten zum Drittligameister mit frühem Pressing, schnellem Umschaltspiel und der besten Offensive - seit Februar 2021 hat Magdeburg unter Trainer Christian Titz einen imposanten Wandel durchlaufen. Wird die Konstanz beibehalten und knüpft das Team um den überragenden Baris Atik an die Leistungen der Vorsaison an, ist der Klassenerhalt nicht unrealistisch.
Schwächen: Der Sommer brachte viele Neuzugänge und noch mehr Abgänge. Die Vorbereitung zeigte, dass der durchgewürfelte Kader noch Eingewöhnungszeit benötigt.

Eintracht Braunschweig

Stärken: Das Erfolgsrezept der Vorsaison: Braunschweig war daheim (30) und auswärts (34) fast gleichermaßen gut, verfügte über die drittbeste Offensive (61) und zweitbeste Defensive (36). Tugenden, die nicht nur für den Wiederaufstieg, sondern auch für den Klassenerhalt notwendig sind.

Schwächen: Eine Personalrochade wie im Vorjahr gab es nicht, die Aufstiegshelden wurden gehalten. Dennoch offenbart der Kader Baustellen: Ob in der Innenverteidigung, auf der linken Außenbahn oder der Mittelstürmer-Position - noch gibt es Handlungspotenzial.

1. FC Kaiserslautern

Stärken: Nach vier Jahren Drittklassigkeit ist die Euphorie in der Pfalz riesig. Der Traditionsklub besitzt große Strahlkraft, der Aufstiegskader wurde akribisch verstärkt. Mit den Transfercoups Erik Durm und Andreas Luthe stoßen zwei bundesligaerfahrene Führungskräfte dazu.
Schwächen: Misslingt der Saisonstart, kann auf dem Betzenberg die Stimmung schnell kippen. In den vergangenen Jahren wackelte der Trainerstuhl relativ häufig.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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