Fußball

Ein "Bundes-Matthäus" begeistert Lobbyarbeit für Loddar (II)

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Auch als Bundestrainer darf man den WM-Pokal küssen!

(Foto: imago sportfotodienst)

Ralf Rangnick hat sich für das Amt des Bundestrainers offensiv in die Spur gestellt. Der DFB müsse sich nur melden. Derweil findet die Personalie Lothar Matthäus immer mehr Anhänger. Jetzt gehen auch noch zwei Weltmeister-Kumpels auf Werbetour für den 59-Jährigen.

Ralf Rangnick sagt: "Es ist eine Stelle (Anmerk. d. Red.: Das Amt des Bundestrainers), die einen nicht kaltlässt. Ich kann mir grundsätzlich alles vorstellen. Es ist eine Frage des Timings." Und das wäre derzeit perfekt. "Im Moment bin ich frei", betonte er am Mittwochabend bei Sky: "Wenn sich der DFB erst zu einem Zeitpunkt melden würde, wo ich nicht mehr frei bin, ist es zu spät." Es ist Wahlkampfzeit im deutschen Fußball. Und Rangnick weiß, dass es viele Menschen gibt, die ihn wählen würden, wenn es denn möglich wäre. Unter anderem Jürgen Klopp, der Bundestrainer der Herzen, der es (noch) nicht selbst machen will.

Wie viele Menschen Lothar Matthäus wählen würden, das ist unklar. In einer letzten ntv.de-Umfrage zum Thema Nachfolger von Joachim Löw tauchte der Rekordnationalspieler noch gar nicht auf. Weil er den Job für sich klar ausgeschlossen hatte. Und weil die betriebene Lobbyarbeit für den 59-Jährigen noch gar nicht mit Wucht in der Öffentlichkeit angekommen war. Nun aber entfaltet die Gruppe um Ex-Spieler und Trainer (a. D.) ihre mediale Macht. Nach Ottmar Hitzfeld, Bastian Schweinsteiger, Peter Neururer, Christoph Daum, Mehmet Scholl und Pal Dardai, haben nun auch Jürgen Kohler und Olaf Thon, WM-Buddys von 1990, flammende Plädoyers gehalten.

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Kohler ließ seine Werberede über den "Kicker" verbreiten: "Er verkörpert alles, was man braucht, ist als Fußballer und Medienmensch sehr anerkannt, hat 150 Länderspiele absolviert." Zudem könne Matthäus auch als Trainer "Erfolge vorweisen, etwa den Meistertitel 2003 mit Partizan Belgrad". Nach Ansicht Kohlers könnte ein Bundes-Matthäus auch abseits des Platzes wertvoll sein. Der Weltfußballer von 1991 habe "gute Kontakte" und könne vereinen, "innerhalb des Verbands wie auch für dessen Image würde er guttun". Thon lobte den Überraschungskandidaten als einen "ausgewiesenen Fußballspezialisten auf höchstem Niveau".

Sollte Rangnicks Kandidatur nicht von Erfolg gekrönt sein, hätte der 62-Jährige in bester Friedrich-Merz-Manier direkt einen Plan B parat, denn er wäre auch für einen anderen Posten beim Deutschen Fußball-Bund bereit. "Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass es in einer Zusammenarbeit mit Oliver Bierhoff sehr fruchtbar wäre, auch für die Zukunft des deutschen Fußballs."

Quelle: ntv.de, tno

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