Fußball

Nach der EM-Auslosung Löw droht die nächste "Todesgruppe"

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Wollen sich eher nicht so schnell wieder treffen: Fernando Santos, Joachim Löw und Didier Deschamps.

(Foto: imago images/Schüler)

Die Auslosung zur Fußball-Europameisterschaft 2020 verheißt für Bundestrainer Joachim Löw und seine Nationalspieler enorme Herausforderungen. Nun droht ein Déjà-vu: Auch in der Nations League könnte es für das DFB-Team nämlich nun ganz dicke kommen.

"Todesgruppe" - mit diesem einen Wort beschrieben französische - "Le Monde" und "Le Figaro" - und portugiesische Zeitungen - "Correio da Manha" - das, was dem DFB-Team, dem Weltmeister Frankreich, dem Europameister Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo und dem noch unbekannten Playoff-Sieger in der EM-Vorrunde erwartet. Nun könnte noch vor dem Turnier im kommenden Sommer schon wieder ein Hammerlos mit Frankreich und Portugal als Kontrahenten auf Bundestrainer Joachim Löw und seine Mannschaft warten.

Das Uefa-Exekutivkomitee will bei seiner Sitzung am Mittwoch in Nyon die Lostöpfe für die nächste Auflage der Nations League festlegen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird sich der europäische Fußball-Kontinentalverband dabei an die Rangliste des Premieren-Wettbewerbs im Jahr 2018 halten. Für die deutsche Mannschaft sind das schlechte Nachrichten.

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Denn der eigentliche Absteiger aus der höchsten Spielklasse, der A-Liga der Nations League, wäre damit gemeinsam mit Polen, Kroatien und Island bei der Auslosung am 3. März 2020 in Amsterdam in Topf 3. Diese Teams wären eigentlich in die B-Liga abgestiegen, profitieren aber von der Aufstockung der A-Liga auf 16 Mannschaften. Im ersten Topf werden sich die letztmaligen Gruppensieger Schweiz, England, Niederlande und Premierensieger Portugal befinden.

In Topf 2 sollen Spanien, Frankreich, Belgien und Italien eingruppiert werden. Den vierten Topf bilden die Aufsteiger aus Bosnien-Herzegowina, der Ukraine, Schweden und Dänemark. Aus den Töpfen 1, 2 und 4 bekommt die DFB-Elf je einen Gegner zugelost. Je zwei Gruppenspiele finden im September, Oktober und November statt.

"Gott sei Dank nicht die Portugiesen"

Am Samstag waren der DFB-Elf für die EM-Endrunde im Sommer 2020 Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal zugelost worden. Der Bundestrainer hatte die Auslosung tapfer kommentiert: "Unsere Gruppe ist die schwerste, das ist die Hammergruppe schlechthin. Weltmeister, Europameister und Deutschland plus noch eine andere Nation, die im Ranking zu den besseren gehört. Ich glaube, das werden Fußballfeste. Jeder muss ans Limit gehen, wenn er da eine Chance haben will."

Den Stellenwert des EM-Gruppengegners und möglichen Nations-League-Konkurrenten Portugal brachte nach der EM-Auslosung Ronald Koeman, Bondscoach der Niederlande, auf den Punkt: "Gott sei Dank sind die Portugiesen nicht in unserer Gruppe."

Quelle: n-tv.de, ter/dpa